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Mercadonas Modell spaltet: weder billig noch richtig gut
Ist Mercadona teurer als Aldi und Lidl? Wir analysieren das Modell der spanischen Kette: Preise, Eigenmarken, Lieferanten und Beschäftigung.
Mercadona: ein unternehmerischer Erfolg oder mittelmäßig für das Land?
Ist das Modell von Mercadona gut für Spanien? Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Befürworter heben die Qualität der Produkte und überdurchschnittliche Löhne in der Branche hervor. Kritiker bemängeln, dass die Eigenmarke nicht die günstigste ist und die Marktmacht die Lieferanten erdrückt.
Teurer oder billiger?
Im Preisvergleich mit Aldi und Lidl schneidet die Kette aus Valencia meist schlechter ab, doch ihr Vorteil liegt in der Allgegenwart: Sie ist überall, was sie für viele Viertel ohne Auto zur einzigen Option macht. Derweil betreibt DIA ungeniert Shrinkflation: Dosen schrumpfen von 33 auf 25 Zentiliter – zum selben Preis.
Der Preis der Marktmacht
Für Lieferanten ist die Abhängigkeit von einem solchen Giganten ein zweischneidiges Schwert. Die Eigenmarke macht fast ihren gesamten Umsatz aus, und wenn ein Supermarkt erfolgreich ist, gehen Lieferanten selten als Gewinner hervor. Dazu kommt der Verdacht, dass die angebliche Billigkeit in Wahrheit eine allgemeine Verarmung des Konsums ist: Alles genügt, aber nichts überzeugt.
Fazit: Das Mercadona-Modell mag für seine Aktionäre hervorragend sein, für das Land bleibt es ein offenes Streitpunkt. Allerdings schafft der Thunfisch in der Dose es inzwischen nicht mehr auf die 33 cl von vor einem Jahr. Am Ende ist das Einzige, was still und unbemerkt schrumpft, unser Einkaufskorb.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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