Made in Spain: Zahnpasta, Waschmittel und Kleidung, die jeden Black Friday wieder auftauchen
Die Liste begann mit zwei Herstellern von Zahnpflegeprodukten und Mundspülungen mit Produktionsstätten in Spanien: LACER und KEMPHOR. Danach wurden Waschmittel, Unterwäsche und Armaturen aufgenommen. Heute ist es ein offenes Inventar von Marken, die auf spanischem Boden produzieren, das jeden Black Friday und jede Weihnachtskampagne mit demselben Argument hervorgeholt wird: Wenn man Geld ausgibt, soll es hier zirkulieren und Steuern zahlen.
Der Ausgangspunkt war eine Marke für in Spanien hergestellte Zahnpasta. Von dort aus wurde die Liste auf Reinigungsprodukte und Textilien ausgeweitet: Hemden, Schlafanzüge, Unterwäsche, Schuhe und Sportbekleidung. Die These hinter diesem Inventar ist zweifach: Hier wird mit ausreichender Qualität produziert und in kritischen Zeiten hilft uns niemand anders.
Welche Marken stellen Zahnpasta und Reinigungsprodukte in Spanien her?
Im Bereich der Mundhygiene finden sich LACER, KEMPHOR (Laboratorios VERKOS, Fabrik in Zaragoza), PIERROT und Laboratorios Boniquet, die für Dritte herstellen und Eigenmarken verschiedener Ketten beliefern. Bei Waschmitteln und Haushaltsreinigung explodiert die Liste: PERSAN (Puntomatic, Weichspüler San, Geschirrspülmittel Flota), KH-7, LA OCA und DAIMA, LAGARTO, EDIL, LAS 3 BRUJAS, SANYTOL, QUIMIROMAR oder ROMAR, LINASA und RIAL, dessen Geschirrspülmittel ein Forennutzer ohne Scheu mit dem Marktführer vergleicht.
Die Liste beschränkt sich nicht nur auf den Supermarkt. Manche fügen Zahnbürsten, Pardo-Seifen, Parfüms wie Tulipán zaino, Kosmetik von SKEYNDOR und BELLA AURORA hinzu, oder Schuhe und Armaturen: IMEX in Valencia und MIRTAK in Zaragoza, letztere mit Keramikkartuschen und Ersatzteilen, um nicht den gesamten Wasserhahn austauschen zu müssen.
Fluorid, Natron und der Krieg der Zahnpasten
Der Thread verheddert sich in einer parallelen Debatte über Zahnpasta. Eine Strömung behauptet, Fluorid sei Gift und es reiche, Zähne zu putzen und Zahnseide zu verwenden; eine andere erinnert daran, dass Zahnpasta auch dazu dient, beim Sprechen nicht schlecht zu riechen. Natron erscheint als Mundspülung — ein kleiner Teelöffel, mindestens dreißig Sekunden —, um die Säuren im Mund zu neutralisieren, sowie eine Warnung vor der Verwendung als Zahnpasta: Die Partikel sind möglicherweise nicht gut abgerundet und können den Zahnschmelz schädigen. Die Pastas von Kemphor werden als Option mit weniger Fluorid als üblich genannt.
Der Preis entscheidet: Spanisch kaufen, wenn es günstiger ist
Der häufigste Einwand ist nicht ideologisch, sondern finanziell. Manche argumentieren, dass es in Deutschland sehr normal sei, spanische Produkte — vor allem Lebensmittel und Gemüse — günstiger als in Spanien zu finden, Logistik inklusive. Die daraus gezogene Schlussfolgerung: Man kauft spanisch, wenn es billiger oder besser ist, ohne auf die Herkunft zu achten. Dem gegenüber steht das Argument der Liste, dass nationale Produkte qualitativ konkurrenzfähig sind und das hier ausgegebene Geld hier Steuern zahlt.
Vom Flaggen-Patriotismus zum Einkaufswagen-Patriotismus
Der Thread driftet in die Politik ab und kehrt zurück. Ein Teil verteidigt, dass nützlicher Patriotismus derjenige ist, der Arbeitsplätze durch den Kauf eigener Produkte unterstützt, nicht der, der mit einer Fahne auf die Straße geht. Ein anderer antwortet, dass heimische Unternehmen nicht immer gute Bedingungen oder Qualität bieten und viele nur mit Subventionen einstellen. Die Diskussion kreuzt sich mit Wasser, der Levante-Region und Autos, die hier unter ausländischer Marke hergestellt werden, was ebenfalls Jobs in der Zulieferindustrie schafft.
Die Liste bleibt offen: Spielzeug, Armaturen und Turnschuhe
Das Inventar wächst durch Aggregation. Aufgenommen werden RAPIFE und Ferry's bei Unterwäsche und Socken, Babidu bei Kinderkleidung, Joma, Nnormal und Atom bei Sportschuhen — mit der Warnung, dass Joma nur etwa 10% seiner Produkte hier fertigt —, sowie eine wiederkehrende Forderung: ein sichtbares Logo auf dem Etikett, das bescheinigt, dass das Produkt in Spanien hergestellt wurde.
Mit einer Liste, die bei jeder Kampagne wächst, lautet die Frage nicht, ob es spanische Produkte gibt, sondern wie viele Käufer bereit sind, sie zu bezahlen, wenn das daneben günstigere Alternative bietet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (168 Antworten).