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Nur ein spanischsprachiges Land unter den Top 30 der IMO 2026
Die IMO 2026 lässt Peru als einziges spanischsprachiges Land unter den Top 30. Spanien liegt auf Platz 48, Brasilien auf Platz 11. Fehlt das Talent oder fehlt der Nachwuchs?
Nur ein spanischsprachiges Land unter den 30 besten der Welt in Mathematik
Die Internationale Mathematik-Olympiade 2026, die in Shanghai stattfand, brachte 666 Schüler aus 117 Ländern und Gebieten zusammen. Unter den 30 Bestplatzierten findet sich genau ein spanischsprachiges Land: Peru, auf Platz 27. Spanien landet auf Platz 48. Brasilien auf Platz 11. Das Ranking misst nicht die allgemeine Qualität eines Bildungssystems, hinterlässt aber eine unbequeme Frage: über das Talent, das entdeckt wird, und das, das verloren geht.
China, die USA und Russland: ein Podest, das sich nicht bewegt
China führt die Tabelle mit sechs Goldmedaillen an. Die USA sind Zweite mit vier Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille; Russland, auf Platz drei, mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen. Singapur (Platz vier), Vietnam (Platz fünf), Südkorea (Platz sechs) und Indien (Platz sieben) komplettieren eine Spitze, die von Asien dominiert wird. Die am häufigsten zitierte Beobachtung: Das US-Team von 2024 bestand aus vier Schülern chinesischer Herkunft, einem indischen und einem weißen – eine Zusammensetzung, die besser als jede Rede über Leistungsgesellschaft zeigt, wo sich der Nachwuchs konzentriert.
Brasilien verdient einen eigenen Abschnitt. Das portugiesischsprachige Land klettert auf Platz 11, weit über jede spanischsprachige Delegation hinaus. Manche führen das auf die japanische Gemeinde in São Paulo zurück, dieselbe These, die auch bei Peru wegen seiner japanischen Diaspora bemüht wird. Das ist eine bequeme und wahrscheinlich unvollständige Erklärung, deutet aber auf etwas Reales hin: Länder, die seit Jahrzehnten in Talentförderung investieren, ernten die Früchte.
Peru, die Ausnahme, die die Regel bestätigt
Peru ist keine Fata Morgana. Das Land war 2024 auf Platz 29, 2025 auf Platz 27 und wiederholt 2026 Platz 27, mit drei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Es ist das einzige spanischsprachige Land, das eine stabile Präsenz in der Elite hält. Mexiko erreichte 2023 Platz 14, ein Höhepunkt, der sich nicht wiederholte: In diesem Jahr ist es Platz 40. Spanien liegt auf Platz 48, Argentinien auf 57, Kolumbien auf 66 und Chile auf 96.
Der Vergleich mit Europa verstört. Unter Spanien folgen Österreich, Norwegen, Schweden, Irland, die Niederlande, Belgien, Dänemark und Finnland – das Land, das jahrelang als bildungspolitisches Vorbild verkauft wurde. Das Ranking misst nicht das Schulsystem, betont der Veranstalter selbst, sondern die Leistung einer Handvoll Schüler, die darauf trainiert sind, sechs extrem schwierige Aufgaben an zwei Tagen zu lösen. Genau deshalb ist es wichtig: Es zeigt, wie gut ein Land darin ist, seine besten Köpfe zu entdecken und auszubilden.
Fehlt das Talent oder fehlt der Nachwuchs?
Die kursierenden Erklärungen gehen in mehrere Richtungen. Eine verweist auf die Kultur: An englischsprachigen Schulen gibt es Mathematik-, Debattier- und Schachclubs als ganz normale Aktivitäten; im spanischsprachigen Raum ist das nicht üblich. Eine andere verweist auf die Anforderungen: In China wird der Stoff der Sekundarstufe bereits in der Grundschule unterrichtet, ohne Taschenrechner und ohne die Logik, aus Mitleid bestehen zu lassen. Eine dritte richtet den Blick auf die Lehrerausbildung und die speziellen Trainingsprogramme, die in Spanien von der Initiative einzelner Lehrkräfte abhängen.
Manche erinnern auch daran, dass der Mathematikunterricht in Spanien eine besondere Geschichte hat. Nach dem Bürgerkrieg sollen die Lehrstühle so verteilt worden sein, dass die Naturwissenschaften in den Händen von an der Sowjetunion ausgebildeten Lehrern landeten und die Geisteswissenschaften woanders. Die aus dem Russischen übersetzten Lehrbücher des Verlags Mir bildeten Generationen von Ingenieuren aus. Die Anekdote ist amüsant, erklärt aber nicht, warum wir 2026 immer noch auf Platz 48 stehen.
Die verstörende Zahl: Spanien war 2024 auf Platz 67. In diesem Jahr ist es Platz 48. Eine Verbesserung, ja. Es stimmt aber auch, dass Platz 48 bei einem Wettbewerb mit 117 Teilnehmern Spielraum lässt. Die Frage ist nicht, ob unsere Schüler schlecht sind – die, die es schaffen, konkurrieren auf außergewöhnlichem Niveau –, sondern wie viele auf dem Weg dorthin verloren gehen.
Ist es ein Problem des Bildungssystems, der gezielten Vorbereitung – oder nehmen andere Länder diese Wettbewerbe einfach viel ernster?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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