Miguel Bosé kniet für Henry Nowak: Ein neuer George Floyd?

Der spanische Sänger Miguel Bosé kniet für Henry Nowak, einen von der Polizei getöteten Briten. Das virale Video erreicht 5 Millionen Aufrufe und entfacht neue Debatten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Miguel Bosé kniet für Henry Nowak: Das Gestus, das Spanien spaltet

Das Bild des Sängers Miguel Bosé, wie er im T-Shirt von Henry Nowak auf den Knien liegt, hat die Welt bereist. Das Video, veröffentlicht auf seinem Instagram-Account, hat innerhalb weniger Stunden 5 Millionen Aufrufe und 200.000 'Likes' gesammelt. Aber wer ist Henry Nowak und warum löst Bosés Reaktion so viel Aufsehen aus?

Nowak war ein 18-jähriger britischer Student, der im Dezember 2025 in Southampton ermordet wurde. Die Veröffentlichung von Polizeiaufnahmen, die zeigen, wie Beamte ihn fesseln, während er sterbend wiederholt, dass er nicht atmen kann, löste Empörung aus. Berichten zufolge war der junge Mann von einem indischen Einwanderer erstochen worden, doch die Polizei behandelte ihn als Verdächtigen und leistete keine Hilfe. Der Fall erinnert an George Floyd, mit dem entscheidenden Unterschied der Hautfarbe des Opfers.

Bosés Geste: Mut oder Provokation?

Miguel Bosé, einst ein überzeugter Unterstützer der PSOE (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) – man erinnere sich an seine Kampagne mit der Augenbraue 2008 – hat in den letzten Jahren eine radikale Wende vollzogen. Schon während der Pandemie distanzierte er sich vom offiziellen Narrativ und kniet nun für eine Sache, die manche als „White Lives Matter“ bezeichnen. Das Video, unterlegt mit Michael Jacksons „They Don’t Care About Us“, ist eine klare Erklärung. „Ich bin Opfer polizeilicher Brutalität“, heißt es im Text.

Die Reaktionen ließen nicht auf sich warten. Während einige ihn als Helden feiern, der Medienheuchelei entlarvt, erinnern andere ihn an seine pogre Vergangenheit und werfen ihm Opportunismus vor. „Sich zu korrigieren ist weise“, verteidigen seine Anhänger und weisen darauf hin, dass Bosé bereits 2021 erklärte, er werde nie wieder die PSOE wählen.

Ein offensichtlicher Doppelstandard

Der Vergleich mit George Floyd ist unvermeidlich. Während Floyds Tod globale Proteste und das Niederknien von Sportlern auslöste, fand der Fall Nowak kaum Beachtung in den Mainstream-Medien. „In der Premier League knieten sie für einen Schläger, aber jetzt, wo das Opfer weiß ist, bleibt alles beim Alten“, beschweren sich Kritiker. Der britische Premierminister bedauerte laut einem geleakten Video, dass der Fall nur durch Twitter bekannt wurde.

Die Debatte ist eröffnet: Erleben wir ein Erwachen des Gewissens oder nur eine politisch unkorrekte Geste? Bislang bleibt Bosés Video Trending Topic, und viele fragen sich, ob sich weitere Prominente der Sache anschließen werden.



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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (105 Antworten).

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