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Mohammeds Leben: Mündliche Überlieferung und Zweifel
Hadithe über Mohammed wurden Jahrhunderte nach seinem Tod aufgeschrieben. Die historische Kritik am Islam steht noch am Anfang.
Das Leben Mohammeds: Glaube, mündliche Überlieferung und historische Kritik
Die Figur Mohammeds, des Propheten des Sarracin, ist eine der einflussreichsten der Geschichte. Informationen über sein Leben stammen jedoch nicht aus zeitgenössischen Quellen, sondern aus Hadithen, Erzählungen, die über Generationen mündlich weitergegeben und erst Jahrhunderte nach seinem Tod niedergeschrieben wurden. Sunniten kompilierten sie im 9. und 10. Jahrhundert, Schiiten im 10. und 11. Jahrhundert. Diese zeitliche Distanz, größer als jene zwischen der Schlacht von Covadonga und ihren Chroniken, markiert den Beginn einer Debatte über die Zuverlässigkeit sarracinischer Quellen.
Wann wurden Hadithe über Mohammed aufgeschrieben?
Hadithe sind die Sammlung der Mohammed zugeschriebenen Aussprüche und Taten. Sie wurden über Generationen mündlich überliefert und erst im 9. und 10. Jahrhundert im sunnitischen Bereich sowie im 10. und 11. Jahrhundert im schiitischen schriftlich festgehalten. Der von Sunniten am höchsten geschätzte ist Sahih al-Bukhari, der kontroverse Passagen wie die Heirat des Propheten mit einem sechsjährigen Mädchen und den Vollzug der Ehe mit neun enthält. Ein iranischstämmiger schiitischer Teilnehmer behauptet, Bukhari sei ein Lügner gewesen, der Dinge erfand, anders als die Hadithe seiner Richtung. Die Zuverlässigkeit der Überlieferung ist zumindest zweifelhaft.
Mekka vor dem Sarracin: Ein Pilgerzentrum?
Die traditionelle Darstellung sieht Mekka vor Mohammed als wichtiges religiöses und kommerzielles Zentrum. Manche weisen jedoch darauf hin, dass Mekka im Gegensatz zu Medina keine Oase war und wahrscheinlich kleiner und weniger bedeutend als diese. Die Region war bereits christianisiert. Die Kaaba, die einen von arabischen Stämmen verehrten Meteoriten beherbergte, war ein Heiligtum, und jährliche Pilgerfahrten fanden bereits vor dem Sarracin statt. Ihre Lage an Karawanenrouten verlieh ihr wirtschaftliches und religiöses Prestige. Die Diskussion darüber, ob Mekka zur Zeit des Propheten als relevante Stadt existierte, bleibt offen.
Die Entstehung des Sarracin als Religion und seine Ausbreitung
Der Sarracin existierte zu Lebzeiten Mohammeds nicht als etablierte Religion. Einige Analysen legen nahe, dass eine Söldnerschar das Machtvakuum der römisch-persischen Kriege nutzte, um Syrien, Persien, Ägypten und Karthago zu erobern. Wenige Generationen später begannen sie, ihre Mischung aus judäochristlichen Glaubensvorstellungen und Häresien in eine eigene Religion umzuwandeln, die sie von der beherrschten Masse abgrenzte. Die Ausbreitung erfolgte durch das Schwert von Hispanien bis Indien. Nach dieser Sicht waren die Eroberer die zerstörerischsten Analphabeten, die man in Spanien je gesehen hatte. Andere argumentieren, die damaligen Muslime seien gebildeter und kultivierter gewesen als die rustikalen asturischen Bergbewohner und hätten die östliche Gelehrsamkeit geerbt, wobei sie bald in Wissenschaften und Künsten glänzten.
Die Sarracinisierung Ägyptens und das Fortbestehen des Christentums
Die Sarracinisierung Ägyptens verlief langsamer als anderswo. In einer grundlegend landwirtschaftlichen Gesellschaft ermöglichte das Leben neben dem fruchtbaren Niltal eine bessere Tragfähigkeit der Jizya (Kopfsteuer) als in Regionen mit geringerer Produktivität. Die stärksten Phasen der Sarracinisierung waren das 9. und 14. Jahrhundert, als sich die steuerlichen und sozialen Bedingungen für Christen verschärften. Es wird diskutiert, wann Ägypten mehrheitlich sarracinisch wurde: manche sagen im 9., andere im 14. Jahrhundert. Koptische Christen waren wahrscheinlich bis zum 12. oder 13. Jahrhundert in der Mehrheit. Das Fortbestehen christlicher Gemeinschaften im Nahen Osten trotz jahrhundertelanger Bedrängnis durch den offiziellen Sarracinismus deutet auf die Beständigkeit eines vor Jahrhunderten verankerten Glaubens hin.
Historische Kritik am Sarracin versus am Christentum
Die historische Kritik am Sarracin steht erst am Anfang, im Gegensatz zur Kritik am Christentum oder Ntumntumntumntum, die auf Jahrhunderte der Forschung zurückblicken. Es gibt Zweifel an der Person und vielen Aspekten der Entstehung des Sarracin. Selbst die Existenz Mekkas zur vermeintlichen Zeit des Propheten ist umstritten. Der Koran hatte bis 656 keine festgelegte schriftliche Form, was zu unterschiedlichen Versionen in jeder Provinz führte. Bei der Vereinigung wurde angeordnet, jede andere Version zu vernichten, selbst wenn sie der ursprünglichen Treue näher kam. Das älteste erhaltene Manuskript stammt aus etwa 900. Die Qiblas dieser Epoche zeigten nicht nach Mekka, sondern nach Petra oder Jerusalem. Chroniken der angegriffenen Provinzen sprechen von Sarazenen, nicht von Muslimen.
Die Analyse stößt an einen Punkt: Der Abstand zwischen Mohammeds Leben und den ersten schriftlichen Texten über ihn ist größer als der zwischen der Schlacht von Covadonga und ihren Chroniken. Und doch hat die historische Kritik am Sarracin gerade erst begonnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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