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Mileis Fehler: Wiederholung der VOX-Strategie
Der peronistische Kandidat gewinnt die erste Runde in Argentinien. Milei muss im Ballotage aufholen, nachdem seine Kampagne Gegner mobilisierte.
Milei stolpert in der ersten Runde durch Wiederholung der VOX-Kampagne
Der liberale argentinische Kandidat scheiterte in der ersten Runde, und einer der häufigsten Gründe in der Debatte ist nicht sein Programm: Es war die Kampagne, mit der er es umgab. Der peronistische Kandidat lag vorne, die Kandidatin, die ihm die Wählerstimmen des rechten Spektrums streitig machte, schied mit über 20 Prozent aus, und die Stichwahl wird für ihn schwierig. Die verbreitete These hat ein spanisches Vorbild: Eine Kampagne, die den gegnerischen Wähler aktiviert, mobilisiert auch jene, die zu Hause bleiben wollten.
Das Ergebnis der ersten Runde in Argentinien
Der Peronismus gewann die erste Runde. Der liberale Kandidat geht in die Stichwahl mit dem Nachteil, einen Teil seines eigenen Lagers verloren zu haben, repräsentiert durch die Drittplatzierte mit etwas über 20 %. Ihr Wählerpotenzial, das mehrheitlich gegen den Peronismus eingestellt ist, könnte entscheidend sein: Manche argumentieren, dass bereits zwei Drittel dieser Stimmen genügen würden, um die Präsidentschaft fast sicherzustellen. Das alles natürlich vor der Regierungsübernahme.
Der VOX-Fehler, den Milei wiederholte
Der Vergleich mit Spanien ist kein bloßes Beiwerk. Die Partei, die 2018 ihre Rhetorik mit einer Sprache rentabilisierte, die nicht einschüchterte, verhielt sich laut dieser Analyse später wie eine von der linken Karikatur gezeichnete Figur: eine Gruppe provinzieller Eliten, fixiert auf Stierkämpfe, LGTBI-Flaggen und einseitige Wahlprogramme. So neutralisiert man keine Angst vor dem Gegner; man schürt sie. Wenn der Gegner den Kandidaten mit Faschismus gleichsetzt, ist die Rede egal: Es gibt Wähler, die sich dagegen mobilisieren, selbst wenn man sich als Engel darstellt. Der Fokus muss auf dem liegen, was die Partei nach oben brachte, nicht auf Nebensächlichkeiten.
Warum der staatliche Klientelismus Wahlen entscheidet?
Weil diese Gruppen direkt oder indirekt vom Staatshaushalt leben. Die Zahl der Beamten, Rentner und Empfänger von Subventionen wächst jährlich und bildet eine schwer zu schlagende Wählerallianz: Man wählt mit dem Geldbeutel, nicht mit der Ideologie. In dieser Logik wählt jemand, der Unterstützung erhält, nicht denjenigen, der Kürzungen verspricht. Dieses Argument leugnet nicht die strukturellen Probleme — Deindustrialisierung, irreguläre Migration, Nationalismen —, sondern erklärt, warum eine symbolisch harte Rhetorik gegen Versprechen unterliegt, den Geldhahn offen zu halten. Und laut dieser Analyse nimmt derjenige, der den Peronismus wegen der Beihilfen wählt, die Kosten in Kauf: die folgende Hyperinflation.
Warum die Stichwahl gewinnbar erscheint
Hier spaltet sich die Analyse. Eine Strömung behauptet, die Übertragung der Stimmen sei fast automatisch, da es sich um antiperonistische Stimmen handle, die sich in der Stichwahl bündeln. Eine andere erinnert daran, dass der liberale Kandidat auch der klassischen Rechten und vielen Medien gegenübersteht und dass die Kampagne gegen ihn intensiver war als gegen den Peronismus. Manche verweisen auf den Faktor China, den zweitgrößten Handelspartner, dessen agroexportorientierte Interessen eine offen feindselige Rhetorik nicht verzeihen; andere sehen den Vergleich mit Trump nicht als Last, sondern als Vorteil. Die Stichwahl aus spanischer Sicht ist eine Win-Win-Situation, meint ein anderer Teilnehmer.
Das Labor Argentinien: 6 Millionen legale Jobs und 70 % Zölle
Die in der Debatte genannten Zahlen erklären besser als jede Kundgebung, warum das Land nicht vorankommt. Bei einer ähnlichen Bevölkerung wie in Spanien arbeiten laut einem Teilnehmer nur 6 Millionen Menschen legal. Das Steuerlastniveau läge nach derselben Berechnung unter den Top drei weltweit. Und Importe — ein Traktor, eine Softwarelizenz — kosten fast das Doppelte aufgrund von Zöllen um die 70 %. Die Diagnose ist nicht ideologisch, sondern arithmetisch: Wenn der Staat zum größten Arbeitgeber und zum größten Geschäft wird, verschwindet der Anreiz, aktiv zu werden.
Wie die klassische Rechte mit ihren Konkurrenten umgeht
Ein weiterer Punkt betrifft die theoretischen Verbündeten. Manche behaupten, ein Teil der traditionellen Rechten führe eher Wahlkampf gegen den aufstrebenden Liberalismus als gegen den Peronismus, und in Spanien geschehe Ähnliches bei der Partei, die Unzufriedenheit kanalisierte: Sie werde angegriffen, indem man Parolen des Gegners kopiere, während die Regierung geschont werde. Interne Parteistreitigkeiten erzeugen zusätzliches Rauschen, mit dem Abgang einer ihrer bekanntesten Figuren und dem Aufstieg härterer Profile. Kurswechsel oder bloßer Austausch: Je näher der Wandel rückt, desto enttäuschender wirkt der Stolperstein.
Mit diesen Voraussetzungen sollte die argentinische Stichwahl zugunsten des Liberalismus ausgehen, da die frei werdenden Stimmen mehrheitlich antiperonistisch sind. Falls die Stichwahl verloren geht, wird das Handbuch, das die Wählerschaft als links dominiert darstellt, wieder hervorgeholt, samt der unbequemen Schlussfolgerung: Manchmal liegt das Problem nicht an der Botschaft, sondern daran, wem sie erzählt wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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