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Der Petrodollar wankt: Was Trump nicht kommen sah
Der Iran verlangt Yuan, die US-Schulden verschlingen eine Billion an Zinsen, und der Petrodollar bekommt Risse. Steht der Dollar als Weltwährung vor dem…
Neigt sich die Herrschaft des Dollars als Reservewährung dem Ende zu?
Die Warnsignale häufen sich: Der Iran verlangt Yuan für Öltransporte durch die Straße von Hormus, die BRICS machen bei Transaktionen in Landeswährungen Fortschritte, und die US-Schulden verschlingen allein eine Billion Dollar an Jahreszinsen. Währenddessen schlägt die EU eine Ölpreisdeckelung vor, als könnte sie das Gesetz der Schwerkraft außer Kraft setzen. Die Frage, die nur wenige laut stellen, lautet: Stehen wir am Anfang vom Ende des Petrodollars?
Die Straße von Hormus: das erste Leck am Hahn
Die Geste des Irans, für das durch Hormus fließende Rohöl Yuan zu verlangen, ist keine geopolitische Laune: Es ist der erste Stein, der aus der Mauer des Petrodollars fällt. Die atomgetriebenen Flugzeugträger der USA kommen nicht einmal näher als 1.000 Kilometer an die iranische Küste heran – ein Detail, das den Analysten, die das energetische Kräftemessen verfolgen, nicht entgeht. Wenn Saudi-Arabien – wie die diplomatischen Bewegungen vermuten lassen – sich am Ende Peking statt Washington zuwendet, bricht der Kreislauf. Weniger Dollarnachfrage für den Ölkauf bedeutet weniger Möglichkeiten für die USA, ihr Defizit in der eigenen Währung zu finanzieren.
Eine Billion an Zinsen: die Ponzi-Wirtschaft
Die Zahl, die am meisten wehtut: Die USA zahlen jährlich eine Billion Dollar allein für die Zinsen ihrer Schulden. Das ist keine Zahl: Das ist ein Urteil. Die Gelddruckmaschine läuft auf Hochtouren, um die Schulden von gestern zu bedienen. Das ist, wie bereits angemerkt wurde, keine Wirtschaft, sondern ein Schneeballsystem unter Sternenbanner. Wenn die großen Anleihehalter (Japan, China) beginnen, ihre Positionen abzubauen, kommt der Kollaps nicht in fünfzehn Jahren, sondern innerhalb von Monaten.
Brüssels Trinkspruch auf die Sonne: Öl deckeln
Der europäische Vorschlag, den Ölpreis zu deckeln, ist nach den schonungslosesten Analysen die Fantasie eines Bürokraten, der nie einen Markt verstanden hat. Liegt die Obergrenze unter dem Marktpreis, lenken die Produzenten ihr Rohöl einfach nach Asien um. Europa geht das Angebot aus, und die Preise schießen wegen der Knappheit in die Höhe. Weder die USA noch Saudi-Arabien noch Russland werden einen solchen Unsinn akzeptieren. Energie lässt sich nicht verordnen; sie wird über Geopolitik verhandelt.
Das Szenario, das die verfügbaren Daten zeichnen, ist nicht das einer weiteren Krise, sondern das eines systemischen Verfalls. Der Sturz des Dollars als Reservewährung wird keine weiche Landung sein; es wird ein Aufprall auf den Boden sein. Und wenn ein Imperium verfällt, wird es unberechenbarer und gefährlicher. Das Ende ist vorerst offen. Aber eines ist sicher: Wer glaubt, das ließe sich mit einer Preisdeckelung oder einer Militärkoalition nach Irak-Vorbild lösen, wird eine Überraschung erleben. Sleepy Donald hatte das nicht kommen sehen – und Europa auch nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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