KI-Film über Entführung in Spanien gelöscht: Zensur oder Wahn
Ein mit künstlicher Intelligenz erstellter Film über eine echte Entführung in Spanien wird derzeit von den gängigen Plattformen entfernt. Der Schöpfer spricht von einer Löschkampagne, zu der auch die Sperrung von Konten gehört, die den Film mit „Gefällt mir“ markiert hatten, sowie Drohungen, IP-Adressen ausfindig zu machen. Der Film, dessen Handlung nicht öffentlich gemacht wurde, dreht sich um den sogenannten „Fall La Manada“ – die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau bei den Sanfermines 2016 – und legt, so der Autor, „den Finger auf die wunde Stelle der offiziellen Erzählung“ zu diesem Vorfall.
Der Kontext: eine Erzählung ohne Risse
Der „Fall La Manada“ ist einer der polarisierendsten Gerichtsfälle der jüngeren spanischen Geschichte. Die Verurteilung der fünf Täter wegen sens Missbrauchs statt Vergewaltigung – und deren spätere Überprüfung – schuf eine Kluft zwischen medialem und juristischem Narrativ. Jedes Werk, das die herrschende Version der Ereignisse in Frage stellt, wie es dieser Film offenbar tut, wird zum sofortigen Ziel der Plattformen. Der Schöpfer erklärt, das Video sei ohne Vorwarnung gelöscht worden, was auf automatisierte Moderation oder äußeren Druck hindeutet.
Drohungen, Paranoia und Alternativen
Die Diskussion ist aufgeheizt: Es gibt Nachrichten, die vor einer Jagd auf IP-Adressen und möglichen Prügelattacken gegen Beteiligte warnen. Auch der Name „Noelia“ – möglicherweise das Opfer – fällt, und es wird behauptet, die Regierung habe sie ermordet, eine unbelegte Behauptung, die nur für mehr Verwirrung sorgt. Angesichts der Zensur auf YouTube empfehlen Nutzer Plattformen wie Odysee, Daily Stormer oder Vimeo, wobei einige anmerken: Ist das Thema politisch brisant, „erwischen sie dich sowieso“.
Eine offene Geschichte
Bis heute ist das Originalvideo nicht öffentlich verfügbar. Der Schöpfer hat angekündigt, es beim nächsten Mal live zu streamen, einen Termin gibt es aber nicht. Der KI-Film über eine spanische Entführung liegt vorerst im Niemandsland zwischen digitaler Zensur und urbaner Legende.
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