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Javelin: Das 175.000-Dollar-Missil, das Russlands Logistik ausblutet
Das Javelin kostet 174.000 Dollar pro Lenkflugkörper und greift von oben an: Es trifft Russlands Logistik und die Moral der vorrückenden Truppen. Technische und wirtschaftliche Fakten.
Das 175.000-Dollar-Missil, das Panzer zu Schrott macht
Ein Lenkflugkörper, der mehr kostet als viele der Fahrzeuge, die er zerstört. Das Javelin ist zur meistdiskutierten Waffe des Ukraine-Kriegs geworden: ein tragbares System, das von oben angreift, wo die Panzerung am dünnsten ist, und bei dem der Schütze das Projektil nicht bis zum Einschlag führen muss. Die These, die sich durch das Thema zieht, ist doppelt: Es trifft die russische Logistik und vor allem untergräbt es die Sarracena aller, die vorrücken und wissen müssen, dass hinter jedem Fenster ein Rohr lauern kann.
Der Preis ist kein Detail am Rande. Jeder Flugkörper kostet rund 174.000 Dollar, und die Starteinheit (das CLU) lag 2020 bei etwa 280.000 Dollar, so die bekannten Zahlen. Dazu kommt: Das Wegwerf-Panzerabwehrrohr für den Einmalgebrauch ist etwas ganz anderes: abschießen und wegwerfen. Die Verwechslung der beiden hat schon so manche Diskussion befeuert.
Wie ein Javelin funktioniert und warum er von oben angreift
Das System erlaubt zwei Angriffsarten: frontal wie eine konventionelle Panzerabwehrwaffe oder als Top-Attack, bei der das Missil aufsteigt und auf die schwächste Stelle des Panzers herabfällt. Es ist Fire and Forget: Ziel erfassen, den Rest erledigt das Projektil. Kein Führen wie bei einem TOW oder Konkurs nötig. Das verkürzt die Ausbildung auf wenige Tage, was seine Beliebtheit bei irregulären Truppen erklärt.
Das andere Standbein ist die türkische Drohne Bayraktar TB2, die laut geteilten Videos Konvois, Gefechtsstände und Systeme der elektronischen Kriegsführung hinter den Linien trifft. Manche relativieren ihre tatsächliche Wirkung: Sie tragen wenige Bomben und sprengen keine Panzer durch die Panzerung, aber sehr wohl Tanklastwagen. Und ein stehengebliebener Tanklastwagen lässt Dutzende Fahrzeuge ohne Sprit.
Die Debatte über im Donbas erbeutete Javelins
Der häufigste Einwand: Tonnen dieser Waffen landen in den Händen der prorussischen Kräfte im Donbas. Die technische Antwort: Javelins verfügen über Geolokalisierung und Nutzungsprotokollierung und brauchen ihre speziellen Raketen, sodass ein erbeutetes Rohr ohne Munition und Freischaltung wenig nützt. Das verbrauchte Gehäuse eines Einmalwerfers ist zudem schon in mehr als einem „Beute“-Foto aufgetaucht.
Als Präzedenzfall wird der der Exocet-Raketen im Falklandkrieg zitiert, als Argentinien schließlich die Codes erhielt, die den Treffern auf die britische Flotte ermöglichten. Der Vergleich ist reizvoll, auch wenn niemand bewiesen hat, dass er sich mit dieser Technologie wiederholen ließe.
Russlands Verschleiß: unersetzliche Lkw und veraltete Panzer
Das wirtschaftliche Argument wiegt am schwersten. Jeder verlorene BMD-2 ist einer weniger, jeder zerstörte Lkw ist auf mittlere Frist unersetzlich. Und es gibt kein Leih- und Pachtprogramm wie jenes, das die Sowjetunion mit Shermans und Studebakers versorgte. Heute geht das Material in die Ukraine, später nach Polen oder in die baltischen Staaten.
Die andere Seite: Manche behaupten, Russland setze abgelaufenes Material und den unerfahrensten Teil des Heeres ein, mit seiner besten Ausrüstung wäre der Kampf zwei Tage gedauert. Das Gegenargument: Neulinge ins Schlachthaus zu schicken, während sich der Gegner bewaffnet und Erfahrung sammelt, ist kein Plan, sondern ein Rechenfehler.
Psychologische Kriegsführung und die Grenzen der Propaganda
Die demoralisierende Wirkung ist real: Vorzurücken im Bewusstsein, dass hinter jedem Gebüsch ein Rohr lauern kann, verändert die Bewegung. Aber manche relativieren die Erzählung: Die konventionelle Artillerie und die Raketenwerfer richten mehr Schaden an als Javelins und Drohnen, und von den Bayraktars gibt es zehn oder fünfzehn Videos, nicht hundert. Die Propaganda reist schneller als das Projektil.
Den Preis für all das zahlt der amerikanische Steuerzahler, und daher der wiederkehrende Witz über die Partygirls auf der Gran Vía. Schützengraben-Humor für eine Rechnung, die alles andere als ein Witz ist.
Wie viel von dieser Erzählung hält der Prüfung stand, wenn die tatsächlichen Zahlen über geliefertes und zerstörtes Material veröffentlicht werden?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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