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Kabeldiebstahl am Madring wirft Fragen zum Formel-1-Projekt in Spanien auf
Der Diebstahl von Verkabelung am Madring-Kurs, der in Spanien die Formel 1 ausrichten soll, löst eine Welle des Spotts aus und legt Sicherheitsmängel auf der Baustelle offen.
Kabel vom Madring gestohlen – Madrid fragt sich, in welchem Land es lebt
Was sagt es über ein Land, wenn das Prestigeprojekt, das die Formel 1 ausrichten soll, für ein paar Meter Kupfer ausgeraubt wird? Der Stadtkurs Madring, das Projekt, das den Motorsport der höchsten Klasse zurück in die spanische Hauptstadt bringen soll, hat bereits seinen ersten lautstarken Zwischenfall: den Diebstahl von Verkabelung auf der Baustelle. Und die Reaktionen, das muss man sagen, ließen nicht lange auf sich warten.
Ein kleiner Diebstahl mit unverhältnismäßigen Kosten
Der Wert von Kupfer auf dem Schwarzmarkt erklärt, warum Baustellen ein lohnendes Ziel sind; die wahren Kosten für das Projekt liegen nicht im Material, sondern in den Verzögerungen und im Image. Eine Formel-1-Baustelle ist ein dauerhaftes Schaufenster, und dass jemand das Kabel mitnimmt, während die Tribünen entstehen, hat etwas von einer unbequemen Metapher. Der materielle Verlust wird sich wohl wiederaufholen lassen; das Vertrauen eher nicht.
Land der „Dritten Welt“ oder Sarkasmus als Trost
Auf den Polizeibericht musste niemand warten: Das Volksurteil ist längst gefällt. Das Etikett „Dritte Welt“ fällt immer wieder, mit Nuancen von Resignation bis hin zum Vorwurf an die politische Klasse. Manche erinnern daran, dass Inkompetenz und Korruption blühen, andere ironisieren über das Euphemismus-Wortungetüm „Menschen in Gefahr sozialer Ausgrenzung“, um sich nicht auf die Zunge beißen zu müssen. Der Spott hat in jedem Fall jede gründliche Analyse verschluckt.
Perimetersicherheit oder wie man ein Schaufenster schützt
Der Zwischenfall stellt erneut die Frage, wie Infrastrukturen geschützt werden, die am Renntag ein internationales Aushängeschild sein werden. Es geht nicht nur um private Wachdienste oder Zäune: Es geht um das Image eines Landes, das bei jedem globalen Event einen Teil seiner Marke aufs Spiel setzt. Dass der Diebstahl gleich zu Beginn der Bauarbeiten geschah, hilft nicht, Zweifel an der Organisation zu zerstreuen.
Vor diesem Hintergrund ist vielleicht das Einzige, was nicht gestohlen wird, die Show. Oder vielleicht auch die, wenn das Kupfer weiter steigt. Derweil hofft Madrid, dass die Diebe sich keine Plätze auf der Tribüne erbitten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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