Forum-Nutzer kauft 168 Wohnungen in der Ukraine für 30.000 Euro

Ein Forum-Nutzer behauptet, 168 Wohnungen in Isjum, Ukraine, für 30.000 Euro gekauft zu haben. Die Sanierungskosten würden in einem Kriegsgebiet über 400.000 Euro plus Arbeitskosten liegen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forum-Nutzer kauft 168 Wohnungen in der Ukraine für 30.000 Euro
168 Wohnungen in Isjum für 30.000 Euro: Die Rechnung geht nicht auf

Ein Forum-Nutzer behauptet, den Kauf von sieben baugleichen Wohnblöcken in Isjum, einer Stadt in der Ostukraine, für insgesamt 30.000 Euro abgeschlossen zu haben. Es handelt sich um 168 Wohnungen mit jeweils etwa 90 Quadratmetern Fläche, vier Stockwerke hoch mit sechs Wohnungen pro Etage, erbaut um 2007 oder 2008. Vor dem Krieg kostete jede Einheit etwa 25.000 Euro. Der Käufer gibt zu, dass mindestens ein Block aufgrund erlittener Schäden abgerissen werden muss und ein Großteil der Materialien zur Sanierung der anderen sechs wiederverwendet wird.

Die Transaktion wird als Immobilien-Coup im Kriegsgebiet dargestellt. Und hier beginnt das Problem.

Kosten für die Sanierung von 168 Wohnungen, gekauft zu je 184 Euro

Die Aufschlüsselung des Käufers lautet wie folgt: 30.000 Euro für die sieben Blöcke, was 184 Euro pro Wohnung für jeden ursprünglichen Eigentümer entspricht. Der Transport von Materialien aus Polen würde allein für Lieferungen und Logistik zwischen 300.000 und 400.000 Euro kosten, hinzu kommen die Arbeitskräfte. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Kosten, um das Geschäft wieder in Gang zu bringen, den Anschaffungspreis mehr als verzehnfachen.

Laut seiner Darstellung sind die Eigentümer in Moldau isoliert. Es sind Familien, die nicht zurückkehren wollen und gebündelt über einen gemeinsamen Anwalt verkauft haben. Sechs Wohnungen im halb abgerissenen Block haben keinen auffindbaren Eigentümer; der Käufer räumt ein, dass es rechtliche Probleme geben könnte, wenn jemand Ansprüche geltend macht. Die Empfehlung, die er erhalten hat, lautet, diese sechs Einheiten niemals zu verkaufen und sie als Reserve zu halten, falls die Inhaber auftauchen.

Wem gehört eine Wohnung in Isjum wirklich nach dem Krieg?

Isjum liegt zwischen Charkiw und Donezk. Zum Zeitpunkt der Diskussion war die Frontlinie in der Region noch aktiv, und es war unklar, welche Verwaltung die Stadt mittelfristig kontrollieren würde. Das ist die erste Lücke im Plan: Ohne einen Staat, der die Registrierung garantiert, sind in Moldau unterzeichnete Grundbuchauszüge nur so viel wert wie das Papier selbst.

Einige argumentieren, dass das Risiko nicht nur militärisch, sondern auch bürokratisch sei. Die Ukraine hat sogar in Friedenszeiten mit Problemen bei irregulären Wohnungsverkäufen zu kämpfen, und lokale Clans nutzen expedierte Methoden zur Eintreibung. Andere weisen auf ein tiefergehendes demografisches Problem hin: Die Bevölkerung des Landes sinkt seit Jahren, und die Zerstörung durch den Krieg hat ganze Regionen entvölkert. Weniger Menschen als Häuser. Der Markt, der aufgebaut werden soll, könnte keine Käufer finden.

Das Muster des nigerianischen Betrugs, aber mit Betonblöcken

Die Community wies schnell auf die Parallelen hin. Es wurde der klassische Betrug des nigerianischen Prinzen erwähnt, die Schuldscheine von Nueva Rumasa und sogar der Kauf der Giralda oder eines Grundstücks auf dem Mond. Der zentrale Verdacht ist einfach: Wenn alle 150 Familien in Moldau gelandet sind, alle einverstanden waren und alle für 200 Euro verkauften, weist die Geschichte zu viele Zufälle auf.

Der Käufer selbst besteht darauf, dass er seit Monaten in Moldau lebt und alles unter Kontrolle hat. Er erkennt an, dass es nichts zu holen gibt, bis der Krieg beendet ist, und sein Anwalt rät ihm, mindestens zwei Monate nach Ende des Konflikts zu warten. Seine Prognose ist, dass dies vor dem Winter geschehen wird. Er räumt auch das Szenario ein, das niemand will: die Bildung von Milizen auf beiden Seiten.



Die Transaktion hat alle Zutaten des perfekten Schnäppchens: lächerlicher Preis, verzweifelte Verkäufer, überzeugter Käufer und ein Vermögenswert, den sonst niemand will. Das Problem ist, dass sich der Vermögenswert in einem Kriegsgebiet befindet, die Papiere in einem Drittland unterschrieben werden und die Sanierungskosten die Anfangsinvestition verzehnfachen. Mit diesen Zahlen ähnelt der Coup eher einer Wette als einem Geschäft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (109 Antworten).

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