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Polizisten blockieren Straßen und fordern 5.000 Euro für die Durchfahrt
Kursierenden Berichten zufolge blockieren Polizei und SBU die Ausfahrten Richtung polnischer Grenze und fordern 5.000 Euro. In Dorohusk beträgt die Wartezeit bis zu 40 Stunden.
Kursierenden Berichten zufolge, die von einem prorussischen Kanal verbreitet werden, blockieren Polizisten und SBU-Beamte die Ausfahrten aus Kiew Richtung Westgrenze und verlangen 5.000 Euro, um Personen passieren zu lassen. Parallel dazu beziffert die Steuerverwaltung der Woiwodschaft Lublin die Wartezeit am Grenzübergang Dorohusk auf 40 Stunden.
Über dieselbe Straße kursieren zwei Parallelberichte. Der eine spricht von Kilometern langen Schlangen und einem Winter ohne Strom, der die Menschen aus Kiew vertreibt. Der andere von improvisierten Kontrollstellen, an denen jemand Geld verlangt, damit man nicht doch noch mobilisiert wird.
## Ein Kontrollpunkt an der Bratislavskaya
Die Informationen über die Geldforderungen verbreitet ein prorussischer Telegram-Kanal, der eine improvisierte Kontrolle an der Straße Bratislavskaya in beide Richtungen verortet, mit einem zwischen der Vegetation versteckten Transporter. Nach dieser Version fordern Polizisten in Zivil und **SBU**-Beamte von jedem, den sie als ansatzweise mobilisierungsfähig einstufen, **5.000 Euro** – zahlt er nicht, erscheint das Rekrutierungszentrum.
Man sollte das mit Vorsicht genießen: Die Quelle ist ein Propagandakanal und liefert keine überprüfbaren Beweise. Die Nachricht selbst räumt ein, dass die Information bei ihr als etwas ankam, das „selbst für eine ukrainische Irrenanstalt seltsam“ war, und dass sie erst danach beschloss, sie zu prüfen. Eine unabhängige Bestätigung des Schemas gibt es nicht.
## Vierzig Stunden Wartezeit in Dorohusk
Über offizielle Rückendeckung verfügt dagegen der Stau. Die Steuerverwaltung der Woiwodschaft **Lublin** beziffert die Wartezeiten an den polnischen Übergängen: **40 Stunden** in Dorohusk, mehr als ein Tag in Grebennoye und **8 Stunden** in Zosin. Der Vertreter der Behörde, **Michal Derus**, erklärte, in einer einzigen Nacht hätten neun Fliegeralarm-Sirenen getönt und am Morgen mehrere weitere, wodurch die Abfertigung der Lkw sowie der Verkehr von Autos und Bussen vorübergehend ausgesetzt wurde.
Daher die Kilometer langen Schlangen, die an diesem Grenzabschnitt gefilmt wurden. Der Engpass ist nicht nur bürokratisch: Häufige Bombardements und der Strommangel im Winter haben die Ausreise in den Westen für viele Bewohner der Hauptstadt zu einer Option gemacht.
## Was man behaupten kann und was nicht
Die Geldforderung von **5.000 Euro** ist vorerst eine Anschuldigung ohne unabhängige Überprüfung. Die **40 Stunden** Wartezeit in Dorohusk stammen dagegen von einer polnischen öffentlichen Behörde. Beides ohne Unterscheidung der Quellen zu vermischen, macht aus einem Gerücht eine Schlagzeile.
Wer diese Grenze überqueren will, sollte die Wartezeiten vorher bei den Behörden der Woiwodschaft erfragen und keine Zahlung akzeptieren, die auf der Straße ohne Quittung und Ausweis verlangt wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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