Gastronomie auf den Kanaren: Personalmangel am Wochenende

Ein Gastronom von den Kanaren beklagt, dass junge Leute am Wochenende nicht arbeiten wollen. Die Branche spricht von Personalmangel; die Beschäftigten von niedrigen Löhnen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gastronomie auf den Kanaren: Personalmangel am Wochenende
Wochenende ohne Kellner: Der Konflikt zwischen Gastronomie und Arbeit

Die Kanarischen Inseln haben die höchste Arbeitslosenquote Spaniens und zugleich die größten Schwierigkeiten, Kellnerschichten zu besetzen. Auf diesen Widerspruch hat ein Gastronom, Santiago, in Aussagen aufmerksam gemacht, die Mundo Deportivo aufgegriffen hat: „Die Kanaren wollen am Wochenende nicht arbeiten, sie halten die Löhne für niedrig und ziehen es vor, das Leben zu genießen statt zu arbeiten.“ Die Branche beklagt Personalmangel, sowohl bei Kellnern als auch bei Köchen.

Der Lohn als Erklärung

Die Klage des Unternehmers steht einer anderen Lesart gegenüber. Manche halten das Problem nicht für eine Frage der Einstellung, sondern der Bedingungen. Angeführt werden Stellenangebote, die Studium, Master und Sprachkenntnisse verlangen und dafür 1.200 Euro im Monat zahlen. In diesem Kontext bedeutet „Mindestlohn“ auch „Mindesteinsatz“. Das Phänomen ist nicht auf die Kanaren beschränkt: Die jüngste Generation, auch in Ländern wie der Schweiz, habe offenbar gelernt, dass sich Leistung nicht immer auszahlt und dass Freizeit mehr wert ist als ein Festvertrag.

Ein Paradox mit mehr Arbeitslosigkeit

Die Zahl verblüfft: Die Region mit der höchsten Arbeitslosenquote des Landes findet kein Personal für die Gastronomie. Die Erklärungen reichen von der Vorliebe für bequeme Jobs in der öffentlichen Verwaltung bis zur Ablehnung von Wochenendschichten. Derweil sucht der Gastronom weiter nach Kellnern und Köchen. Wie weit ist es eine Frage der Einstellung, und wie weit eine des Lohns?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (42 Antworten).

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