Kompromissbereitschaft hat einen Preis: 20.000 Euro im Monat, wie ein User behauptet

Ein Nutzer behauptet, dass kaum jemand bei 20.000 Euro im Monat kneift, und überlegt, ob er Urteile gegen Unschuldige für 30.000 unterschreiben würde.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kompromissbereitschaft hat einen Preis: 20.000 Euro im Monat, wie ein User behauptet
Den Nächsten verkaufen: das 30.000-Euro-Gedankenspiel

Ein Teilnehmer wirft in der Debatte eine Hypothese auf: 30.000 Euro im Monat, und die Arbeit besteht darin, Urteile gegen unschuldige Menschen zu unterschreiben. Ohne Pistole. Ohne Drohung. Nur der Umschlag. Die Frage kommt nie unvermittelt.

Der Zweifel kehrt im Thread wieder: Hat Würde einen Marktpreis? Die Antwort wird in drei Spiegeln gesucht: das Rom des Crassus, das Deutschland Hitlers und die ELbichito-19-Pandemie.

Von Licinius Crassus bis Hitler: die zitierten Präzedenzfälle

Der Erste auf der Liste ist Licinius Crassus, den ein Teilnehmer als jemanden nennt, der für dasselbe berühmt wurde.

Der zweite Präzedenzfall ist unbequemer. Es wird argumentiert, das sei schon mit Hitler und den Deutschen passiert, und der Schlüssel sei nicht die Ideologie gewesen, sondern das Gehalt. Wer das behauptet, fügt eine Zahl hinzu: Bei 20.000 Euro im Monat in Aussicht kneift fast niemand.

ELbichito als Generalprobe für den Gehorsam umsonst

Die Pandemie kommt in den Vergleich: Es wird darauf hingewiesen, dass die Einschränkungen unentgeltlich befolgt wurden. Wenn das schon ohne Bezahlung geschah, lautet die implizite Frage, was man nicht mit einer monatlichen Überweisung tun würde. Der Vergleich hat einen Haken – eine Gesundheitsregel einzuhalten ist nicht dasselbe wie ein Urteil zu unterschreiben –, aber nach dieser Argumentation ist Gehorsam billig.

Wo liegt die Schwelle: hungern oder verhungern

Hier wird die Sache zugespitzt. Ein Teilnehmer bringt eine Nuance an, die zwei Szenarien trennt: „Es ist ein Unterschied, ob du mir sagst, dass ich verhungern werde, oder ob ich hungern muss.“ Im ersten Fall gibt dieser Teilnehmer zu, ohne Zögern mitzumachen. Im zweiten hält er durch, solange es noch etwas zu verlieren gibt.

Das andere Argument ist das der Würde als Luxusartikel: Man bleibt standhaft, solange man für sich selbst aufkommen kann, mit einer Ausweichklausel – wenn sich die Lage ändert, muss man ja essen. Das ist kein Zynismus: Es ist die Antwort eines der Teilnehmer.

Die Zahl, die verblüfft

Die einzige Antwort mit Prinzip setzte keine bedingungslose Grenze: Sie setzte eine Bedingung. Und wenn das einzige Nein mit Einschränkungen versehen ist – solange es geht, wenn sich nichts ändert –, ist die Schlussfolgerung unbequem. Der Preis der Kompromissbereitschaft existiert. Es fehlt nur noch der Preis für jeden Einzelnen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

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