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Musks Cybercab: Fahrerloses Taxi fährt jetzt in Austin
Teslas Cybercab, ein autonomes Taxi ohne Lenkrad, fährt inzwischen in Austin, während Europa über FSD debattiert: Die entscheidende EU-Abstimmung findet am 6. Oktober statt.
Das Cybercab ohne Lenkrad fährt bereits in Austin, und Europa legt einen Termin fest
Um eines zu rufen, öffnet man eine App. Man setzt sich, die Tür klappt nach oben, und das Gerät fährt los – ohne jemanden am Steuer. Denn es gibt kein Lenkrad. Auch keine Pedale. Das Cybercab, der Zweisitzer, mit dem Tesla sein Robotaxi-Geschäft aufbauen will, fährt bereits im operativen Flottendienst durch die Innenstadt von Austin, und genau dieses Detail unterscheidet diese Ankündigung von der langen Liste von Versprechen, die sich Elon Musk angesammelt hat. Für die einen ist es der Anfang vom Ende des Taxis, wie wir es kennen. Für die anderen Marketing in Neon verpackt.
Ein Taxi mit zwei Plätzen, kein Auto für dich
Man sollte mit dem beginnen, was es nicht ist. Das Cybercab ist zumindest vorerst nicht als Privatfahrzeug gedacht: Es ist ein Flottenfahrzeug, mit Abo und Formular für Unternehmen. Zwei Sitze und ein riesiger Kofferraum. Die Begründung ist so einfach wie unbequem: Etwa 90 % der Taxifahrten werden von ein oder zwei Personen unternommen. Die Flotte wird durch viersitzige Model Y ergänzt, wenn die Gruppe größer ist.
Die nach oben öffnenden Türen sind kein ästhetischer Gag – sie brauchen beim Parken weniger Platz und sind in Japan seit Jahrzehnten üblich –, auch wenn sie im Video eher an ein Raumschiff aus einem Videospiel erinnern als an ein Alltagsauto. Mehrere Beobachter merken an, dass die Typografie zu sehr an Cyberpunk 2077 erinnert. Wir werden sehen, ob das Auto ab Werk genauso aussieht.
Level 4, Geofencing und die Linie, die man nicht überschreiten sollte
Hier steht der Kleingedruckte, den die Schlagzeile auslässt. Das System, das in Austin läuft, ist SAE Level 4: hundert Prozent autonom innerhalb vorab kartierter Zonen, außerhalb überwacht. Es ist nicht Level 5. Der Abstand zwischen beiden sei, so die Optimisten, kein technischer, sondern ein regulatorischer: Das Auto kann es längst, das Gesetz lässt es nicht zu. Das überwachte FSD, das in den Teslas auf der Straße verbaut ist, bleibt Level 2 – genau wie das der Konkurrenz.
Das autonome Fahren ohne LiDAR, nur mit Kameras, ist Musks Wette – und zugleich ihr größter Verdachtsmoment.
Der europäische Kalender: Slowenien schon, Spanien wartet
Das überwachte FSD wurde zuerst in den Niederlanden genehmigt, inzwischen haben sechs EU-Länder grünes Licht, Slowenien als letztes. Frankreich, den aktuellen Prognosen zufolge, folgt nächsten Monat. Spanien wartet vorerst auf eine allgemeine europäische Abstimmung, die für den 6. Oktober angesetzt ist, während das Verkehrsministerium und die DGT (Spaniens Verkehrsbehörde) beobachten, wie sich die anderen bewegen. In Madrid laufen bereits Tests mit überwachendem Menschen.
Brüssel, mit Frankreich an der Spitze, will, dass Tesla die Option streicht, mit der das System die Geschwindigkeitsgrenzen außer Kraft setzen kann. Das eigentliche Argument: Ein Verbot würde niemanden vom Rasen abhalten, es würde die Leute nur dazu bringen, den Assistenten abzuschalten und selbst aufs Gas zu treten.
Abo, Werbung und das Gespenst von 99 Euro im Monat
Vom Geschäftsmodell ist wenig kostenlos. Das FSD läuft per Abo, rund 99 Euro im Monat, jederzeit ein- und ausschaltbar. Die Premium-Konnektivität kostet 9,99 extra. Die Software wird over-the-air aktualisiert, selbst acht Jahre später, ganz ohne Werkstattbesuch. Und manche zeichnen bereits den nächsten Schritt: Werbung auf dem Taxi-Bildschirm, kostenpflichtiges WLAN und Tariferhöhungen in Schichten.
Während in Austin die Neuigkeit vermarktet wird, betreiben chinesische Hersteller bereits autonome Taxis und Busse in mehreren Städten – zum Pauschalpreis von zwei Euro pro Fahrt. Die verstörende Zahl ist nicht, wie lange Tesla braucht, um dorthin zu kommen. Sondern dass es an einem Ort ankommt, wo schon jemand anderes kassiert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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