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Mythos der Internationalen Brigaden verdrängt spanische Republikaner
Debatte darüber, warum das Narrativ die Internationalen Brigaden verherrlicht und Spanier wie Amado Granell vergisst, der 1944 Paris befreite.
Der Mythos der Internationalen Brigaden und der vergessene spanische Soldat
Warum verherrlicht das Narrativ des Spanischen Bürgerkriegs ausländische Freiwillige und erinnert sich kaum an die Spanier, die Paris einnahmen? Diese Frage durchzieht eine Debatte mit 130 Antworten, die seit 937 Tagen offen ist und auf eine unbequeme These hindeutet: Internationalismus als Ersatz für den eigenen Patriotismus.
Der Ausgangspunkt ist ein konkreter Name: Amado Granell, der spanische Exilant, der bei der Befreiung das Pariser Rathaus übernahm, in Afrika kämpfte, in der Normandie landete und eine Beförderung zum Kommandeur der französischen Armee ablehnte, um nicht die spanische Staatsangehörigkeit zu verlieren. Die Prämisse des ursprünglichen Beitrags lautet, dass ihn fast niemand kennt, während jede Bar mit aktivistischem Anspruch nach Garibaldi benannt ist, nach den Internationalen Brigaden.
Waren die Internationalen Brigaden entscheidend?
Die militärische Leistung ist der erste Riss im Mythos. Es wird argumentiert, dass die Brigaden weder quantitativ noch qualitativ entscheidend waren und ihr reales Gewicht propagandistisch und romantisch war. Dem gegenüber steht eine andere Strömung, die sie als Stoßtruppen mit starker ideologischer Motivation verteidigt, die entsandt wurden, um Lücken in Offensiven zu stopfen, und dass diese zusätzliche Freiwilligkeit sie besser als Zwangsrekruten agieren ließ.
Das am häufigsten angeführte Parallele ist die Blaue Division: hochmotivierte Freiwillige, die unter extremen Bedingungen gut leisteten. Der Unterschied, so wird argumentiert, besteht darin, dass auf der nationalistischen Seite kein Mythos um Deutsche, Italiener oder marokkanische Truppen aufgebaut wurde, obwohl ihr Beitrag manchmal entscheidend war. Das italienische Expeditionskorps wurde sogar in der nationalistischen Zone verspottet, bevor sich das Blatt im Zweiten Weltkrieg wendete.
Das Vergessen des spanischen republikanischen Kämpfers
Die zentrale These deutet auf eine Verachtung des Eigenen hin. Es heißt, der republikanische Kämpfer werde nicht geehrt, seine Geschichten würden nicht erforscht, ebenso wenig wie sein ehrenhaftes Verhalten, und das Interesse verschiebe sich auf den ausländischen Freiwilligen. Die häufigste Antwort ist der Minderwertigkeitskomplex: die Idee, dass das Ausländische immer besser sei und dass ausländische Sympathisanten kommen würden, um die Lage zu retten.
Einige differenzieren, dass Bewunderung für den Freiwilligen keine Verachtung für den Rekruten impliziere, und dass der Brigadist eine schwierige Reise hinter sich habe, was ihm eine höhere Motivation gebe. Aber der eigentliche Vorwurf ist nicht militärisch, sondern identitär: Man bewundert denjenigen, der für Ideen stirbt, nicht denjenigen, der für sein Vaterland kämpft und versucht, nicht zu sterben. Die Unterscheidung zwischen dem professionellen Krieger und dem idealistischen Fanatiker prägt einen großen Teil der Uneinigkeit.
Marokkanische Truppen und doppelte Standards
Die andere Front der Debatte betrifft die marokkanischen Regulares. Einige beschreiben sie als freiwillige Soldaten der spanischen Armee, mit Wehrpass und Sold, und erinnern daran, dass es Kriegsgerichte und Hinrichtungen wegen schwerer Verbrechen gab. Andere behaupten, das Kommando habe Plünderungen und Vergewaltigungen toleriert oder gefördert als Ausgleich für den geringen Sold, gemäß dem Muster von Raubzügen im Rif.
Der Austausch wird hitzig und führt zu gegenseitigen Anschuldigungen darüber, welche Seite mehr Menschen hinrichtete. Relevant für die Sache ist der angeprangerte doppelte Standard: Der marokkanische Soldat wird dafür kritisiert, gekommen zu sein, um Spanier zu töten, während der ausländische Brigadist verherrlicht wird, der nach derselben Logik ebenfalls gekommen war, um Spanier zu töten. Diese Symmetrie stört beide Seiten.
Die Diskussion erstreckt sich auf die spätere Repression, auf Schnellverfahren, die Jahrzehnte später für nichtig erklärt wurden, und darauf, ob Franco den Krieg ohne britischen Druck verlängert hätte. All das bleibt im Hintergrund. Der Kern bleibt derselbe: Ein Land, das seinen Kriegsnarrativ mit ausländischen Namen konstruiert und die eigenen vergisst. Mit diesem Material sagt jede Ehrung mehr über den Ehrenden aus als über den Geehrten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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