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Iustitia Europa: Dokumentarfilm gegen das Regime von 1978
Iustitia Europa stellt den Film 'El Antipartido' vor und startet am 28. November in Málaga eine Tournee, die das politische System Spaniens kritisiert.
Iustitia Europa präsentiert 'El Antipartido' als Alternative zum System von 1978
Am 28. November 2024 startet in Málaga die Präsentationstournee des Dokumentarfilms El Antipartido, ein Projekt der Iustitia Europa, die sich als Bürgerbewegung und nicht als klassische Partei versteht. Die Formation, vertreten durch Luis María Pardo und Luis Jiménez, plant Vorführungen in vier Städten: Málaga, Sevilla, Zaragoza und Vigo, um ihre jüngste Geschichte und ihre unmittelbare Zukunft zu erzählen. Der Auftritt wird als Wendepunkt für ein Projekt dargestellt, das ideologische Etiketten ablehnt und zur gemeinsamen Verteidigung der Freiheit aufruft.
Die Präsentation des Films ist kein bloßes Kulturereignis. Iustitia Europa hat in sozialen Medien eine klare Botschaft verbreitet: „Wir brauchen einen NEUSTART in der spanischen Politik und nicht noch mehr vom Gleichen“. In diesem Sinne betont die Formation, dass die spanische Gesellschaft es satt habe, dass Politiker sie spalten, um Korruption auf der einen Seite und politische Trägheit auf der anderen Seite zu verdecken. Laut den Initiatoren erzählt der Dokumentarfilm die jüngste Geschichte der Bewegung und ihre Absicht, institutionell tätig zu werden.
Was ist Iustitia Europa und warum nennt sie sich „Anti-Partei“?
Iustitia Europa definiert sich als Bürgerbewegung, die ideologische Parolen und Dogmen ablehnt, die ihrer Meinung nach nur dazu dienten, die Bürger gegeneinander aufzubringen. In ihren Mitteilungen kritisiert die Formation offen das politische Regime, das aus der Verfassung von 1978 hervorging (in Spanien oft als „Régimen del 78“ bezeichnet), und wirft ihm vor, eine Quelle von Korruption und politischer Faulheit zu sein. Das Etikett Antipartido (Anti-Partei) ist kein Widerspruch, sondern eine Absichtserklärung: Man will sich als bürgerliche Alternative zum traditionellen Parteiensystem präsentieren.
Der Anführer der Formation, Luis María Pardo, war in seinen sozialen Netzwerken deutlich: „Allen Sprechern, denen das R78 nicht gefällt und die über die Zustände in Spanien klagen, sage ich: Handelt! Geht in die Institutionen und werft sie raus. Und niemand – ich wiederhole, NIEMAND – der dort installiert ist, tut dies…“. Diese Nachricht fasst die Strategie der Iustitia Europa zusammen: Unzufriedenheit in institutionelles Handeln zu kanalisieren, statt in sterile Proteste.
Der Kalender der Präsentationen und die Kernbotschaft
Die Tournee führt durch vier spanische Städte an wichtigen Terminen. Am 28. November 2024 findet die Premiere in Málaga um 19:00 Uhr statt. Am 30. November kommt sie nach Sevilla um 18:00 Uhr. Am 12. Dezember ist Zaragoza dran um 19:00 Uhr, und am 14. Dezember endet die Reihe in Vigo um 12:30 Uhr. Bei allen Veranstaltungen werden Pardo und Jiménez von Überraschungsgästen begleitet.
Die Botschaft, die diese Vorführungen begleitet, ist einheitlich: die Notwendigkeit eines politischen Neustarts und einer Alternative, die von den Bürgern ausgeht. In einem Tweet erklärt die Formation: „Sie ziehen Spanien aus. Wir brauchen eine ALTERNATIVE ZUM SYSTEM VON 1978, und zwar von den Bürgern aus.“ Die Kritik an den traditionellen Parteien ist konstant, richtet sich aber auch gegen sogenannte „falsche Retter“, denen vorgeworfen wird, die echten Probleme nicht zu lösen.
Kritik an der politischen Klasse und fiskalische Ausbeutung
Ein Schwerpunkt der Rede von Iustitia Europa ist die Kritik an der fiskalischen Ausbeutung und dem ungebremsten Wachstum der politischen Klasse. Die Formation behauptet, die politische Klasse parasitiere die Gesellschaft und widme immer mehr Zeit internen Streitigkeiten als den realen Problemen der Bürger. Diese Kritik beschränkt sich nicht auf PSOE und PP, sondern schließt auch jene ein, die als „falsche Retter“ gelten, also Formationen, die ihrer Ansicht nach keinen echten Wandel darstellen.
Die Formation hat sich auch mit internationalen Themen befasst, wie der Blockade des russischen Gases durch die Ukraine. In einem Tweet zitiert Iustitia Europa den slowakischen Premierminister Fico, um die Entscheidung der Ukraine zu kritisieren, den Transit von russischem Gas zu unterbrechen, und weist darauf hin, dass dies „schwerwiegende wirtschaftliche Folgen“ für die EU haben werde, aber nicht für Russland. Solche Nachrichten sollen die Formation als kritische Stimme gegenüber der europäischen Energiepolitik positionieren.
Die unmittelbare Zukunft und die Strategie des institutionellen Handelns
Der Dokumentarfilm El Antipartido ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um die Bewegung bekannt zu machen und Unterstützung zu gewinnen. Die Formation besteht darauf, dass ihr Ziel darin bestehe, ins Handeln zu kommen und die Institutionen zu erreichen, um jene zu verdrängen, die sie als festgesetzt ansieht. In ihren Mitteilungen wiederholen sie, dass die spanische Gesellschaft es leid sei, dass Politiker sie spalten, um Korruption und Untätigkeit zu verdecken.
Die offene Frage bleibt, ob diese Bürgerbewegung ihre Rhetorik in konkrete Wahlerfolge ummünzen kann. Bislang konzentriert sich ihre Strategie auf die Verbreitung des Films und die Organisation von Veranstaltungen in ganz Spanien. Der 28. November in Málaga wird der erste Belastungstest sein. Wird er ausreichen, um die Enttäuschten davon zu überzeugen, dass diesmal alles anders ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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