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Ryanair gegen Spaniens Verkehrsministerium: der Rechenbuch-Stich
O'Leary empfiehlt Puente im Streit um Flughafengebühren ein Mathebuch, während Ryanair mit dem Abzug von Strecken droht.
O'Leary empfiehlt Puente ein Mathebuch und entfacht den nächsten Luftfahrt-Streit
Wenn Ryanair eine Region nicht mehr anfliegt, bekommt diese meist Angst. Doch wenn der Airline-Chef einem Minister empfiehlt, sich ein Mathebuch für Anfänger zu kaufen, wird aus Angst blanke Aufregung. Der Krieg um die Flughafengebühren hat ein neues Kapitel.
Das Duell zwischen Michael O'Leary und Spaniens Verkehrsminister Oscar Puente ist kein einmaliger Ausrutscher. Ryanair hat den Druck mit Gebühren zum Geschäftsprinzip gemacht. Das jüngste Beispiel: die Streichung aller Flüge zu den Azoren in Portugal, weil die Airline die dortigen Gebühren als unverhältnismäßig ablehnt. Die Strecke ist sogar aus dem Buchungsportal verschwunden.
Der Rechenbuch-Stich spaltet die Analysten. Manche sehen darin eine Lektion in Marktwirtschaft: niedrigere Gebühren, günstigere Tickets, mehr Tourismus. Andere deuten es als Einschüchterungsstrategie. Sie erinnern daran, dass Ryanair oft kleine, abgelegene Flughäfen anfliegt und seine Politik „erst der Preis, dann alles andere" viele Regionen in die Enge treibt.
Währenddessen beginnen in Spanien andere Airlines, sich für Nebenflughäfen zu interessieren, die Ryanair verschmäht. Die Abzugsdrohung verliert an Wirkung, wenn Konkurrenten bereit sind, die Lücke zu füllen. Die Frage ist, ob Puente O'Leary Recht geben, die Rechnung aufmachen und die Gebühren senken wird – oder ob er wartet, bis dem Iren die Lust vergeht. Kennt man Ryanair, ist beides ein Risiko. Was bevorzugt der Minister: ein Mathebuch oder einen jahrelangen Krieg?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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