LED-Lampen fallen am Treiber aus, nicht an der LED

Die LED fällt selten aus: 90 % der defekten LED-Lampen gehen auf den internen Treiber zurück, so die Analysen, die in der Branche kursieren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

LED-Lampen fallen am Treiber aus, nicht an der LED
LED-Lampen gehen früher kaputt als die Halogenlampen, die sie ersetzen

Die LED ist das zuverlässigste Bauteil einer LED-Lampe. Kaputt geht die Elektronik, die sie versorgt. Das ist die Diagnose, die immer wieder auftaucht, wenn jemand erzählt, er habe seine Halogenlampen durch LED ersetzt und die Lampen beginnen Monate später zu flackern, bis sie ganz ausgehen. Ein Nutzer berichtet, er habe drei Stück online zum Testen gekauft, und die letzte sei gerade ausgefallen; bei den beiden vorherigen habe er das Geld zurückerhalten. Das Muster wiederholt sich: Flackern, Helligkeitsverlust, plötzlicher Tod.

Die technische Erklärung ist kein Geheimnis. Jede LED-Lampe, die direkt an 220 Volt angeschlossen wird, enthält einen kleinen Transformator, den Treiber, der Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt. Genau dieses Bauteil fällt in mehr als 90 % der Fälle aus, so die Analysen, die in der Branche kursieren. Die LED selbst wird selten beschädigt. Wer so eine Lampe zerlegt hat, stellt fest, dass die Dioden noch intakt sind und die Stromversorgungsschaltung versengt ist.

Warum eine Lampe für 3 Euro nicht so lange halten kann wie eine für 20

Der Preis ist kein Willkürakt. Eine LED-Lampe mit geprüfter Qualität kostet zwischen 15 und 25 Euro. Es gibt welche für 3 Euro auf asiatischen Plattformen, und sie funktionieren. Eine Zeit lang. Der Unterschied liegt in der Wärmeableitung und in der Qualität des Treibers. Billige Modelle verbauen Elektronik ohne thermischen Schutz und Epistar-Dioden, die günstigsten auf dem Markt. Teure verwenden CREE- oder Bridgelux-Komponenten und Kühlkörper, die die Wärme abführen.

Die Temperatur ist der Feind. LEDs vertragen keine Temperaturen über 150 Grad, und eine schlecht konstruierte Lampe erreicht diesen Bereich leicht. Halogenlampen arbeiten paradoxerweise mit einem Wolframglühdraht bei etwa 3.000 Kelvin und halten durch. Sie haben keine Elektronik. Darin liegt die Ironie: Die Technologie, die Effizienz versprach, geht an der Hitze kaputt, die ihr eigener Stromversorgungskreis erzeugt.

Die Rechnung, die die Ersparnis entkräftet: 10.000 Stunden und zehn Jahre Amortisation

Das Werbeversprechen spricht von 50.000 Stunden Lebensdauer. Die realistische Rechnung geht von 10.000 aus. Bei einer 10-Watt-LED-Lampe, die weniger als 8 Euro kostet, liegt die Ersparnis gegenüber einer 60-Watt-Glühbirne über die Lebensdauer bei rund 105 Euro. Gegenüber einer 18-Watt-Energiesparlampe sind es gerade mal 17 Euro. Das Fazit ist unbequem: Gegenüber Energiesparlampen ist die Ersparnis minimal.

Und es gibt ein Zeitproblem. Wird die Lampe zwei Stunden am Tag benutzt, dauert es mehr als zehn Jahre, bis die 10.000 Stunden erreicht sind. Niemand garantiert, dass eine chinesische Lampe ein Jahrzehnt hält. Die komplette Rechnung, Posten für Posten aufgeschlüsselt, lässt einen so schmalen Spielraum, dass die Kaufentscheidung fast emotional wird.

LED mit 12 Volt gegenüber LED mit 220 Volt: welche sich weniger erhitzt

Der Volksglaube sagt, Lampen mit 12 Volt seien weniger zuverlässig. Das Gegenteil ist der Fall. GU10-Lampen mit 220 Volt haben den Treiber in der Lampe selbst eingebaut, was 15 bis 20 % Mehrverbrauch gegenüber den LEDs bedeutet und die Hitze im selben Gehäuse konzentriert. Die 12-Volt-Varianten nutzen einen externen Transformator, wodurch die Wärmequelle von der Lampe fern bleibt.

Das heißt nicht, dass die 12-Volt-Lampen immun sind. Es bedeutet, dass die Schwachstelle außen liegt, wo sie ausgetauscht werden kann. Bei den 220-Volt-Lampen stirbt mit dem Treiber die ganze Lampe. Eine Reparatur erfordert das Zerlegen, das Identifizieren des Bauteils und das Einlöten eines kompatiblen. Das ist eine Operation, die jeder mit Lötkolben und etwas Geduld schaffen kann, aber nicht die Mehrheit. Die übliche Alternative ist der Müll oder die Reklamation beim Verkäufer.

Was kaufen und wo: die Erfahrung derer, die es richtig gemacht haben

In zwei Punkten herrscht Konsens. Erstens: Lampen mit SMD-Dioden im Raster funktionieren besser als solche mit einem einzigen Lichtpunkt. Zweitens: Der Kauf im Ladengeschäft erleichtert die Garantieabwicklung, auch wenn der Preis steigt. Ein Nutzer hat seit zwei Jahren Philips-GU10-Lampen mit 3 Watt, die ihn je 20 Euro gekostet haben, und musste keine einzige austauschen. Ein anderer kommt seit einem Jahr ohne Ausfälle mit Modellen mit 29 SMD-LEDs aus, gekauft für 3 Euro auf Online-Plattformen.

Die Streuung ist enorm. Was bei dem einen funktioniert, geht bei dem anderen kaputt. Die einzige Regel, die Bestand hat, ist das Verhältnis von Preis und Wärmeableitung: je billiger, desto weniger Metall zum Abführen der Wärme. Und die Hitze ist es, die tötet.

Lohnt es sich, weiter billige LEDs zu kaufen und bei Defekten zu reklamieren, oder sollte man einmal richtig zahlen und sich keine Sorgen mehr machen?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (86 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver