Falsche-Flagge-Theorie gegen Sánchez vor Wahl am 21. November

Unbelegte Theorie behauptet, Sánchez plane einen Selbstanschlag vor der Wahl am 21. November im Spanien-Kontext.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Falsche-Flagge-Theorie gegen Sánchez vor Wahl am 21. November
Plant Sánchez einen Selbstanschlag vor dem 21. November?

Ein Video mit Beleidigungen gegen Pedro Sánchez, veröffentlicht von der PSOE, und der Umgebungsgeräuschpegel der Parade am 12. Oktober, den TVE offen ließ, während Journalisten die Proteste gegen den Präsidenten hervorhoben. Für Teile der öffentlichen Debatte sind dies keine Zufälle, sondern Generalproben für etwas Größeres. Eine in sozialen Medien kursierende Theorie besagt, dass die Regierung den Boden für einen versuchten Anschlag auf Sánchez – oder sein Umfeld – unmittelbar vor den Parlamentswahlen am 21. November bereitet, um die Umfragen zu drehen. Die Hypothese entbehrt jeglicher Beweise, hat aber in Kreisen, die der PSOE zutrauen, alles zu tun, um an der Macht zu bleiben, stark Fuß gefasst.

Vom Verdacht zum vollständigen Drehbuch

Die erste Reaktion war ein Name: Marokko. „Lo País hat gerade durchgesickert, dass Marokko während der Invasion von Ceuta mit mehreren Kriegsschiffen spanische Hoheitsgewässer verletzt hat“, schrieb ein Teilnehmer und setzte darauf, dass die Regierung in Ceuta Chaos stiften werde, um den Belagerungszustand auszurufen und die Wahlen auszusetzen. Die Anschlags-Theorie mutierte schnell zu einem Katalog von Szenarien: Ein Scharfschütze, der dem Präsidenten nur das Ohr streift, ohne Blutvergießen; eine Autobombe, verworfen, weil bei den Proben zwei Doubles starben; ein Anschlag in der Metro von Madrid mit Entgleisung und Hunderten Toten; oder das Opfer der eigenen Töchter des Präsidenten, um die Rechte zu beschuldigen. Alles passt in dieselbe Erzählung, und genau das entlarvt sie als Fiktion.

Das Argument, das die Theorie zerlegt

Gegen den Chor legte eine Stimme den technischen Bremsklotz: „Einen echten Selbstanschlag improvisiert Sánchez nicht am Donnerstagnachmittag. Du brauchst CNI, CNP, einen Bereitschaftsgerichtsmediziner, einen Ermittlungsrichter und eine gleichgeschaltete Presse, und keiner der zwanzig Beteiligten darf innerhalb von fünf Jahren auspacken.“ Das Argument ist stichhaltig: Wenn schon Nachrichten des Bundeskomitees nach zwei Tagen durchsickern, wäre eine Operation dieses Ausmaßes nicht haltbar. Die als machbar eingestufte Alternative ist der „Salon-Anschlag“: Ein Balkon, zwei institutionelle Tweets und achtundvierzig Stunden Märtyrertum ohne Schießpulver.

Der Kontext, der Misstrauen nährt

Misstrauen entsteht nicht aus dem Nichts. Im Hintergrund stehen Episoden wie die Mariachi-Versammlung in der Madrider PSOE, als Sánchez sich weigerte zurückzutreten, obwohl die Statuten dies nach dem Rücktritt der Hälfte plus eins des Vorstands verlangten, und er vom privaten Sicherheitsdienst des Parteihauses entfernt werden musste. Dazu kommen die Manipulation der internen Vorwahlen und der Plan zur späteren Rückkehr. Für viele macht diese Historie jedes Szenario plausibel. Für andere genau das Gegenteil: Wer all das überlebt hat, braucht keinen Anschlag zu fabrizieren.

Die Opposition spielt ebenfalls mit

Nicht alle zeigen auf die Regierung. Eine Strömung vertritt, dass die Opposition und ihre „gekauften Justizmedien“ Millionen Stimmen geliefert haben, indem sie Familienmitglieder des Präsidenten ohne harte Beweise und voller medialer Gerüchte beschuldigten. Die Schlussfolgerung dieser Linie ist ironisch: Danke, Feijóo. Die Paradoxie besteht darin, dass sich beide Strömungen gegenseitig verstärken: Je mehr über den Anschlag geredet wird, desto mehr über den Wahlkampf, und desto mehr wird vergessen, dass am 21. November an der Urne entschieden wird.



Verwirrend ist nicht eine der Theorien. Es ist, dass am Tag nach Eröffnung des Threads bereits 178 Antworten vorliegen und kein einziger Beweis. Die Diskussion dreht sich nicht darum, ob der Anschlag stattfindet, sondern ob jemand glauben würde, dass es möglich ist. Und angesichts des Materials lautet die Antwort: Ja.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (179 Antworten).

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