Koldo García, Ábalos-Berater, wegen Masken-Affäre festgenommen

Die Guardia Civil nimmt Koldo García, Berater des Ex-Ministers Ábalos, wegen illegaler Provisionen bei Maskenkäufen fest; ihm werden Immobilien in Benidorm zugeschrieben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Koldo García, Ábalos-Berater, wegen Masken-Affäre festgenommen
Guardia Civil nimmt Ábalos-Berater wegen Masken-Affäre fest

Ein Mann, der laut Berichten im Zusammenhang mit der Festnahme als Türsteher in einem Nachtclub in Pamplona gearbeitet haben soll, wurde später zur Führungskraft bei Renfe. Dieser Lebenslauf liegt nun auf dem Tisch der Guardia Civil: die Verhaftung von Koldo García Izaguirre, Berater des ehemaligen sozialistischen Ministers José Luis Ábalos, wegen des Verdachts, illegale Provisionen beim Kauf von Masken während der Höhephase der Corona-Pandemie kassiert zu haben. Die Operation beschränkt sich nicht nur auf ihn. Auch seine Frau, Patricia Uriz Iriarte, die als Sekretärin im Verkehrsministerium arbeitete, und sein Bruder, der gewerkschaftliche Funktionen bei UGT innehatte, wurden laut veröffentlichten Informationen verhaftet.

Der Fall betrifft das Herzstück des Verkehrsministeriums und streift den Lieferanten, dem Aufträge für medizinisches Material ohne Ausschreibung vergeben wurden. Auffällig an dem angesprochenen Vermögen ist nicht seine Größe, sondern die Geschwindigkeit, mit der es angeblich angehäuft wurde.

Wer ist Koldo García und warum verwirrt seine Biografie?

Laut den im Zuge der Festnahme verbreiteten Berichten lernte der heute als rechte Hand von Ábalos geltende Mann den Ex-Minister kennen, als er als Türsteher im Club Rosalex in Pamplona arbeitete. Er hatte eine Verurteilung wegen Körperverletzung, aus der er dank einer von Ábalos selbst erwirkten Begnadigung hervorgegangen sein soll. Vom Fahrer zum Berater, vom Berater zur Führungskraft bei Renfe. Manche Karrieren erklärt man mit einem Masterabschluss; diese erklärt sich anders.

Das andere Element, das in diesen Tagen viral ging, ist seine Rolle im innerparteilichen Leben. „Koldo García ist die Person, die die Wahlurnen mit den Stimmen bei den PSOE-Vorwachen bewachte, die Pedro Sánchez zum Generalsekretär der Partei machten“, lautet das zitierte Statement. Eine Vertrauensposition, die genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort besetzt wurde.



Das Vermögen: Penthouse in Benidorm und drei Grundstücke in Polop

Die Liste der Immobilien, die Koldo García und seiner Frau zugeschrieben werden und die zusammen mit der Festnahme bekannt wurde, hat die Debatte endgültig entfacht. Alle liegen in derselben Provinz und lesen sich wie ein Inventar:

  • Vierte Etage im Gebäude Copacabana in Benidorm.
  • Penthouse im Gebäude La Goleta, ebenfalls in Benidorm.
  • 642 m² Bodenfläche in Polop.
  • 4.436 m² Grundstück in Polop.
  • 10.436 m² Grundstück in Polop.

Zwei Immobilien in Benidorm und drei Grundstücke in Polop. Keine dieser Zahlen findet sich bisher in einer Anklageschrift: Sie sind Teil des Materials, das die Festnahmen begleitet, und das die Ermittlungen noch einordnen müssen. Wer versucht, Hektare zu addieren und Schlüsse zu ziehen, sollte besser auf die Akten warten.

Die 3,5 Millionen direkt vergeben und die ungesühnte Provision

Marlaska enthüllte, dass er dem Maskenlieferanten, den Ábalos empfohlen hatte, 3,5 Millionen Euro direkt vergab, so die veröffentlichten Informationen. Dies ist die Zahl, die am besten erklärt, warum diese Angelegenheit aufgehört hat, eine Kriminalitätsmeldung zu sein, und sich zu einem Problem der öffentlichen Verwaltung entwickelt hat: Es geht nicht um einen Umschlag in einer Schublade, sondern um öffentliche Gelder, die ohne Ausschreibung in der Phase höchster gesundheitlicher Dringlichkeit vergeben wurden.

Der Vergleich mit den Vorfällen in Madrid tauchte in der Debatte auf, sobald die Festnahmen bekannt wurden. Die Provision von 234.000 Euro, die der Bruder der Madrider Präsidentin beim Maskenkauf erhalten haben soll – so wird sie in der Debatte angeführt –, blieb ohne gerichtliche Konsequenzen. Zwei Episoden, zwei unterschiedliche Maßstäbe. Oder derselbe schlecht kalibrierte Maßstab für alle.

Was sagt Ábalos und was sagt die PSOE?

Der Ex-Minister antwortete, wie im Diskurs zitiert, mit einer Formel, die bereits zum Klassiker wird. Gefragt, ob er noch Kontakt zu Koldo García habe, sagte er: „Mit der Zeit verliert man ihn.“ Freie Übersetzung: Der Mann, der ihn jahrelang begleitete, der Stimmen bewachte und schließlich im Vorstand eines staatlichen Unternehmens landete, war plötzlich ein entfernter Bekannter.

Pedro Sánchez sprach, wie im Diskurs zitiert, den Satz, der zur offiziellen Linie wurde: „Wer Fehler macht, muss dafür geradestehen, egal woher er kommt und wen es trifft.“ Der Satz wird am Rednerpult gesprochen. Die berechtigte Frage ist, ob er vor Gericht standhält.



Es gibt einen weiteren Verdacht, der die gesamte Diskussion durchzieht und laut ausgesprochen werden sollte: Dass die Festnahme erst nach den galicischen Wahlen erfolgte. Es könnte reine administrative Zufälligkeit sein. Es könnte sein, dass der Justizkalender und der Wahlkalender unwissentlich denselben Termin teilen. Angesichts dessen, was auf dem Tisch liegt, lässt die Masken-Affäre keinen schnellen Abschluss und keine freundliche Schlagzeile mehr zu.

Glaubt wirklich jemand, dass ein Fahrer ohne dass es jemand bemerkt hätte, zur Führungskraft bei Renfe aufsteigen kann?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (198 Antworten).

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