Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Maricarmen und der wenige Sekunden lange Clip, der schon an den Oscar erinnert
Ein nur wenige Sekunden langes Video von Maricarmen nach ihrer Rettung wird zum Meme – samt imaginärem Oscar und unbelegten Theorien.
Maricarmen: Der Sekunden-Clip, der bereits mit einem Oscar verglichen wird
Ein Video von nur wenigen Sekunden genügt, um eine ganze Figur zu konstruieren. Eine ältere Frau, gerettet, stellt einen winzigen Clip dieser Episode ins Netz – und die Antwort kommt in Form einer imaginären Statuette: Manche verleihen ihr einen Oscar, andere krönen den Witz mit einem „Oscargutan“. Je kürzer das Filmmaterial, desto länger wird die Schlange der Reaktionen. Und genau in dieser Lücke zwischen dem, was gefilmt wurde, und dem, was hineininterpretiert wurde, liegt die ganze Geschichte.
Was ist in Maricarmens Video zu sehen?
Es dauert nur wenige Sekunden. Zu sehen ist die Frau nach ihrer Rettung, und ihre Geste – von den einen als echte Emotion gelesen, von den anderen als Lehrbuch-Übertreibung – hat den Vergleich mit einer Preisverleihung ausgelöst. Die Ironie des „Oscargutan“ fasst die vorherrschende Lesart zusammen: zu viel Theater für so wenig Filmmaterial. Es gibt kein Drehbuch und keine lange Einstellung; gerade deshalb wurde die Geste zum sofortigen Meme.
Auf der anderen Seite stehen jene, die im Spott eine grundlose Demütigung einer älteren Person sehen, die ungeschützt bloßgestellt wird. Die Diskussion spaltet sich in Witz und Unbehagen, und keine der beiden Seiten lässt los.
Wer profitiert von der Rettung
Hier beginnt das eigentlich Spannende. Neben dem Scherz kursiert eine gröbere These: Die Rettung sei erfolgt, weil sie eine von ihnen gewesen sei, und das Detail, kinderlos zu sein und Beamtin gewesen zu sein, entlarve sie als Teil des Systems. Man muss es ungeschönt sagen: Das sind Behauptungen gegen eine konkrete Person, gestützt auf keinerlei Beweise. So sind sie auch zu lesen.
Überprüfbar ist hingegen, wie die Episode genutzt wird, um die alte Debatte wieder zu eröffnen, wer bei den Notdiensten im Bild erscheint, wer die Rechnung zahlt und wer bei der Besetzung außen vor bleibt. Der Witz über die Gratiswohnung „für 70 Jahre“ zielt genau darauf ab.
Vom Witz zum politischen Rahmen
Ein solches Video wird schnell von der Politik vereinnahmt. In derselben Diskussion taucht ein Politiker auf, der aus dem Umfeld der 15M-Bewegung (Spaniens Protestbewegung von 2011) hervorgegangen, von den beiden großen Parteien und den Medien getragen wurde und dem nachgesagt wird, er habe das Weltwirtschaftsforum besucht, um der enttäuschten Wählerschaft eine falsche Alternative zu bieten. Ergänzt wird, die beiden Parteien hätten ihn später fallen gelassen und was er damals gesagt habe, habe ohnehin jeder gewusst.
Parallel dazu kursiert ein weiteres Konstrukt: ein angeblicher Zeitreisender, der sich am 22. Juli 2019 in den spanischen Kongress geschlichen haben und dort vorausgesagt haben soll, was bis 2026 in der Politik passieren wird. Die Nachricht, die das verbreitet, endet mit einem „weder Netflix, noch HBO, noch Prime“: Die Realität, heißt es, schlage jede Fiktion. Einen Beweis für die Zeitreise gibt es nicht. Der Hoax funktioniert dagegen wie ein Uhrwerk.
Warum zieht ein Clip von wenigen Sekunden so viele Kommentare an?
Weil das eigentliche Stück nicht das Video ist. Das Stück ist das, was jeder daraus macht: die Verachtung für die offizielle Erzählung, der Verdacht, jede öffentliche Szene sei eine Inszenierung, und das Bedürfnis, jemanden in die Rolle des Schuldigen zu setzen. Eine kurze Einstellung ist die perfekte Leinwand, weil sie nichts verlangt und jede Zeichnung darüber zulässt.
Wie viel von dem, was diesen Clip umgibt, ist Information – und wie viel ist Schuldzuweisung auf Kosten einer Frau, die nur ein paar Sekunden ihres Lebens hochgeladen hat? Das kann keine Statuette reparieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).
Die Regierungsdelegation räumt das Protestcamp an der Puerta del Sol in Madrid nicht und kündigt an, weiter im Einklang mit dem Versammlungsrecht zu handeln.
Osakidetza übernimmt die Kosten für Testosteron nur bei diagnostizierter medizinischer Ursache, nicht aus ästhetischen Gründen. Menopause-Medikamente sind von Lieferengpässen betroffen.
Vier Hunde sterben bei einem Brand in einem Dachgeschoss, in dem sie den ganzen Tag allein waren. Das Neubaugebäude brannte aus, die Versicherung prüft bereits den Schaden.
Parteibasierter Klientelismus verwandelt den spanischen Staat in ein Netz von Gefälligkeiten: Jobs, Aufträge und Subventionen gegen politische Loyalität. Eine Analyse.