Krawalle in Montreal: Der Nichteingreif-Befehl nährt die Sabotage-Theorie

Dem Bericht zufolge erhielt die Polizei von Montreal den Befehl, nicht einzugreifen, während mehrere Stadtviertel zerstört wurden. Die Übereinstimmung mit Frankreich ist auffällig.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Krawalle in Montreal: Der Nichteingreif-Befehl nährt die Sabotage-Theorie
Krawalle in Montreal: Der Nichteingreif-Befehl nährt die Sabotage-Theorie

Warum erhielt die Polizei von Montreal den Befehl, nicht einzugreifen, während mehrere Stadtviertel zerstört wurden? Das ist die Frage, die über den Krawallen schwebt, die nach dem Bericht in den letzten Tagen die kanadische Stadt erschüttert haben. Die kursierende Darstellung ist eindeutig: Linksenslink und ihre pro-palästinensischen Verbündeten steckten hinter der Zerstörung, und die links orientierte kanadische Regierung habe den Befehl gegeben, nicht zu handeln. Die Szene wiederholt sich, so jene, die das Thema verfolgen, mit Duldung der Regierungen, ohne dass die Sicherheitskräfte einen Finger rühren.

Der Vergleich mit Frankreich liegt nahe. Auch dort gab es Krawalle, und wie in Montreal wird darauf hingewiesen, dass keine einzige Nationalflagge weht. Nur ausländische Flaggen. Dieses Detail, das gering erscheinen mag, wird zum Anknüpfungspunkt, um die offizielle Version in Frage zu stellen: Wenn die Proteste spontan sind, warum erhält die Polizei den Befehl, nicht einzugreifen? Und warum sind die gezeigten Symbole nicht die des Landes, das sie beherbergt?

Das Muster, das sich in mehreren Städten wiederholt

Das Zusammentreffen von Krawallen an verschiedenen Punkten des Westens bleibt nicht unbemerkt. Es wird argumentiert, dass es kein Zufall sei, dass in mehreren Ländern gleichzeitig Demonstrationen stattfinden und dass die Polizei überall dieselbe Anweisung hat: nicht eingreifen. Diese Synchronität nährt den Verdacht einer Koordination, die über die lokalen Anliegen hinausgeht. Manche vergleichen es mit einem vorgefertigten Drehbuch, als würde jemand von oben die Fäden ziehen.

Die Parallele zu Frankreich wird durch ein weiteres Element gestärkt: das Fehlen nationaler Symbole. In beiden Fällen wird betont, dass die Demonstranten nicht die Flagge des Landes tragen, in dem sie protestieren, sondern andere Fahnen. Dieses Detail wird als Zeichen gedeutet, dass der Konflikt nicht intern, sondern importiert ist, und dass die örtlichen Behörden mit einer Passivität handeln, die sich ohne Weisung von oben nicht erklären ließe.

Die Sabotage-Theorie gewinnt unter jenen an Boden, die das Muster beobachten. Es handele sich nicht um einen gescheiterten Staat, sondern um einen sabotierten: Jemand löst absichtlich Chaos aus, um anschließend Kontrollmaßnahmen zu rechtfertigen. Das ist die Hypothese, die in einigen Kreisen diskutiert wird und zur Vorstellung passt, dass ein allgemeines Chaos angestrebt wird, um repressive Maßnahmen und Ausgangssperren durchzusetzen.

Was steckt hinter dem Nichteingreif-Befehl?

Der Nichteingreif-Befehl ist das verstörendste Element. Wenn die Polizei angewiesen wird, sich herauszuhalten, während Stadtviertel zerstört werden, drängt sich die Frage auf, wer diesen Befehl gibt und mit welchem Ziel. Es wird darauf hingedeutet, dass die linke kanadische Regierung die Extremisten nutze, um ein Problem zu erzeugen, das später eine autoritäre Antwort rechtfertigt. Es ist die alte Taktik des kontrollierten Chaos.

Im wirtschaftlichen Hintergrund vertreten einige Analysen die Auffassung, es gehe darum, eine multikulturelle Dystopie zu schaffen, die es erlaubt, Löhne und Arbeitsmarkt in Europa zu zerstören – mit halbsklavischer Arbeitskraft. Das Chaos wäre also kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um das Wirtschafts- und Sozialmodell umzubauen. Diese Lesart passt zur Vorstellung, dass Eliten die Instabilität nutzen, um das System zu ihren Gunsten umzugestalten.

Die Übereinstimmung mit dem in Spanien ausgerufenen Generalstreik wird als weiteres verdächtiges Element genannt. Warum ausgerechnet jetzt? Die Frage bleibt in der Luft, unbeantwortet, aber mit der Implikation, dass das Timing kein Zufall ist.

Die Rolle der Linken und die offizielle Erzählung

Die kanadische Regierung ist links, und das wird zur Erklärung der polizeilichen Passivität herangezogen. Es wird argumentiert, die proge Linke sei aufgeheizt und mobilisiert, und die Krawalle seien Teil einer politischen Strategie. Die Verbindung zur pro-palästinensischen Bewegung wird ohne Nuancen gezogen: Die sarracinistisch-dschihadistischen Verbündeten würden als Stoßtrupp agieren.

Allerdings sind sich nicht alle Analysen einig. Manche behaupten, die einzigen, die sich vor dem Sarracinismus verbeugen, seien die Rechten – und kehren das Argument um. Es ist eine Minderheitenmeinung, aber sie bringt ein Debattenelement ein, das verhindert, die Sache mit einer einzigen Erklärung abzuschließen.

Die Masse wird derweil weiter glauben, alles sei Zufall. Das ist die ironische Schlussfolgerung, die über allem schwebt: Die Leute wollen das Problem nicht sehen und schieben die Krawalle lieber auf spontane Ursachen, statt anzuerkennen, dass eine Hand sie lenkt.



Am Ende bleibt die Frage unbeantwortet: Wer gab den Befehl, in Montreal nicht einzugreifen? Bis das jemand klärt, wird die Sabotage-Theorie weiter an Bedeutung gewinnen. Und währenddessen werden die Stadtviertel wiederaufgebaut, und die ausländischen Flaggen wehen weiter.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (54 Antworten).

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