Nur 5 % der Spanier besitzen über 100.000 € an liquiden Mitteln

Während nur 5 % der Bevölkerung in Spanien über 100.000 € verfügen, leben die Hälfte der Menschen nur zwei Gehaltszahlungen von ernsthaften finanziellen Problemen entfernt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nur 5 % der Spanier besitzen über 100.000 € an liquiden Mitteln
Nur 5 % der Spanier haben 100.000 € flüssig

Nur 5 % der spanischen Bevölkerung verfügen über 100.000 Euro oder mehr in bar. Die Hälfte ist nur zwei Gehaltszahlungen von ernsthaften Problemen entfernt. Und 30 % haben nur noch 50 Euro, um den Monat zu überstehen. Dies sind Schätzungen aus einer Debatte darüber, wie viel Geld eine Durchschnittsperson in Spanien gespart haben sollte, und sie zeichnen das Bild eines Landes, in dem die Mehrheit am Rande der nächsten Überweisung lebt. Die Diskussion beginnt mit einer konkreten These: Eine alleinstehende Person mit einer abbezahlten oder fast abbezahlten Immobilie und einem Durchschnittsalter von 50 Jahren sollte mindestens 150.000 Euro Ersparnisse haben. Die Mehrheitsreaktion darauf ist keine Kalkulation, sondern ein Lachen.

Wie viel Geld der Durchschnittsspanier gespart hat

Die am häufigsten genannte Zahl ist kein offizieller Wert, sondern eine Schätzung: Nur 5 % der Bevölkerung haben 100.000 Euro oder mehr an liquiden Mitteln. Von dort aus wird das Bild noch unbequemer. Die Hälfte der Bevölkerung wäre nur zwei Gehaltszahlungen von ernsthaften Problemen entfernt. 30 % hätten nur noch 50 Euro bis zum Monatsende. Und 40 % würden sogar kleinste Besorgungen auf Kredit bezahlen.

Einige behaupten, dass die Mehrheit ihr Erspartes in der eigenen Immobilie gebunden hat und nicht auf der Bank. Das heißt: Vermögen vorhanden, aber keine Liquidität. Und hier zeigt sich die buchhalterische Falle, auf die viele hinweisen: Wenn man die Schulden zum Bargeld addiert, sind viele im Minus. Jemand, der bis zum 75. Lebensjahr eine Hypothek bedient, hat keine Ersparnisse, sondern eine Hypothek und etwas Bargeld auf dem Konto. Das sind unterschiedliche Dinge, die in der Schlagzeile oft vermischt werden.

Die abbezahlte Immobilie als Trennlinie. Der ursprüngliche Ansatz konzentriert sich auf ein sehr spezifisches Profil: eine alleinstehende Person, das Haus ist abbezahlt oder fast fertig, Alter 50. Für dieses Profil gelten 150.000 Euro. Die Diskussion driftet schnell zu einer unangenehmeren Frage ab: Und diejenigen, die kein abbezahltes Haus haben? Und diejenigen, die mit 45 Jahren eine 30-jährige Hypothek aufgenommen haben? Die Rechnung bricht in sich zusammen.

Warum kaum jemand 150.000 Euro Ersparnisse erreicht

Das spanische Durchschnittsgehalt reicht dafür nicht aus. Eine in der Debatte kursierende Rechnung macht es deutlich: Bei einem Durchschnittsgehalt würde das Sparen von 150.000 Euro bedeuten, etwa 110 % des Einkommens beiseitelegen zu müssen. Unmöglich. Erbschaften sind eine andere Sache. Und dafür gibt es Fälle: Jemand mit 38 Jahren, einem geerbten Haus und 60.000 Euro auf der Bank, auch wenn viel Geld in die Renovierung geflossen ist. Ein anderer unter 40, der mit 18 ein Apartment und ein Landhaus geerbt hat und über genügend Polster verfügt, um sich jahrelang keine Sorgen um das Einkommen zu machen. Er arbeitet hart, gibt wenig aus und ist Single.

Die Frage, die über allem schwebt, ist, was als Ersparnis gilt. Das Geld auf dem Konto? Das Immobilienvermögen? Die Summe aus beidem minus der Schulden? Je nach Sichtweise kann dieselbe Person reich oder pleite sein.

Sparen ist nicht nur eine Frage des Gehalts

Es gibt einen Faktor, der in die Diskussion einfließt, aber nicht in den Statistiken auftaucht: die Finanzkultur. Der Satz, der den Konsens zusammenfasst, lautet, dass die Finanzbildung in Spanien praktisch nicht existent ist. Es wird für Ausgehen, Tabak und Laster ausgegeben. Man lebt von Tag zu Tag. Und wer 10.000 Euro auf der Bank hat, wird als reich angesehen, auch wenn es ein lächerlicher Betrag ist.

Die Szene, die dies am besten beschreibt: Wer billige Kleidung und ein altes Auto fährt, hat oft Geld. Wer perfekt gekleidet in einem 40.000-Euro-SUV vorfährt, steht wahrscheinlich nicht vor dem Nichts, aber er hat auch kein freies Geld. Der Schein trügt.

Der Bias der Blase. In einem Umfeld, in dem man mit seinem Vermögen prahlt, wirft jemand ein, er besitze Immobilien im Wert von einer Million, und ein anderer antwortet, wenn man schon lügt, habe er 25 Millionen. Übertreibung als Antwort auf das Posieren. Denn wer wirklich Geld hat, erzählt es nicht.

Die Generation, die nicht spart, weil sie nicht kann

Das Profil des spanischen Sparers ist nicht das eines jungen Menschen mit hohem Gehalt. Es ist das von jemandem, der geerbt hat, keine Kinder hat oder seit Jahrzehnten das Haus abbezahlt hat. Ein 28-jähriger Beamter mit 65.000 Euro Ersparnissen ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Die Mehrheit schafft es nicht.

Und dann ist da die Altersfalle. Mit 50, mit Kindern, Hypothek und Ausgaben, verdampft das Ersparte. Wer dieses Alter ohne Kinder und ohne Hypothek erreicht, kann sich gewisse Luxusgüter leisten. Wer zwei Kinder und ein halb abbezahltes Haus hat, nicht. Die ursprüngliche Frage bezog sich auf eine alleinstehende Person mit abbezahltem Wohnraum. Das heißt, ein Profil, das in Spanien die Minderheit darstellt.

Was passiert, wenn die Hypothek um 400 Euro steigt

Die Diskussion dreht sich um die realen Auswirkungen von Zinserhöhungen. Jemand fragt, was mit denen geschieht, deren Hypothek um 400 Euro pro Monat steigt und die nicht zu den oberen 18 % gehören. Die Antwort findet sich nicht im Thread. Aber die implizite Information ist, dass eine solche Erhöhung jegliche Sparfähigkeit einer durchschnittlichen Familie aufzehrt.

Das Polster der Mehrheit. Die Schlussfolgerung aus all dem ist, dass das spanische Sparen eine statistische Illusion ist. Die Mehrheit hat nur ein Minimum für Unvorhergesehenes und nicht viel mehr. Das Vermögen steckt in Immobilien, nicht auf der Bank. Und die Liquidität, die es ermöglicht, eine Kündigung oder eine Hypothekensteigerung durchzustehen, ist ein Luxus der Minderheiten.

Die Vorhersage, mit Vorbehalt: Solange der Zugang zu Wohnraum das wichtigste Sparinstrument bleibt, wird sich das Bild nicht ändern. An dem Tag, an dem Immobilien nicht mehr als Rückzugsort dienen, werden viele entdecken, dass ihr Vermögen eine buchhalterische Illusion war. Und dann wird die Frage nicht mehr sein, wie viel sie gespart haben sollten, sondern wie viel sie verlieren können, ohne auf der Straße zu landen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (100 Antworten).

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