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Masseneinwanderung: Die Debatte, die nicht vorankommt
Europa hat 2,7 Billionen an Hilfe nach Afrika geschickt, ohne die Einwanderung zu stoppen. Die Debatte über Aufnahme, Kriminalität und Ausbeutung verschärft sich in Spanien.
Masseneinwanderung: 2,7 Billionen Hilfe und eine festgefahrene Debatte
Europa hat seit den vierziger Jahren 2,7 Billionen US-Dollar nach Afrika als Entwicklungshilfe überwiesen, wie das Buch Dead Aid darlegt. Doch die Masseneinwanderung nach Spanien hört nicht nur nicht auf, sie verschärft eine zunehmend polarisierte politische Debatte. Entscheidend ist nicht, ob man aufnimmt oder abschiebt, sondern die strukturellen Gründe, die Millionen dazu treiben, das Mittelmeer zu überqueren.
Das Scheitern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit
Über 50 Jahre Entwicklungszusammenarbeit, und die Armut in Afrika besteht fort. Es wird argumentiert, dass die wirtschaftliche Abhängigkeit des Kontinents von Europa zusammen mit der historischen Ausbeutung der Ressourcen (etwa Coltan im Kongo für die Handyproduktion) einen ständigen Strom von Menschen erzeugt, die ein menschenwürdiges Leben suchen. Die Hilfe hat statt lokale Volkswirtschaften zu entwickeln einen Abhängigkeitskreislauf geschaffen, der die eigentlichen Ursachen der Migration nicht beseitigt.
Kriminalität und Arbeitsmarkt: zwei Seiten desselben Problems
Ein Teil der Analyse verknüpft Einwanderung und Kriminalität und verweist auf gewalttätige Vorfälle wie den in Palma festgenommenen Mann, der seine Ex-Partnerin mit einer Machete verfolgte. Andere erinnern jedoch daran, dass Migranten in Armut ankommen und das Strafsystem Inländer und Ausländer gleich behandeln muss. Zugleich profitiert die Arbeitgeberseite von einer verzweifelten Arbeitskraft, die die Löhne nach unten drückt, während der politischen Linken vorgeworfen wird, unter den Neuankömmlingen neue Wähler zu suchen. Die Wirtschaft, so diese Lesart, ist der große Profiteur der Masseneinwanderung.
Und jetzt?
Die Debatte bleibt offen: Die einen fordern die Abschiebung von Kriminellen und die Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials, die anderen verlangen, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen. Währenddessen zeigen die Daten, dass die Entwicklungszusammenarbeit nicht funktioniert hat und die soziale Spannung wächst. Gibt es einen Ausweg, der weder am Zynismus der einen noch an der Demagogie der anderen vorbeiführt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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