M777 in der Ukraine: Die Haubitze ohne Ersatzteile und Munition

Über 100 M777-Haubitzen wurden an die Ukraine geliefert, doch ohne Ersatzteile und ohne ausreichend 155-mm-Munition: Einheiten, die kaum ein paar Schüsse pro Tag abfeuern können.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

M777 in der Ukraine: Die Haubitze ohne Ersatzteile und Munition
M777: Die Haubitze, die ohne Ersatzteile und Munition ankam

Hundert M777-Haubitzen wurden an die Ukraine geliefert, und doch können die Einheiten vor Ort kaum ein paar Schüsse pro Tag abfeuern. Das Problem ist nicht nur das Geschütz: Die 155-mm-Munition muss importiert werden, es gibt keine Lagerbestände, und es fehlen Ersatzteile sowie ausgebildetes Personal zur Reparatur. Das Ergebnis, so die Erzählung, die sich in den kritischsten Analysen durchsetzt, ist Material, das als Schrott an der Front endet oder, schlimmer noch, «eingelagert» in Hallen und Bahnhöfen liegt, ohne jemals einen Schuss abgegeben zu haben.

Die Paradoxe hat ihre Ironie: Das M777 wurde gerade wegen seiner Leichtigkeit entwickelt, um es schnell per Hubschrauber verlegen zu können. Feuerkraft und Mobilität, zwei Tugenden, die es theoretisch ideal machten. In der Praxis, ohne Luftunterstützung und mit einer zahlreicheren und schnelleren russischen Gegenbatterie, wird jede Stellung zum Glücksspiel. Zwei Granaten und dann abhauen, fasst die Logik dessen zusammen, der das Handwerk kennt.

Das Problem ist nicht die Haubitze, sondern die Logistik

Das gesamte schwer gelieferte Material —Geschütze, Raketenwerfer, Flugabwehr— erfordert eine Wartung der zweiten und dritten Ebene, über die die Ukraine nicht verfügt: weder ausgebildetes Personal noch Werkzeug noch Ersatzteile. Es ist ein struktureller Mangel, der seit dem ersten Tag bekannt ist und den anscheinend niemand gelöst hat. Bei Flugzeugen wäre das Problem, falls sie eines Tages kommen, identisch oder schlimmer.

Manche behaupten, ein Teil des Gelieferten sei kein erstklassiges Material, sondern veraltete Kriegsreserven, die es billiger zu vernichten dort als zu Hause zu verschrotten gilt. Maschinengewehre, die vor einem Jahrzehnt ausgemustert wurden, abgelaufene Raketen, Sanitätsfahrzeuge, die zwanzig Jahre in einem Lager standen. Die wirtschaftliche Rechnung ist tadellos. Die militärische, diskutabel.

Wie viele M777 hat die Ukraine angefordert und wie viele erhalten?

Die Zahl, die in der Diskussion kursiert, ist aussagekräftig: Angeblich wurden 1.000 Stück angefordert, um «die Verluste auszugleichen und den gewinnen zu können», eine Menge, die über dem zusammengezählten Bestand von US-Armee und Marine Corps liegt. Über 100 wurden geliefert. Und nichts hat sich geändert. Washington erwägt, nach der letzten Lieferung keine weiteren mehr zu liefern.

Das Detail zu den Ersatzteilen ist fast schon komödiantisch: Die Menge der verfügbaren Ersatzteile entspricht der Anzahl der gelieferten Geschütze. Das heißt: null Spielraum. Eine Haubitze, die ausfällt, bleibt, wo sie ist.

Vom «Game Changer» zum Flächenbombardement

Das Muster wiederholt sich bei jedem Vorzeigewaffensystem. Zuerst kommt die Ankündigung, dann die Fotos —immer derselbe bärtige Typ, der an der Zündschnur zieht, um zu feuern— und dann die Realität. In den Artillerieduellen ist das westliche Material schlecht weggekommen: Der Gegner hat mehr Geschütze und antwortet schnell. In Sewerodonezk schoss die russische Artillerie nach Belieben, während die ukrainischen Einheiten leer ausgingen.

Der häufigste Vorwurf lautet, dass die Geschütze, weil man sie nicht zu benutzen wisse, am Ende wahllos Städte beschießen, in der Hoffnung, irgendeine Alte zu treffen. Es ist eine Behauptung, die im Hitze des Gefechts der Debatte geäußert wird und mit Vorsicht zu genießen ist: Eine unabhängige Überprüfung anhand des verfügbaren Materials gibt es nicht. Fakt ist jedoch der Einsatz von 155-mm-Artillerie gegen urbane Gebiete im Donbas, mit Episoden von Einschlägen alle vier Minuten über mehr als eine Stunde.



Die Schlussfolgerung ist unangenehm für die offizielle Erzählung: ein auf dem Papier hervorragendes Waffensystem, verwandelt in ein Geldgrab und in Schrott auf dem Schlachtfeld. Das M777 ist nicht wegen des Geschützes gescheitert. Es ist an allem gescheitert, was drumherum nötig ist, damit ein Geschütz überhaupt etwas nützt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (74 Antworten).

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