Navantia testet die S-81 und das AIP-System, das Japan und Deutschland wollen

Die S-81 Isaac Peral versenkt am 26. Oktober bei einer Sinkex das Patrouillenboot Infanta Elena, während Navantia über sein 30-Tage-AIP-System mit Japan und Deutschland verhandelt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Navantia testet die S-81 und das AIP-System, das Japan und Deutschland wollen
Die S-81 feiert Premiere mit der Versenkung eines Patrouillenboots, während Navantia über sein AIP-System mit Japan und Deutschland verhandelt

Das U-Boot S-81 Isaac Peral hat im Oktober einen Termin: die Versenkung des ausgemusterten Patrouillenboots Infanta Elena mit einem DM2A4-Torpedo während der Übung Sinkex 26. Das ist keine bloße Machtdemonstration. Es ist der öffentliche Beweis, dass die S-80-Klasse nach Jahren von Rückschlägen nun wirklich schießen kann. Und die Botschaft richtet sich nicht nur an den Meeresboden: Sie richtet sich auch an Rabat, Tokio und Berlin.

Navantias AIP-Antriebssystem würde, den kursierenden Zahlen zufolge, Tauchfahrten von bis zu 30 Tagen ermöglichen, mit bereits laufenden Tests, die manche auf 30-35 beziffern. Japan und Deutschland, so heißt es, seien an der Technologie für ihre konventionellen U-Boote interessiert. Die S-83 ist der Prüfstand. Ein einziges U-Boot dieses Typs, so das Argument, würde ausreichen, um den Hafen von Tanger zu blockieren.

Das AIP-System: 30 Tage unter Wasser und ein ungelöstes Batterieproblem

Der Schlüssel des AIP-Systems ist die Tarnung, nicht die Geschwindigkeit. Bei 3 oder 4 Knoten auf Patrouille ist die Reichweite enorm. Bei Volldampf für eine schnelle Flucht: nur wenige Stunden, denn das BEST-System lädt die Batterien nicht so schnell nach, wie sie verbraucht werden. Das ist der eigentliche Engpass.

Die nächste Grenze ist die Batterie. Die Rede ist von einem Navantia-Projekt, dessen Einzelheiten nicht durchsickern. Die Japaner setzen auf Lithium, das mehr Reichweite bietet; die Chinesen arbeiten an Festkörperbatterien, ein qualitativer Sprung, der das Spielfeld verändern würde. Die genaue Dauer des AIP-Systems ist geheim: offiziell 21 Tage, mit internen Indiskretionen, die auf 30-35 bei bereits laufenden Tests hindeuten.

Taucht ein konventionelles U-Boot gegen Marokko etwas?

Die Geografie entscheidet. Die marokkanische Küste liegt nur wenige Dutzend Seemeilen entfernt, und die S-80 würde unter eigenem Luft- und Marine-Schutzschirm operieren. Für dieses Szenario, so manche Analysen, sei das AIP-System sogar überflüssig: Mit Hunderten Tonnen Batterien und 200.000 kWh Reserve ab Hafen reichte es zum Patrouillieren und Entkommen. Das Atom-U-Boot bleibt dennoch in puncto Ausdauer überlegen; das konventionelle gewinnt bei Preis und Küstentarnung.

Das andere Standbein ist die Abschreckung. Eine Waffe, von der der Gegner nicht glaubt, dass man sie einsetzt, schreckt nicht ab. Und dort liegt die härteste Diagnose des Materials: die Wahrnehmung, dass Spanien selbst bei einem Eindringen von Kriegsschiffen in Hoheitsgewässer nicht das Feuer eröffnen würde. Die Fregatte Santa María und das BAM Rayo, so wird erinnert, waren die Antwort auf den marokkanischen Vorstoß, der später bekannt wurde.

Sinkex 26 und der Oktober-Kalender

Die Übung findet nach den verfügbaren Daten westlich der Insel El Hierro statt, fern der marokkanischen Küste, aber mit der Botschaft in Reichweite. Die Infanta Elena, ein veraltetes Patrouillenboot, dient als Ziel. Die Frage, die in der Luft liegt: Haben wir die Torpedo-Codes, oder schießen wir Baumstämme durch die Rohre? Die Ironie fasst den Skeptizismus gegenüber der Befehlskette zusammen.

Der Kalender überschneidet sich mit anderen Themen: die Bahnzwischenfälle der letzten Tage und die Innenpolitik trüben die Erzählung. Zum Zeitpunkt dieser Diskussion waren die Manöver noch nicht durchgeführt.

Ceuta, Melilla und die Debatte über die echte Verteidigung

Die Diskussion driftet zur Landverteidigung. Manche behaupten, Ceuta sei uneinnehmbar und Melilla verteidigbar; andere entgegnen, Marokko brauche keine Schiffe: Es würde die Enklaven zu Land nehmen, und nur eine amphibische Landung — etwas, das selbst die USA nicht wagen würden — würde das Drehbuch ändern. Wenn die Städte spanisch bleiben, so das Fazit, dann, weil es Rabat passt.

Der Kern ist die Entschlossenheit. Es wird argumentiert, die aktuelle Regierung würde aus Ideologie und Wahlkalkül keine Gefallenen im Kampf in Kauf nehmen, und die Bevölkerung toleriere Korruption, aber keine Särge. Demgegenüber die Gegenthese: Spanien verliert einen konventionellen Krieg gegen Marokko nicht einmal, wenn es wollte, und die offizielle Erzählung wüsste alles Nötige zu verkaufen.

Drohnen, Atom-U-Boote und die Zukunft von Navantia

Die Kriege in der Ukraine und im Iran haben die Regeln neu geschrieben. Manche Analysen bezweifeln, dass ein bemanntes U-Boot Dutzenden billigen Unterwasserdrohnen überlegen ist, und fordern, dass Navantia mit dem gesammelten Know-how unbemannte Fahrzeuge entwickelt. Der entscheidende Vektor, so wird betont, bleibt das Atom-U-Boot mit einem anständigen Trägersystem.

Der spanische Ansatz ist ein anderer: ein exportierbares SSK mit AIP. Wenn Japan und Deutschland es wollen, könnte der industrielle Ertrag größer sein als der militärische. Die Prognose, mit Vorbehalten: Die Sinkex 26 wird den Torpedo beweisen, nicht den politischen Willen, ihn einzusetzen. Und das ist ein anderer Krieg.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (57 Antworten).

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