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Electomanía-Umfrage stürzt Spaniens PSOE auf 101 Sitze
Die PSOE fällt in einer Electomanía-Umfrage für El Mundo auf 101 Sitze und 25,4 %; PP und Vox hätten zusammen die absolute Mehrheit, Podemos bliebe nur ein Sitz.
PSOE stürzt auf 101 Sitze ab: die Umfrage, die das Spielfeld erschüttert
Wann gelten 25,4 % und 101 Sitze als Absturz? Wenn die Regierungspartei die gesamte Legislaturperiode über dieser Linie lag und eine Electomanía-Umfrage für El Mundo sie auf ihren schlechtesten Wert des Zeitraums fallen lässt. Die Zahl ist keine gewöhnliche Umfrage: Die PSOE würde zusammen mit ihren Koalitionspartnern 2,2 Millionen Stimmen verlieren, und 62,9 % der Befragten benoten die Arbeit der Regierung mit einem Durchfall, darunter ein Viertel ihrer eigenen Wähler.
Die Zahlen: absolute Mehrheit für PP und Vox, ein Podemos ohne Gewicht[/IZE]
Die Hochrechnung gibt dem PP 143 Sitze und Vox 61. Zusammen 204 Abgeordnete: eine komfortable absolute Mehrheit. Die PSOE bliebe bei 101, näher an Vox als am PP – eine unbequeme Schlagzeile für Moncloa. Podemos käme auf einen einzigen Abgeordneten. Junts fällt auf 4, Aliança Catalana käme auf 4 und Adelante Andalucía auf 2. Die Wahltreue ist die härteste Zahl: Vox hält 85,3 % seiner Wähler, der PP 74,5 %, während Sumar auf 34,8 % abstürzt: nur jeder dritte Sumar-Wähler würde erneut wählen.
Warum die PSOE nicht unter 100 fällt
Hier stößt die Umfrage an die Soziologie. Die PSOE-Stimme hält sich mit 66,3 % Treue, was manche Deutungen mit der Klientelmaschinerie und den Stammwählern erklären: das IMV (eine staatliche Mindesteinkommensleistung) als Wahlklebstoff, kommunale Beschäftigungsnetze und ein Teil der erst kürzlich eingebürgerten Bevölkerung, der die Linke mit dem Schutz des Staates verbindet. Manche sagen es ohne Umschweife: legal, aber unmoralisch. Andere relativieren: Die Menschen wählen schlicht mit dem Geldbeutel.
Seltsamerweise wird der Absturz von Podemos nicht als Scheitern gelesen: Eine Strömung vertritt die Ansicht, die Organisation habe die Agenda so stark geprägt, dass ihr Einfluss am Ende alles „podemisiert“ habe, von der Presse bis zur Universität – und ein Abgeordneter zähle weniger als ein Dutzend Talkshow-Profis.
Berechtigte Zweifel und unbewiesene Vorwürfe
Niemand vertraut den Umfragen ganz. Ein Teil hält es für ausgemacht, dass das CIS von Tezanos (das staatliche spanische Statistikinstitut, dessen Umfragen als regierungsfreundlich gelten) die Realität bis zum Schluss schönt; andere warnen, dass PP und Vox keinen Wandel garantieren, weil der PP durchaus mit der PSOE paktieren kann. Am äußersten Rand kursieren Theorien über eine Wahlverschiebung und eine Erweiterung des Wählerverzeichnisses: Es gibt keine Belege, aber das Misstrauen gegenüber der offiziellen Erzählung ist längst eine politische Tatsache.
Und was nun?[/IZE]
Die Umfrage zeichnet ein Land mit absoluter Mehrheit der Rechten, einer verwundeten, aber nicht bodenlosen PSOE und einer alternativen Linken auf Minimalmaß. Bestätigen sich die Zahlen, würde sich das Spielfeld komplett verändern. Aber das ist Spanien, und bis sich die Wahllokale öffnen, stürzt nur eines nicht ab: die Fähigkeit, sich wundern zu lassen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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