Polizeieinsatz bei Ayuso-Veranstaltung während des Bildungsstreiks in Madrid

Etwa 500 Menschen protestierten vor Isabel Díaz Ayusos Veranstaltung in Madrid, die Bereitschaftspolizei räumte die Straße gewaltsam. Die Gewerkschaften beziffern die Streikbeteiligung auf über 50%.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Polizeieinsatz bei Ayuso-Veranstaltung während des Bildungsstreiks in Madrid
Polizei geht gegen Lehrer mitten im Bildungsstreik vor

Was passiert, wenn rund fünfhundert streikende Lehrer vor einer Veranstaltung der Präsidentin der Comunidad de Madrid auftauchen? Die enge, kaum befahrene Calle de las Huertas wird zur Falle. Genau das geschah am Montag im Palacio de Santoña: Etwa **500 Menschen** versammelten sich vor dem Gebäude, ein Dutzend Polizisten sicherte den Zugang, und als das Beharren auf dem Bleiben fest wurde, ging die Bereitschaftspolizei mit mehreren Dutzend Beamten vor und drängte die Demonstranten einige Meter bis zur Kreuzung mit der Calle del Príncipe zurück. Um 14.13 Uhr verließ **Isabel Díaz Ayuso** das Gebäude durch das andere Ende, ohne dass jemand vor ihr stand, und fuhr in ihrem Dienstwagen davon.

Die Szene fasst vier Tage eines unbefristeten Streiks im öffentlichen Bildungswesen der Comunidad de Madrid zusammen, zu dem **65.000 Lehrer** aufgerufen hatten und von dem mehr als **660.000 Schüler** betroffen sind. Die Gewerkschaften beziffern die Beteiligung am Montag auf über 50%; die Comunidad de Madrid spricht von **13,2%**, gegenüber 44,6% am vorherigen Mittwoch. Zwei Darstellungen, die sich nicht berühren.

Was im Palacio de Santoña und im Bildungsministerium geschah

Vor den Einsätzen versammelten sich gegen Mittag etwa **2.000 Menschen** vor dem Sitz des Bildungsministeriums in der Calle de Alcalá. Vier Fahrzeuge der Nationalpolizei und der Stadtpolizei versuchten, die Gruppe auf einer Straßenseite zu halten. Sie hielten Minuten: Die grüne Welle nahm beide Seiten ein. Zwischen Trommeln und Pfeifen war die Forderung konkret: kleinere Klassen und mehr Personal pro Schule.

Danach verlagerte sich der Fokus auf die Veranstaltung der Regionalpräsidentin. Die Rufe — „Ayuso, stell dich der Öffentlichkeit", „Zarzalejo, was für eine Frechheit, deine Lügen ziehen nicht mehr" — richteten sich gegen die beiden Namen, die sich seit dem 14. Oktober die Unzufriedenheit konzentrieren. Die Bildungsministerin **Mercedes Zarzalejo** antwortete in den sozialen Medien mit einem Satz, der nicht half: „Sie wollen keinen Frieden auf den Straßen, sie wollen Paris", in Anspielung auf die französischen Unruhen.

Stunden zuvor hatte dieselbe Ministerin erlebt, wie ihr Besuch an einer Berufsschule in Vallecas wegen Pfiffen und aufgeheizter Stimmung abgesagt wurde. Sie kam gar nicht erst an der Schule an.

Die Zahlen, die jede Seite für denselben Streik wählt

Hier gibt es nicht eine Zahl, sondern zwei. Die Veranstalter — CC OO, UGT, STEM, CGT, CNT, Solidaridad Obrera und andere Gruppen, mit CSIF abseits — sprechen von über 50% Beteiligung am Montag, nach 72% am ersten Tag und 60% an Donnerstag und Freitag. Die Comunidad betont, die Zustimmung sei auf 13,2% eingebrochen, und bedauert „tief die Radikalisierung dieser Proteste".

Dazwischen zwei Demonstrationen von Atocha nach Sol, die die Regierungsdelegation auf **25.000** und **35.000** Menschen bezifferte. Der Abstand zwischen den beiden Datenreihen ist das eigentliche Schlachtfeld: Wer den Prozentsatz kontrolliert, kontrolliert die Erzählung der Legitimität.

Verkehrsblockaden und Schultische auf der A-3

In den frühen Morgenstunden blockierte eine weitere Gruppe die Autovía A-3 Richtung Madrid für **30 Minuten**, mit Schultischen und -stühlen mitten auf der Fahrbahn. „Die öffentliche Bildung wird nicht verkauft, die öffentliche Bildung wird verteidigt", „Ayusos Penthouse für die Klasse 3B". Der Protest sucht Druck und auch ein Bild.

Manche behaupten, die Blockaden sollten einen Polizeieinsatz provozieren, um Videomaterial zu bekommen; andere entgegnen, der Einsatz sei ohnehin erfolgt. Worüber niemand streitet, ist das Ergebnis: eine enge Straße, schiebende Beamte und eine Präsidentin, die durch die Hintertür verschwindet.

Der Streik tritt in eine unbefristete Phase, und die 65.000 aufgerufenen Lehrer müssen entscheiden, ob sie den Widerstand fortsetzen. Währenddessen bleibt die Frage, die sich der Leser stellt, ohne offizielle Antwort: Wem nützt es, wenn der Konflikt mit Schubsen gelöst wird?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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