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Marokko plant Stromkabel nach Europa, die Spanien umgehen
Laut einer in Foren verbreiteten Analyse verhandelt Marokko Stromkorridore mit Frankreich und Portugal, die Spanien umgehen; der PNIEC verfehlt die Ziele…
Marokko entwirft Stromkorridore nach Frankreich und Portugal, die Spanien umgehen
Die Einkreisung erfolgt nicht mit Panzern. Sie erfolgt mit Seekabeln. Laut einer in einem Forum verbreiteten geopolitischen Analyse sehen die Energieabkommen von 2026 zwischen Rabat und seinen europäischen Nachbarn Stromverbindungen und Versorgungskorridore vor, die Marokko mit Frankreich und Portugal verbinden würden, ohne die Halbinsel durchqueren zu müssen. Spaniens Infrastruktur, jahrzehntelang das obligatorische Tor für Energie zwischen dem Maghreb und Europa, würde zu einer vermeidbaren Maut werden. Und all das geschieht, während Spanien bei seinen eigenen Zielen langsamer vorankommt als geplant: Der PNIEC 2023-2030, aktualisiert 2024, bleibt laut den Berichten von 2026 bei den Zwischenmeilensteinen zurück.
Was Marokko mit den Seekabeln anstrebt
Die marokkanische Strategie ist keine Laune: Sie ist ein Positionierungsschachzug. Durch den Aufbau direkter Verbindungen mit Frankreich und Portugal verringert Rabat seine Abhängigkeit von der spanischen Infrastruktur und erhält direkteren Zugang zu den europäischen Märkten. Der Kontext erklärt fast alles: die bilateralen Spannungen nach dem Sturm auf Ceuta am 30. Juli und Spaniens eigene Energieprobleme. Das Ergebnis ist eine unbequeme Gleichung: Wer das Kabel kontrolliert, kontrolliert den Preis.
Manche behaupten, dieser Schritt sei Teil einer breiteren Strategie des geopolitischen Drucks. Andere lesen ihn als einfache kommerzielle Diversifizierung. Der Unterschied ist unwichtig, wenn die Wirkung dieselbe ist: Spanien ist nicht mehr der obligatorische Vermittler.
Die PNIEC-Ziele, die Spanien nicht erreicht
Der Nationale Integrierte Energie- und Klimaplan legt konkrete Ziele fest: die Emissionen um 32 % gegenüber 1990 senken, 48 % erneuerbare Energien am Endverbrauch erreichen, 81 % erneuerbare Stromerzeugung erzielen, die Auslandsabhängigkeit auf 50 % senken und die Elektrifizierung auf 34 % steigern. Auf dem Papier eine vernünftige Roadmap. In der Praxis zeigen die Berichte vom Oktober 2026 – darunter der von EY-Fundación Naturgy –, dass das Land bei den meisten Zwischenzielen durchfällt. Die erneuerbaren Energien kommen voran, aber nicht im versprochenen Tempo.
Das Paradox ist offensichtlich: Spanien will Exporteur grüner Energie sein, während seine Auslandsabhängigkeit weiter über den Prognosen liegt. Wenn sich die marokkanische Einkreisung festigt, schrumpft der Handlungsspielraum.
Das Hintergrundrauschen: Wut, die nicht in Watt gemessen wird
Die Debatte über die energetische Einkreisung koexistiert mit einer viel irdischeren: der des Nachbarn, der zu später Stunde brüllt. Die unterdrückte Wut, die sich in alten Wohnungen mit dünnen Wänden anstaut, erscheint als unfreiwillige Metapher für das Land. Manche scherzen über Diktaturen, die Goldmünzen verteilen, um die Lauten zum Schweigen zu bringen. Der Witz funktioniert, weil er einen Nerv trifft: Die Frustration der Bürger wird nicht über offizielle Kanäle geleitet.
Unterdessen nimmt die Geopolitik ihren Lauf. Kabel werden entworfen, Abkommen unterzeichnet und PNIEC-Zahlen nach unten korrigiert.
Was mit der Stromverbindung passieren kann
Mit den verfügbaren Daten ist das wahrscheinlichste Szenario, dass Marokko seine Korridore nach Frankreich und Portugal festigt, bevor Spanien seine Ziele für erneuerbare Energien erreicht. Die Prognose hat Vorbehalte: Sie hängt von der europäischen Finanzierung ab, von der Entwicklung der bilateralen Spannungen und davon, ob Brüssel der Versorgungssicherheit Vorrang vor politischen Gleichgewichten einräumt. Wenn sich das direkte Kabel durchsetzt, bleibt die spanische Maut ohne Verkehr. Und niemand hat bisher berechnet, was das kostet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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