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Moncloa trifft Banken und Bauträger zur Wohnungsfrage
Sánchez lädt in Moncloa zu einem Gipfel mit Banken, Bauträgern und Gewerkschaften über Wohnkosten und Finanzierung ein.
Sánchez versammelt Banken, Bauträger und Gewerkschaften zum Thema Wohnraum
Die Banken waren nicht vorbereitet. Sie sind den Austausch mit dem Wirtschaftsministerium gewohnt und wurden nun von einer Einladung aus der Präsidialkanzlei überrascht. Pedro Sánchez lädt am Donnerstag um 10:30 Uhr ins Moncloa-Palastbüro die Spitzenvertreter des Finanz-, Immobilien- und Gewerkschaftssektors ein, um über Wohnungspolitik und Finanzierungsengpässe zu sprechen. Der offizielle Grund ist technischer Natur; der inoffizielle lässt eine wahltaktische Lesart zu, da im Kalender Wahlen im Baskenland und Katalonien anstehen. Nichts davon ist neutral: Jeder, der an diesem Tisch sitzt, hat etwas auf dem Spiel.
Wer sitzt am Tisch in Moncloa?
Sánchez kommt nicht allein. Anwesend sein werden die Ministerin für Wohnbau, Isabel Rodríguez; der Staatssekretär für Wohnbau, David Lucas; der Generalsekretär für Stadtentwicklung, Iñaqui Carnicero, und die Sekretärin der Präsidialkanzlei, Judit Alexandra González Pedraz. Auf der anderen Seite sitzen Juan Antonio Gómez Pintado (Präsident APCE), Juan Casares (Concovi) und Juan José Perucho (AGV) als Vertreter der Bauträgerseite. Die AEB unter Alejandra Kindelán und Ceca unter José María Méndez repräsentieren die Banken, während Pedro Fernández Alén den Bauarbeitgeberverband CNC führt. CCOO und UGT runden das Treffen ab. Unterschiedliche Interessen an einem einzigen Tisch. Einige warnen, dass ein solches Forum nur funktioniert, wenn öffentliche Grundstücke zu vernünftigen Preisen verfügbar sind und nicht mehr als spekulative Assets behandelt werden.
Warum misstrauen die Banken dem Treffen in Moncloa?
Die Institute haben zwei Hauptexposures gegenüber dem Immobiliensektor: die zugewiesenen Vermögenswerte, die in den letzten Jahren reduziert wurden, und die Finanzierung. Die Verhandlungen zwischen Regierung und Banken sind noch nicht abgeschlossen, und über dem Treffen schwebt der Verdacht, es könnte eine Vorankündigung im Wahlkampfmodus sein. Das Umfeld hilft nicht: Im März stieg die Inflation in den USA auf 3,5 % und die Kerninflation auf 3,8 %, was die Erwartungen an Zinssenkungen dämpfte, während Brent-Rohöl die Marke von 90 Dollar überschritt. Vor diesem Hintergrund ist günstige Finanzierung rar gesät.
Der Engpass, der den Bausektor seit der Blase belastet
Die Branche fordert seit Jahren ein neues Bodengesetz (Ley del Suelo) zur Erleichterung von Nutzungsänderungen, ein Entindexierungsgesetz, das die Preisüberprüfung verbot, sowie Obergrenzen im öffentlichen Vergaberecht. Auf dem Tisch liegen zudem Fragen zur Steuerpolitik im Wohnsektor, Garantien und Kredite für die Industrialisierung des Bauens. Aber das Problem, das sich nicht per Dekret lösen lässt, ist der Fachkräftemangel. In Bergdörfern in Katalonien und Aragón pendeln Skilift-Mitarbeiter und Tourismusbeschäftigte in Wohnmobilen und Vans, weil sie sich keine Miete leisten können. Der Mangel an erschwinglichem Wohnraum verdrängt auch Lehrer und Gesundheitspersonal, die sich sonst im Pyrenäenraum niederlassen könnten. Und im Diskurs wird angemerkt, dass Schlafen im Auto zudem illegal ist.
Öffentliche Hilfen, die letztlich den Preis treiben
Eine Strömung der Analyse besagt, dass ein Großteil der Kauf- und Mietzuschüsse von Banken und Eigentümern abgeschöpft wird. Der Mechanismus ist einfach: Je mehr öffentliches Geld in den Markt fließt, desto größer der Spielraum für Preiserhöhungen. Mieterhilfen degenerieren zu Mietsteigerungen. Dies ist dieselbe Kritik, die bei Maßnahmen gegen Strompreise laut wurde, als die Rechnung am Ende höher ausfiel als zuvor. Andere fügen einen Aspekt hinzu, der beide Seiten unangenehm berührt: Wenn das reale Angebot nicht steigt, verschiebt jede Subvention nur das Geld und beschleunigt die Blase.
Versprochener öffentlicher Wohnraum und Lärm um illegale Besetzungen
Immer wenn über Wohnraum gesprochen wird, taucht derselbe Konflikt auf: angekündigter, aber nie gelieferter öffentlicher Wohnraum. Es fragt man nach den 200.000 versprochenen sozialen Wohnungen und ob der Plan die Bedürftigen erreicht. Gleichzeitig fordern Teile der Eigentümer härteres Durchgreifen gegen illegale Hausbesetzungen, die sie als Hindernis für die Vermietung sehen. Diese beiden Forderungen passen schlecht zusammen: mehr öffentliches Angebot zu verlangen und gleichzeitig Rechtssicherheit für private Eigentümer zu signalisieren. Jemand muss entscheiden, was schwerer wiegt.
Das Ringen zwischen Rentabilitätsdenken und Wohnen als Recht
Ein Großteil der Unzufriedenheit richtet sich gegen einen Immobilienbestand, der zum Wertlager geworden ist. Genau beobachtet werden die Abschaffung der sogenannten Golden Visa, das Wohnbaugesetz (Ley de Vivienda) und die Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt, die als Vorhut strengerer Maßnahmen gelten. Eigentümer argumentieren, dass ohne sie kein neues Angebot entsteht und rechtliche Unsicherheit Investoren abschreckt. Die Spannung ist nicht nur auf Spanien beschränkt. In Vietnam verurteilte ein Gericht eine Immobilienmagnatin zum Tode in einem der größten Korruptionsfälle des Landes mit einem geschätzten Schaden von 27 Milliarden Dollar. Die Anekdote lädt nicht zur Verallgemeinerung ein, zeigt aber, wie hart die Strafe für Immobilienvergehen sein kann, wenn der Skandal enorm ist.
Dass Wohnraum heute ein Zugangs- und Angebotsproblem ist, geben fast alle Gesprächspartner zu. Ob der Tisch in Moncloa mehr bringt als ein Foto, unterschreibt niemand. Was, wenn die Lösung verschwindet, sobald der Wahlkalender vorbei ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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