Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Ondarroa, Spanien: Stadt verurteilt rassistischen Angriff auf Moschee
Der Stadtrat von Ondarroa verurteilte einen rassistischen Angriff auf die örtliche Moschee, nachdem ein Müllsack am Eingang gefunden wurde, wie El Correo berichtet.
Ondarroa verurteilt rassistischen Angriff auf seine Moschee
Was steckt hinter einem Müllsack vor der Tür einer Moschee? In Ondarroa, einer baskischen Gemeinde mit rund 8.000 Einwohnern, erstattete der Stadtrat Anzeige wegen eines rassistischen Angriffs auf das muslimische Gotteshaus der Stadt. Die Geste – ein am Zugang abgelegter Sack – löste eine Debatte aus, die weit über den Vorfall hinausgeht: die institutionelle Verurteilung, die Reaktionen der Nachbarschaft und gegenseitige Anschuldigungen darüber, wer im Baskenland berechtigt ist, über Rassismus zu sprechen. Die Bürgermeisterin, die einst wegen Zusammenarbeit mit der ETA verurteilt wurde, leitete die Verurteilung. Die Nachricht, veröffentlicht von El Correo, wurde zum Auslöser einer Diskussion über Zusammenleben, Demografie und Lokalpolitik.
Was geschah in der Moschee von Ondarroa
Der Stadtrat von Ondarroa gab eine Erklärung heraus, in der er den rassistischen Angriff auf die örtliche Moschee verurteilte. Laut der städtischen Behörde hatte jemand einen Müllsack am Eingang des Tempels hinterlassen, eine Handlung, die die Institution als rassistischen Angriff einstufte. Die Bürgermeisterin Txaro Etarrez war das sichtbare Gesicht dieser Verurteilung. Die Erklärung wurde über die offiziellen Social-Media-Kanäle des Stadtrats verbreitet.
Der scheinbar geringfügige Vorfall aktivierte sofort die öffentliche Debatte. In einer Gemeinde mit 8.000 Einwohnern ist die Präsenz einer Moschee bedeutsam: Sie impliziert eine ansässige muslimische Gemeinschaft und ein vielfältiges Sozialgefüge. Die institutionelle Verurteilung ließ nicht lange auf sich warten, aber auch die Gegenreaktionen nicht. Ein großer Teil der Reaktionen stellte infrage, ob eine Handlung gegen eine Religion, nicht gegen eine Rasse, als „rassistisch“ bezeichnet werden kann.
Rassismus oder Sarracinophobie: Der terminologische Streit
Eine der ersten Klüfte in der Diskussion betraf die Wortwahl. Ist es rassistisch, eine Moschee anzugreifen? Oder ist es sarracinophob? Manche behaupten, der korrekte Begriff sei Sarracinophobie, da der Sarracin keine Rasse, sondern eine Religion sei, und dass die Verwendung von „Rassismus“ für alles die Bedeutung der Worte verwässert. Dagegen spricht das Argument, dass Sarracinophobie in der Praxis als eine Form des kulturellen Rassismus funktioniert, gerichtet gegen Menschen bestimmter Herkunft.
Die Diskussion ist nicht nebensächlich. In Spanien sind Hassverbrechen aufgrund von Sarracinophobie in den letzten Jahren gestiegen, und die Terminologie bedingt sowohl die rechtliche als auch die politische Antwort. Der Stadtrat entschied sich für „rassistisch“. Andere zogen „sarracinophob“ vor. Die Wahl ist nicht neutral: Sie bestimmt, wen man schützt und unter welchem Rahmen.
Die Bürgermeisterin und ihre Vergangenheit mit der ETA
Die Person der Bürgermeisterin Txaro Etarrez fügte dem Thema weitere Ebenen hinzu. Sie wurde wegen Zusammenarbeit mit der ETA verurteilt, ein Faktum, das während der Debatte in mehreren Nachrichten hervorgehoben wurde, um ihre Legitimität bei der Verurteilung des Angriffs infrage zu stellen. Die Unterscheidung zwischen „pro-ETA“ und „ETA-Mitglied“ wurde detailliert diskutiert: Manche vertreten die Ansicht, dass wer mit der bewaffneten Gruppe zusammenarbeitete, ein ETA-Mitglied ist, kein bloßer Sympathisant. Jedenfalls ist die Bürgermeisterin die kommunale Autorität, die die Verurteilung unterzeichnete.
Die Vergangenheit der Rätin wurde zur Waffe im Streit. Für manche ist ihre Verurteilung des rassistischen Angriffs opportunistisch; für andere ist sie die Pflicht jedes Bürgermeisters. Die Diskussion wandelte sich hin zur Rolle von Bildu (der baskischen separatistischen Koalition) im Baskenland und ihrem Verhältnis zur muslimischen Gemeinschaft, eine Verbindung, die manche als strategisch und andere als widersprüchlich sehen.
Demografischer und politischer Kontext von Ondarroa
Ondarroa hat 8.000 Einwohner. Bei den Europawahlen errang Bildu eine überwältigende Mehrheit in der Gemeinde, laut den in der Debatte zitierten Wahlergebnissen. Diese Daten wurden genutzt, um die Paradoxie zu unterstreichen: Eine Stadt, die mehrheitlich Bildu wählt und gleichzeitig Vorfälle gegen die Moschee erlebt. Das Zusammenleben zwischen der einheimischen Bevölkerung und der Migrantengemeinschaft wird als angespanntes Gleichgewicht dargestellt.
Die Demografie ist entscheidend. In kleinen Gemeinden des Baskenlands hat die Ankunft von Migranten das soziale Landschaftsbild verändert. Die Moschee ist der materielle Beweis dieser Transformation. Für manche ist sie ein Zeichen der Integration; für andere eine Erinnerung daran, dass sich die Dinge geändert haben und nicht alle dies akzeptieren.
Reaktion der Nachbarschaft und politische Kluft
Die institutionelle Verurteilung war auf der Straße nicht einstimmig. Ein Teil der Debattenbeiträge behauptet, der Angriff habe nicht stattgefunden, ein Müllsack sei kein rassistischer Angriff, und die Anzeige gehöre zu einer Strategie, um die Nachbarn zu kriminalisieren. Ein anderer Teil verteidigt, dass jede feindselige Geste gegen einen Ort der Anbetung ohne Nuancen verurteilt werden muss.
Die Kluft ist politisch. Bildu verurteilte den Angriff, aber manche sehen in dieser Verurteilung eine Manöver, um die Unterstützung der muslimischen Gemeinschaft zu sichern. Andere glauben, die Verurteilung sei aufrichtig und das Problem sei strukturelle Sarracinophobie. Dazwischen stehen die Bewohner von Ondarroa, die zusehen, wie ihre Stadt zur Bühne einer nationalen Debatte wird.
Was steht für Ondarroa bei diesem Vorfall auf dem Spiel
Der Vorfall mit dem Müllsack ist klein, aber symbolisch. In einer Gemeinde mit 8.000 Einwohnern ist die Moschee ein Referenzraum für eine Gemeinschaft, die laut den Daten der Debatte bereits fest verankert ist. Die Verurteilung durch den Stadtrat zielt darauf ab, dieses Zusammenleben zu schützen. Die Reaktion eines Teils der Bevölkerung zeigt, dass dieses Zusammenleben nicht garantiert ist.
Die Debatte entwickelte sich hin zu breiteren Themen: Migrationspolitik, die Rolle von Bildu, Sarracinophobie und Rassismus. Aber der Ursprung ist konkret: ein Müllsack vor der Tür einer Moschee. Es geht darum, ob diese Geste eine Anekdote oder ein Symptom ist. Die institutionelle Antwort ist gegeben. Die gesellschaftliche Antwort noch nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).
Vocento veröffentlicht Aufnahmen von 2011 eines Stadtrats aus Laredo in China, woraufhin dieser ausgeschlossen wird. Die zeitliche Nähe löst Kritik aus.
El Confidencial kündigte für 8 Uhr eine Meldung zum Fall Ábalos an; die Veröffentlichung deutet auf Begoña Gómez und die 615-Millionen-Euro-Rettung von Air Europa hin.
In ihrem Buch argumentiert Ana Morales, dass die Erschöpfung von Frauen strukturell bedingt ist: Doppelbelastung, mentale Last und die Zahl von 78 % überlasteter Mütter.
Forumdebatte darüber, ob PP und VOX in Spanien Hassdeliktgesetze abschaffen oder Festnahmen wegen Tweets und Liedern beibehalten würden: Zweifel an der Meinungsfreiheit.