Koldo García: Maskenskandal und Kontakte zur PP

Ein Gerichtsbeschluss vom 7. Februar belegt Koldo Garcías Kontakt zu Miguel Tellado (PP). Die PP dementiert, die PSOE fordert Erklärungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Koldo García: Maskenskandal und Kontakte zur PP
Koldo García: Maskenskandal und Kontakte zur PP

Der richterliche Beschluss vom 7. Februar, der die Verlängerung der Telefonüberwachung im Fall Koldo genehmigte, dokumentiert, dass der ehemalige Berater des Ex-Ministers José Luis Ábalos, Koldo García Izaguirre, dem Unternehmer Juan Carlos Cueto mitteilte, er habe sich mit Miguel Tellado, dem Fraktionsvorsitzenden der Partido Popular (PP) im Kongress, und einer Person namens „Alberto“ getroffen. Das Gespräch fand am 2. Dezember statt. Der Skandal drehte sich um den Versuch, eine Klage der balearischen Regierung gegen ein Unternehmen aus dem Maskenhandel zu blockieren. Diese Klage lag nach den Wahlen im Mai in den Händen von Marga Prohens. Tellado bestreitet dies „entschieden“, während die PSOE Erklärungen verlangt. Die Ermittlungen der Guardia Civil laufen weiter.

Was der Beschluss sagt und was Tellado leugnet

Der Zugang zum Beschluss vom 7. Februar, über den El País berichtete, bestätigt die Fortsetzung der Überwachung der Hauptverdächtigen. Darin heißt es, Koldo García habe am 2. Dezember gegenüber Juan Carlos Cueto – ebenfalls Beschuldigter – gesagt, man habe ihn angerufen und er habe sich mit Miguel Tellado sowie einer zweiten Person nur namentlich als Alberto bekannt verabredet. Der Richter fügt hinzu, der weitere Verlauf der Überwachung betreffe auch José Luis Ábalos. Der PP-Parlamentarier wies jegliches Treffen oder Anrufangebot zurück. „Wir hatten keine persönliche Beziehung zu Herrn Koldo García“, sagte er bei Antena 3. Im Kongress ergänzte er später: „Ich habe mich nie mit einem Mitglied des Netzwerks getroffen. Aber ich habe jede Woche hier im Congreso de los Fruta Kontakt mit Mitgliedern dieses Kreises, mit Frau Armengol im Ältestenrat, im Plenum mit Herrn Ábalos und Herrn Santos Cerdán.“ Dies zeigt einen Widerspruch: Leugnung privater Kontakte, aber Eingeständnis regelmäßiger beruflicher Interaktion im Parlament.

Die balearische Forderung, die gestoppt werden sollte

Auslöser war eine Rückforderung der balearischen Verwaltung, zunächst unter Francina Armengol, später unter Marga Prohens, an ein Unternehmen, das Masken geliefert hatte. Der Vertrag lief über die Regionalregierung; Soluciones de Gestión, das zentrale Unternehmen des Skandals, sollte Geld für unwirksame Masken zurückzahlen. Die Unternehmer, selbst unter Beobachtung, waren nervös und versuchten, ihre Dokumentation zu sichern und persönliche Treffen abzusprechen. In diesem Kontext stehen die Kontakte zur PP und zu der im Beschluss genannten Person „Alberto“.

Das andere Geschäft: Masken und Umsatzsprünge

Der Fokus liegt nicht auf einem einzigen Vertrag. Laut Nachrichten im Ermittlungsstrang steigerte Sibucu 360 seinen Umsatz von knapp 765.000 Euro (2019) auf über 31 Millionen Euro (2020), ein Wachstum von rund 4.000 %. Das Unternehmen hatte vier Mitarbeiter und keine bekannte Verbindung zum Gesundheitssektor. Behörden wie Madrid und Galicien unter Isabel Díaz Ayuso bzw. Alberto Núñez Feijóo griffen auf Anbieter zurück, die den Zugang zu Schutzausrüstung erleichterten. Die Gesellschaft kontrolliert zudem die Lichttechnik-Firma MoonOff. Dies stützt die These, dass der Masken-Gewinnrausch nicht parteipolitisch begrenzt war.

Wer ist Jacobo Pombo, der andere Vermittler?

Jacobo Pombo taucht im Fall als weiterer Vermittler auf. Ehemaliger Mitarbeiter der FAES-Stiftung und des Madrider Rathauses sowie vor zehn Jahren Projektleiter an der Universidad Internacional Menéndez Pelayo, wurde er durch die Leitung des Global Youth Leadership Forum bekannt, eines Treffens junger Führungskräfte mit erfahrenen Politikern. Sein Profil deutet auf ein Netzwerk hin, das Grenzen zwischen Verwaltungen und Parteien überschreitet.

Stand der Dinge

Die Ermittlungen dauern an. Die Überwachungen wurden verlängert, die Beschuldigten leugnen, und die gegenseitigen Erklärungen von PP und PSOE haben keine Klarheit geschaffen. Das Gespräch vom 2. Dezember und der Beschluss vom 7. Februar sind Teile eines Aktenordners ohne abschließende Bewertung. Tellado leugnet das Treffen; die PSOE fordert Aufklärung; der Richter führt die Untersuchung fort. Laut Staatsanwaltschaft entstand das Netzwerk im Ministerium für Transportwesen unter José Luis Ábalos. Ob die balearische Forderung und die Kontakte tatsächlich relevant sind, hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab. Eine Prognose ist derzeit unmöglich: Der Fall bleibt offen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (147 Antworten).

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