Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Madrider Schule unterstützt Schülerstreik gegen PP und Ayuso
Eine interne E-Mail einer Schule in Madrid unterstützt einen Streik von ESO-Schülern, um gegen die PP und Isabel Díaz Ayuso zu protestieren.
Interne E-Mail ruft dazu auf, die Straßen in einen Albtraum zu verwandeln
Eine interne E-Mail einer Bildungseinrichtung in Madrid hat Schülern der 3. und 4. ESO (Sekundarstufe) grünes Licht gegeben, an einem Streik teilzunehmen. Laut dem verbreiteten Text ist das erklärte Ziel, „das Bildungssystem vollständig zum Stillstand zu bringen und die Straßen für die Faschisten und Klassisten der Partido Popular und Ayuso in einen Albtraum zu verwandeln“. Das Paradoxon ist schwer zu überwinden: Der Aufruf stammt weder von einer Gewerkschaft noch von einer Schülerversammlung, sondern von der Schulverwaltung selbst, die den Schülern mitteilt, dass sie die Erlaubnis haben, dem Unterricht fernzubleiben. Die Angelegenheit, die von Vozpópuli aufgedeckt wurde, hat eine Debatte entfacht, die weit über das Klassenzimmer hinausgeht.
Was genau in der E-Mail steht und wer sie unterzeichnet hat
Die Nachricht, die von der Schulverwaltung an die Schüler selbst gesendet wurde, beschränkt sich nicht nur auf die Information über eine Abstimmung: Sie bestätigt das Ergebnis und präsentiert es als kollektive Entscheidung. Der Satz, der wie ein Lauffeuer verbreitet wurde – „die Straßen für die Faschisten und Klassisten in einen Albtraum zu verwandeln“ – steht im Text in Anführungszeichen, was die Frage aufwirft, ob es sich um ein wörtliches Zitat der Organisatoren oder um eine Beschreibung der Schule selbst handelt. In jedem Fall stammt die E-Mail aus der offiziellen Struktur der Schule und nicht von einer spontanen Schülergruppe.
Einige behaupten, dass der Aufruf gegen den rechtlichen Rahmen verstößt. Das Recht der Schüler auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit ist anerkannt, aber ihre legalen Ziele umfassen weder das „Stoppen des Bildungssystems“ noch die Benennung einer bestimmten politischen Partei als Ziel.
Das Lehrpersonal im Fokus
Der Verdacht, dass hinter der Abstimmung Erwachsene mit eigener Agenda stecken, zieht sich durch viele Reaktionen. Es wird argumentiert, dass die Nutzung von Minderjährigen, um einen Streik zu rechtfertigen, der die arbeitsrechtlichen oder ideologischen Interessen des Kollegiums selbst verteidigt, eine Form der Instrumentalisierung der Kinder ist. Die Kritik unterscheidet nicht zwischen Lehrern und Schulleitung: Der Vorwurf richtet sich an das gesamte öffentliche System, dem vorgeworfen wird, politisiert zu sein und die Klassenzimmer in ein Sprachrohr für politische Botschaften verwandelt zu haben.
Dem gegenüber steht die Ansicht, dass Schüler das Recht haben, sich zu organisieren, und dass politische Bildung auch das Erlernen von Mobilisierung beinhaltet. Das Problem, geben selbst einige Befürworter des Protests zu, ist die Form: Wähler einer Partei als „Albtraum“ zu bezeichnen, ist keine Pädagogik, sondern politische Agitation. Und eine von der Schule unterzeichnete Parole wiegt viel schwerer als ein Flugblatt vor dem Klassenzimmer.
Reaktion der Familien: Schulgutscheine und Flucht ins Private
Der Vorfall hat das Argument derjenigen wiederbelebt, die seit Jahren die Abschaffung des Modells der öffentlichen Beschulung fordern. „Der Schulgutschein (cheque escolar) als notwendige Maßnahme, um mit dem Abbau dieser ineffizienten und politisierten öffentlichen Bildung zu beginnen“, lautet eine der am häufigsten wiederholten Positionen, die in solchen Fällen den Beweis sehen, dass öffentliche Gelder zur Indoktrination verwendet werden. Mehrere persönliche Berichte bestätigen diesen Trend: Eltern, die ihre Kinder bereits an Privatschulen transferiert haben und dies als „hervorragende Investition“ beschreiben.
Nicht alle Vorwürfe gehen in dieselbe Richtung. Es gibt auch Stimmen, die die Schüler und ihre Familien kritisieren: Es ist von „faulen Kindern abwesender Eltern“ die Rede, und es wird ironisiert, dass die Abstimmung während langer Wochenenden und Ferien entschieden wurde. Die Kritik ist verteilt, aber der gemeinsame Nenner ist das Misstrauen gegenüber dem, was gelehrt wird, und gegenüber dem, wer es organisiert.
Politischer Konflikt: Ayuso und die PP im Visier
Die E-Mail erwähnt keine Partei zufällig. Der explizite Verweis auf die Partido Popular und Isabel Díaz Ayuso rückt den Aufruf in das Feld der politischen Konfrontation in Madrid, nicht in den der Bildungsforderungen. Das erklärt, warum die Reaktion nicht auf den schulischen Bereich beschränkt blieb: Es werden Verantwortlichkeiten gefordert, die Entlassung der Organisatoren und sogar strafrechtliche Konsequenzen wegen der Politisierung des Unterrichts.
Die Frage, die im Raum steht, ist für alle unangenehm. Wenn eine öffentliche Schule schriftlich eine Mobilisierung gegen eine bestimmte Partei unterstützen kann, wo bleibt dann die Neutralität, die von der Schule verlangt wird? Und was, wenn die E-Mail von einer Schule mit der umgekehrten Parole unterzeichnet worden wäre?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).
Das spanische Gesundheitsministerium prüft vier rechtliche Wege, um in Madrid Einschränkungen durchzusetzen, falls Isabel Díaz Ayuso bis Montag keine Kurskorrektur vornimmt.