Navantia erprobt U-Boot S-81 und AIP-System, das Japan und Deutschland interessiert

Die S-81 Isaac Peral wird das Patrouillenboot Infanta Elena bei der Sinkex am 26. Oktober versenken. Navantia erprobt das AIP-System, an dem Japan und Deutschland interessiert sind.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Navantia erprobt U-Boot S-81 und AIP-System, das Japan und Deutschland interessiert
Die S-81 Isaac Peral gibt ihr Debüt mit der Versenkung eines Patrouillenboots bei der Sinkex 26

Das spanische U-Boot S-81 Isaac Peral soll das ehemalige Patrouillenboot Infanta Elena mit einem DM2A4-Torpedo während der Übung Sinkex 26 versenken, die im Oktober stattfindet. Die Nachricht, die zunächst in einem Wirtschaftsforum verbreitet wurde, hat eine Debatte über die tatsächliche Abschreckungskraft der spanischen Marine und über das AIP-Antriebssystem ausgelöst, das Navantia bereits auf der S-83 erprobt.

Die Ankündigung der Marineübung kommt mit einer expliziten Warnung in Richtung Marokko: „Ein einziges dieser Boote blockiert den Hafen von Tanger und die gesamte marokkanische Marine“, heißt es in der Diskussion. Die Aussage ist eine Forums-Hypothese, kein offizielles Faktum, aber sie fasst den Ton zusammen, mit dem die Nachricht in bestimmten Kreisen aufgenommen wurde.

Was ist das AIP-System und warum interessiert es Japan und Deutschland

Das AIP-Antriebssystem (Air Independent Propulsion), das Navantia entwickelt, hat das Interesse Japans und Deutschlands an konventionellen U-Booten geweckt, so die These in der Debatte. Die Rede ist von bis zu 30 Tagen Tauchfahrt, eine Zahl, die es auf dem Markt nicht gibt, wobei eingeräumt wird, dass der exakte Wert geheim ist und dass durchgesickerte Informationen auf 21 bis 35 Tage hindeuten.

Der kritische Punkt, so technisch versierte Stimmen, sei, dass diese Reichweite nur bei 3 oder 4 Knoten auf Patrouillenfahrt erreicht wird. Muss das U-Boot die Maschinen auf volle Leistung bringen, um zu entkommen, sinkt die Dauer auf wenige Stunden, weil das BEST-System die Batterien nicht so schnell aufladen kann, wie sie verbraucht werden. Der Schlüssel liegt im Batteriewechsel, mit Lithium- und Festkörperprojekten auf dem Tisch.

Die Debatte über Abschreckung: Technik oder Entschlossenheit?

Die Diskussion verlagert sich schnell auf ein unbequemeres Thema: den politischen Willen, Gewalt einzusetzen. „Kriege werden nicht von Technik gewonnen, sondern von Menschen“, fasst eine der Positionen zusammen. Die Antwort darauf ist deutlich: „Ohne Technik geht gar nichts.“ Der Austausch spiegelt die klassische Spannung zwischen denen wider, die das Material priorisieren, und denen, die die Entschlossenheit als das eigentliche Problem sehen.

In diesem Zusammenhang wird der Grüne Marsch von 1974 als Beispiel dafür genannt, dass fehlende Mittel nicht der entscheidende Faktor waren. Der historische Vergleich dient dazu, ein härteres Argument einzuführen: Spanien würde aus Angst vor Verlusten nicht auf feindliche Schiffe schießen, und die gesamten Verteidigungsausgaben dienten eher dem Schutz der Migrantenbevölkerung als der nationalen Souveränität. Dies sind zugeschriebene Meinungen, keine Fakten.

Die Angst vor Marokko und die politischen Kosten eines Krieges

Ein Teil der Analyse vertritt die Auffassung, dass die aktuelle Regierung aus ideologischen Gründen und wegen der politischen Kosten von Verlusten einen bewaffneten Konflikt mit Marokko fürchtet. „Diese Regierung kann es sich nicht erlauben, auch nur 10 Verluste zu haben, während es Marokko egal ist, 1000 zu verlieren“, so das Argument. Die daraus gezogene Schlussfolgerung: Die spanische Abschreckung wird von den Gegnern als nicht existent wahrgenommen.

Der Gegenargumentation lässt nicht lange auf sich warten: Spanien würde einen konventionellen Krieg gegen Marokko selbst dann nicht verlieren, wenn sie es wollte, und die Regierung habe genug erzählerische Fähigkeiten, um ihrem Wählerkreis jedes Szenario zu verkaufen. Der König wiederum hat von Ceuta aus gewarnt, dass Souveränität und territoriale Integrität „nicht verhandelbar sind: sie sind unbestreitbar“ – eine Botschaft, die als Erinnerung an den offiziellen Rahmen zitiert wird.

Unterwasserdrohnen und die Zukunft des Seekriegs

Die Diskussion endet mit einer strategischen Frage: Ist ein U-Boot der S-80-Klasse Dutzenden kostengünstigen Unterwasserdrohnen überlegen? Die Erfahrungen der Ukraine und des Iran haben die Regeln des konventionellen Krieges verändert, und manche meinen, entscheidend bleibe ein gutes nukleares Trägersystem. Navantia, so das Argument, sollte Unterwasserdrohnen entwickeln und dabei das erworbene Wissen nutzen.

Das Ende bleibt offen. Die Nachricht über die Sinkex 26 ist konkret, aber die Debatte darüber, ob Spanien bereit ist, ihre U-Boote in einem echten Konflikt einzusetzen, ist noch nicht abgeschlossen. Die am häufigsten geäußerte Prognose lautet, dass die Übung im Oktober stattfinden wird und die Infanta Elena am Ende auf dem Meeresgrund liegen wird. Was danach passiert, mit Marokko oder wem auch immer, ist eine andere Sache.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (46 Antworten).

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