Irene Montero schenkt Abascal bei La Revuelta Knieschoner – angeblich für Netanyahu

Irene Montero überreicht Santiago Abascal in der Sendung La Revuelta Knieschoner – eine Anspielung auf Netanyahu und Trump. Was dahintersteckt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Irene Montero überreichte Santiago Abascal während seines Auftritts bei La Revuelta ein Paar Knieschoner – eine Geste, mit der sie die Unterwürfigkeit verspottete, die sie dem Vox-Chef gegenüber Netanyahu und Trump unterstellt.

Die Szene hat Substanz. **Irene Montero** war zu Gast in der Sendung **La Revuelta** und brachte ein ungewöhnliches Objekt mit: Knieschoner. Sie übergab sie **Santiago Abascal** mit einer Begründung, die aus dem Geschenk eine politische Botschaft machte. Der eigentliche Adressat sei, so sie, nicht nur der Vox-Chef gewesen.

## Ein Geschenk mit Empfängern im Ausland

Montero präsentierte die Knieschoner als nützlich für die Aufgaben, die Abascal ihrer Ansicht nach an der Seite von **Netanyahu** und **Trump** erledigt. Der Witz funktioniert durch Häufung: Das Objekt deutet das Knien an, und die Eigennamen verorten diese Geste in zwei konkreten Hauptstädten, Jerusalem und Washington. Das ist keine allgemeine Kritik. Es ist ein Vorwurf mit Klarnamen.

Der Kontext zählt. Abascal hat die Linie der israelischen Regierung öffentlich verteidigt und pflegt eine Nähe zum Trumpismus. Montero, ehemalige Gleichstellungsministerin und Podemos-Vorsitzende, macht aus dieser Nähe die Pointe des Witzes. Die spanische Politik wird auch in solchen Studiogesten ausgetragen.

## Politik als Fernsehspektakel

La Revuelta hat sich als Format etabliert, in dem Politiker etwas anderes suchen als die Wahlkampfveranstaltung: junges Publikum und Viralität. Das Format erlaubt solche Effekte, die anschließend in den sozialen Medien zirkulieren. Ein Paar Knieschoner kostet wenig und macht viel Lärm. Die Aufmerksamkeitsökonomie regiert.

Das ist die Kalkulation. Ein Baumarktartikel wird zur Schlagzeile, zum Meme und zum Wahlkampfargument. Montero braucht keine zwanzigminütige Rede, wenn sie ein Accessoire und zwei Eigennamen hat. Die spanische Politik hat längst verstanden, dass das TV-Studio ein Schaufenster ist – und dass sich das Schaufenster von selbst bezahlt macht.

## Was Vox in dieser Szene aufs Spiel setzt

Für Abascal ist das Geschenk eine Falle. Es anzunehmen bedeutet, den Rahmen zu akzeptieren, den seine Gegnerin ihm aufzwingt. Es abzulehnen, vor laufender Kamera, sieht schlecht aus. Die Szene hinterlässt ein Bild, das schwer zu entkräften ist: der Vox-Chef mit Knieschonern in den Händen und zwei ausländische Staatschefs im Visier.

All das ist in der spanischen Politik nichts Neues, wo das symbolische Objekt manchmal das Wahlprogramm ersetzt. Doch der Kern sollte nicht aus den Augen verloren werden: Es ist politische Kritik, keine überprüfte Information über das Verhalten irgendjemandes. Die Knieschoner sind ein Witz mit Absicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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