Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Niedergang des spanischen Reiches: keine Verschwörung
18 Mio. in den Kolonien, 11 Mio. in Spanien vs. 29 Mio. in Japan: Warum das spanische Reich scheiterte.
Niedergang des spanischen Reiches: keine Verschwörung
Was führte zum Untergang des größten Imperiums seiner Zeit? Es gibt keine einfache Antwort. Vielmehr zeigt sich ein Muster: nicht ein einzelner Schlag, sondern eine Anhäufung struktureller Faktoren untergrub die Fähigkeit der Monarchie, ein Gebiet von Kalifornien bis Feuerland zu halten.
Bevölkerung: Der unbestrittene Faktor
Das häufigste Argument ist demografischer Natur. Wie ein Teilnehmer anmerkt, war Spanien das einzige Imperium der Geschichte, das sich ohne nennenswerte manpower ausbreitete. Ende des 18. Jahrhunderts zählten alle spanischen Besitzungen —18 Millionen in Indien, 11 Millionen im kastilischen Kernland und zwischen einer und anderthalb Millionen auf den Philippinen— kaum mehr als 30 Millionen Einwohner. Japan hatte allein auf seinen Inseln 29 Millionen.
Der Vergleich mit den Nachbarn schmerzt. Im Jahr 1800 hatten die USA etwas mehr als 5 Millionen Einwohner, während Neuspanien über 6 Millionen zählte. Brasilien mit 3 Millionen war marginal. Innerhalb eines Jahrzehnts übertraf die US-Bevölkerung die von Neuspanien. Die unbequeme Schlussfolgerung: Das Imperium ruhte auf einer zu schmalen menschlichen Basis.
Gold, das Spanien verarmte ließ
Die massive Ankunft amerikanischer Edelmetalle bereicherte Kastilien nicht: Die Förderung war so extrem, dass sie Europa überschwemmte und die Preise fallen ließ. Als der Fluss abnahm, waren die Kassen bereits leer. Militärausgaben verschlangen alles: Söldner aus Deutschland, der Schweiz, Flandern, Irland und Italien, die laut einem anderen Teilnehmer etwa 80% der Truppen der Habsburger stellten.
Die Abhängigkeit vom Ausland war total. Demselben Bericht zufolge produzierte das Königreich, abgesehen von baskischen und katalanischen Gebieten, keine eigenen Manufakturwaren. Alles, besonders Kriegsmaterial, wurde importiert. Amerikanisches Gold finanzierte keine produktive Wirtschaft, sondern eine Kriegsmaschine, die Ressourcen verzehrte, ohne Wohlstand zu schaffen.
Flandern, Dreißigjähriger Krieg und europäische Erschöpfung
Der Achtzigjährige Krieg wird als Wendepunkt genannt. Spanien erholte sich nie von diesem endlosen Konflikt. Danach folgte der Dreißigjährige Krieg, der den Verlust der europäischen Hegemonie besiegelte. Der subsequent Spanische Erbfolgekrieg vollendete den Entzug der europäischen Territorien.
Einige behaupten, die Bourbonen seien nicht besser gewesen als die Habsburger, andere widersprechen: Unter den Bourbonen gab es im 18. Jahrhundert einen Aufschwung, gipfelnd unter Karl III. Die Debatte bleibt offen. Für einen anderen Teilnehmer war Spanien bereits eine zweite Reihe im europäischen Konzert, im Schatten von Franzosen, Briten, Österreichern, Preußen und sogar Russen.
Migration: Daten entkräften den Mythos
Die Zahlen zur spanischen Auswanderung nach Amerika sind das umstrittenste Feld. Eine im Diskurs genannte Berechnung spricht von 200.000 Spaniern im 16. Jahrhundert, vor allem in der ersten Hälfte nach der Eroberung. Andere Schätzungen erhöhen dies auf 300.000 oder sogar eine halbe Million. Zwischen zwei und vier Millionen überquerten den Atlantik, auch nach der Unabhängigkeit der Kolonien. Und in weniger als hundert Jahren, von 1882 bis 1965, fast fünf Millionen.
Die niedrigsten Berechnungen, die von nur 50.000 sprechen, werden mit gesundem Menschenverstand angezweifelt: Mit so wenigen Menschen wäre es praktisch unmöglich gewesen, Hunderte von Städten zu besiedeln und zu entwickeln, geschweige denn ein Gebiet von Kalifornien bis Feuerland zu kontrollieren.
Verwaltung: Korruption und Chaos
Korruption und chaotische Verwaltung tauchen als wiederkehrende Faktoren auf. Laut einem Teilnehmer wurden die Vizekönigreiche zu Pseudo-Staaten, die, wenn es den lokalen Eliten passte, die Unabhängigkeit wählten, um alle Ressourcen zu kontrollieren. Ein anderer argumentiert, die Unabhängigkeitskriege waren nicht nur Konflikte zwischen Spanien und seinen Kolonien, sondern auch Abspaltungen von Eliten, die Macht akkumuliert hatten und sich von der Metropole lösen wollten.
Auch die katholische Kirche und Kreditgeber stehen in der Kritik. Ein Teilnehmer merkt an, dass das spanische Volk wenig von diesem Imperium profitierte. Reichtum konzentrierte sich bei einer Minderheit, während die Mehrheit die Kosten trug.
Verschwörungstheorien
Verschwörungstheorien fehlen nicht. Freimaurerei, Verrat durch Eliten, Rentiers... Solche Erklärungen kursieren im Diskurs. Das Material deutet jedoch auf eine Kombination struktureller Faktoren hin: unzureichende Demografie, unproduktive Wirtschaft, endlose Kriege und eine unfähige Verwaltung für ein unüberschaubares Territorium.
Am Ende lautet die Frage nicht, warum das Imperium fiel, sondern wie es so lange durchhielt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (209 Antworten).
Koniferen und aromatische Sträucher versus immergrüne Eichen: Der südlichste Buchenwald Europas liegt auf der Meseta, während die Aleppo-Kiefer oft als Aufforstung gilt.