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Lithium Australia: Forist meldet "4 Baggers in einem Jahr"
Ein Investor im Forum behauptet, Lithium Australia habe sich nach Spodumen-Funden in Ravensthorpe und der Patentierung seiner Technologie in einem Jahr vervierfacht.
Lithium Australia vervierfacht seinen Wert in einem Jahr
Das australische Bergbauunternehmen Lithium Australia (ASX:LIT) ist in nur zwölf Monaten von rund 0,27 australischen Dollar auf über 0,80 gestiegen – eine Entwicklung, die seine Anhänger als „makellos, 4 Baggers in einem Jahr" beschreiben. Das Unternehmen hat Spodumen-Funde in seinem Ravensthorpe-Projekt in Western Australia verzeichnet, nur wenige Kilometer von der Mt-Cattlin-Mine von Galaxy Resources entfernt, und Vereinbarungen mit kanadischen, deutschen und australischen Partnern zur Lithium-Exploration in Mexiko, Tschechien und Nordaustralien geschlossen. Lithium, angetrieben von der Nachfrage nach Batterien für Elektroautos, ist zum begehrtesten Rohstoff der Gegenwart geworden.
Was Lithium Australia in Ravensthorpe gefunden hat
Das Ravensthorpe-Projekt, 500 Kilometer südöstlich von Perth gelegen, beherbergt die Lithium-Pegmatite von Cocanarup. Die Feldarbeiten haben mindestens zwölf ausstreichende Pegmatite identifiziert, darunter das Prospect Deep Purple mit fünf Pegmatiten, von denen zwei Spodumen ähnlich dem von Mt Cattlin enthalten. Proben aus dem Aufschluss ergaben Gehalte von bis zu 30.650 ppm Lithium, was 6,60 % Lithiumoxid entspricht. Am Prospect Horseshoe gab es bereits ein Explorationsziel von 900.000 Tonnen mit einem Mindestgehalt von 1 % Li₂O.
Das Unternehmen plant nun Kartierung, Gesteins- und Bachsedimentprobenahme in Phillips South sowie Bodenprobenahme in Deep Purple und Umgebung. Geschäftsführer Adrian Griffin betonte, das Gebiet verfüge über etablierte Transportwege und den Tiefwasserhafen Esperance 185 Kilometer östlich. „Wir sehen das Gebiet als wichtigen Teil unseres Vorstoßes, eine lokale Lithiumchemie-Industrie aufzubauen", erklärte er.
Die Sileach-Technologie und Lithium ohne Röstung
Der Vorteil von Lithium Australia liegt nicht nur im Untergrund. Das Unternehmen kontrolliert zu 100 % den Sileach-Prozess, eine Technologie, die Lithium aus Silikaten – Tonen, Glimmern und Spodumen – ohne vorherige Röstung extrahiert. Also ohne den teuren und energieintensiven Schritt, der den traditionellen Bergbau belastet. Im Juni 2016 unterzeichnete das Unternehmen eine Vereinbarung mit Pilbara Minerals zur gemeinsamen Entwicklung des Prozesses, und im Oktober 2017 erhielt es einen Forschungszuschuss.
Der Ehrgeiz endet nicht bei Lithiumcarbonat oder -hydroxid. Im Oktober 2017 schloss Lithium Australia die Due Diligence für die Übernahme von Very Small Particle Company (VSPC) ab, einem Hersteller von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien. Das Unternehmen bestätigte, dass der VSPC-Prozess Eisen-Lithium-Phosphat in gleichwertiger oder höherer Qualität als das Standard-Referenzmaterial herstellen kann. Mit dieser Technologie lässt sich die Kathode direkt aus Lithiumkonzentraten herstellen, was zwei Prozessschritte einspart.
Deutschland, Mexiko und Australien: die Expansionskarte
Die geografische Expansion war beständig. Im Januar 2018 erhielt der deutsche Partner Tin International eine zusätzliche Explorationslizenz über 15 Quadratkilometer im Gebiet Sadisdorf im Erzgebirge in Sachsen, wo eine anfängliche Ressource von 25 Millionen Tonnen existiert. Zuvor hatte Lithium Australia im April 2016 eine Vereinbarung mit dem kanadischen Unternehmen Alix Resources zur Exploration in Sonora, Mexiko, der größten Lithium-Ton-Provinz der Welt, unterzeichnet. Und im Januar 2017 beantragte es Genehmigungen zur Exploration auf Kangaroo Island in South Australia.
Die Nachrichtendichte war unermüdlich: Vereinbarungen mit Cazaly Resources, mit Deutsche Rohstoff AG zur Kommerzialisierung der LieNA-Technologie zur Lithiumgewinnung aus Spodumen, ein wichtiges europäisches Patent für die Nanopulver-Produktion von VSPC und sogar eine Vereinbarung mit Bunnings zum Batterierecycling. Die Aktie reagierte mit Kursgewinnen von 16 %, 25 % und 35 % an verschiedenen Tagen.
Lithium im Rausch: Preise und Skepsis
Das makroökonomische Umfeld passt. Die Lithiumcarbonat-Preise in China sind laut den Daten der Brancheninvestoren in nur einem Jahr um 253 % gestiegen. Die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und die Speicherung von Solar- und Windenergie wächst unaufhörlich. Neben diesem Optimismus fehlt es nicht an skeptischen Stimmen. Auf der 121 Mining Convention in Kapstadt 2016 verkündete der Investor Robert Friedland: „Der Lithium-Markt wird in Tränen enden". Die Rohstoffgeschichte ist voller Booms, die in einem Absturz endeten.
Die Frage, die im Raum steht: Ist Lithium Australia ein Bergbauunternehmen mit echten Projekten oder eine Geschichte aus Technologie und Vereinbarungen ohne tatsächliche Produktion? Seine Befürworter verweisen darauf, dass das Unternehmen über Bargeld – 10 Millionen australische Dollar in bar und Äquivalenten Stand Oktober 2017 –, Industriepartner und ein Projektportfolio auf drei Kontinenten verfügt. Kritiker erinnern daran, dass es bislang keine einzige Tonne kommerzielles Lithium produziert hat.
Was Langzeitbeobachter sagen
Unter den Investoren, die die Entwicklung von Lithium Australia verfolgt haben, war Geduld die lukrativste Währung. Wer 2016 bei 0,27 Dollar einstieg und seine Position hielt, sah seine Investition vervielfacht. Die Volatilität war allerdings extrem: zweistellige Abstürze und Anstiege in derselben Woche. „Es ist egal, wie volatil sie ist, solange sie langfristig steigt", fasst ein Investor zusammen, der auch Positionen in Neometals und Galaxy Resources hält.
Der Lithium-Sektor bewegt sich im Block. Hannans, ein weiteres australisches Bergbauunternehmen, stieg an einem einzigen Handelstag um 67 % und am folgenden Tag um weitere 28 %. Das Lithium-Fieber hat den gesamten australischen Markt für kleine Bergbauunternehmen erfasst. Wer schon länger dabei ist, erinnert sich daran, dass es nicht das erste Mal ist, dass ein Rohstoff eine Revolution im Transportwesen verspricht und am Ende Investoren im Stich lässt.
Da die Elektroauto-Revolution noch in einem frühen Stadium steckt, hat Lithium Argumente für weitere Kursgewinne. Aber der Unterschied zwischen einem Bergbauunternehmen mit nachgewiesenen Ressourcen und einem mit Projekten und Technologie wird sich in den Bilanzen der kommenden Jahre zeigen. Die Aktie ist von 0,27 auf über 0,80 Dollar gestiegen. Der Markt hat die Erwartungen bereits eingepreist. Jetzt muss sie eingelöst werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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