Kaputte LED-Lampen mit einer Brücke reparieren: 10 Monate im Test

Eine Brücke über die defekte LED einer Lampe bringt das Licht für kaum Geld zurück. Zehn Monate später funktionieren die meisten reparierten Lampen noch, ohne übermäßig heiß zu werden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kaputte LED-Lampen mit einer Brücke reparieren: 10 Monate im Test
Die defekte LED überbrücken: eine Reparatur, die 10 Monate hält

Lohnt es sich, eine LED-Lampe für einen Euro zu öffnen und die ausgefallene Diode zu überbrücken, statt sie in den Wertstoffhof zu werfen? Die Antwort aus der Praxis eines Forumnutzers lautet: ja, zumindest auf kurze Sicht. Ein Dutzend Lampen, die fast im Sondermüll gelandet wären, leuchteten in weniger als einer Stunde wieder – und zehn Monate später leuchten die meisten noch, manche täglich mehrere Stunden in Wohn- und Schlafzimmer.

Die Methode ist so einfach, dass sie verdächtig wirkt: Diffusor mit einem flachen Schraubendreher öffnen, die LED finden, die nicht mehr leuchtet, und mit einem Stück Draht eine Brücke anlöten. Ohne Multimeter. Ohne Ersatzteil. Der Autor des Experiments begründet das mit einem simplen wirtschaftlichen Argument: Die Lampen kosten einen Euro, und winzige, kaum sichtbare Platinen auszulöten lohnt sich nicht. Die Alternative war der Wertstoffhof.

Warum die Brücke bei manchen Lampen funktioniert und bei anderen nicht

Hier beginnt der technische Streit. Eine Seite behauptet, dass beim Entfernen einer LED aus einer Reihenschaltung die Spannung sich auf die restlichen verteilt, jede mehr Spannung abbekommt, mehr Strom fließt und die ganze Kette heißer wird und früher stirbt. Das ist die klassische Physik der Widerstände. Das Problem: Eine LED ist kein Widerstand. Sie ist eine Diode mit einem annähernd konstanten Spannungsabfall, und die Schaltung dahinter ist meist keine passive Quelle.

Der Schlüssel liegt im Treiber. Hat die Lampe eine Konstantstromquelle – wie mehrere Analysen behaupten –, ändert das Überbrücken einer LED nichts am Strom durch die Kette: Der Regler senkt die Spannung, und die anderen Dioden merken nichts. Hat sie nur einen Kondensator und einen Vorwiderstand, steigt der Strom um einen kleinen Prozentsatz. Eine Rechnung, die in der Diskussion kursiert, beziffert diesen Anstieg auf rund 10 % beim Überbrücken einer von zehn LEDs – beim ausgestrahlten Licht praktisch vernachlässigbar.

Manche gehen weiter und zerlegen die Überhitzungstheorie: Nach dem Vergleich einer überbrückten Lampe mit ihrem unangetasteten Zwilling steigt die Helligkeit der überlebenden LEDs nicht messbar. Die Temperatur auch nicht. Die Brücke macht die Lampe keine Ofen.

Das eigentliche Risiko: 220 Volt und alternde Kondensatoren

Die ernsthafte Warnung betrifft nicht die überbrückte LED, sondern alles drumherum. Wer an netzbetriebenen Lampen arbeitet, hat nach der Gleichrichterbrücke mit mehr als 300 Volt Gleichspannung zu tun – da gibt es keinen Spielraum für Nachlässigkeit. Der vernünftige Rat: immer erst vom Strom trennen, bevor man öffnet.

Die zweite Schwachstelle sind nicht die Dioden, sondern der Elektrolytkondensator im Treiber. Seine Lebensdauer wird in Stunden gemessen – je nach Qualität und Temperatur zwischen 10.000 und 30.000 –, weshalb viele Lampen am Netzteil und nicht an den LEDs sterben. Eine Diode überbrücken repariert keinen erschöpften Kondensator, und da hört die Reparatur auf.

Die saubere Reparatur, die fast niemand macht

Es gibt einen orthodoxeren Weg: die defekte LED auslöten und durch eine intakte aus einer baugleichen Lampe ersetzen oder die Leistung über den Referenzwiderstand des Treibers senken, um die Lebensdauer zu verlängern. Das erfordert einen Lötkolben mit feiner Spitze, gute Augen und ruhige Hände. Wer die Beinchen nicht mal mit Brille sieht, für den bleibt die Brücke die vernünftige Alternative zum Müll.

Dasselbe Prinzip gilt für TV-Panels: Viele Smart-TVs landen mit einer einzigen defekten LED im Wertstoffhof und lassen sich genauso retten. Das Fazit nach zehn Monaten: Die Notlösung funktioniert. Nur wie lange das zweite Leben dauert, ist eine andere Frage.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).

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