Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Russland setzt massenhaft iranische Drohnen ein. Mit Kosten von 20.000 € pro Stück im Vergleich zu 6,5 Mio. € für Raketen verschiebt sich die Kosten-Nutzen-Rechnung der Luftkriegsführung.
Die iranische Drohne für 20.000 €, die die 6,5-Millionen-Rakete ad absurdum führt
Russland ist das ausgegangen, was es immer im Überfluss hatte: Raketen. Mindestens 17 in Iran hergestellte Drohnen schlugen an einem einzigen Montag auf mehreren ukrainischen Städten ein, wie aus einem Bericht des ukrainischen Verteidigungsministeriums hervorgeht, der im Juli 2022 verbreitet wurde. Es handelt sich um Geräte vom Typ Shahed, die in Iran produziert und in Russland als Geran-2 umbenannt wurden. Und ihr Spitzname in Militärkreisen sagt alles über sie aus: die „Mobylette-Bombe“.
Der Satz „Russland hat keine russischen Drohnen“ ist nicht mehr nur eine rhetorische Frage, sondern eine Lücke im Narrativ der beiden militärischen Großmächte auf dem Schachbrett. Das Land mit dem größten Atomwaffenarsenal der Welt kauft ferngesteuerte Flugmodelle mit Mopedmotoren bei einem Staat, der seit einem halben Jahrhundert unter Embargo steht. Der Kontrast ist so brutal, dass er an Groteske grenzt.
Die Gleichung, die auf den Geldbeutel schaut, nicht auf die Kilotonnen
Ziehen Sie eine Tabelle auf. Eine russische Marschflugkörper kostet etwa 6,5 Millionen Euro pro Stück; ein Exemplar der Deltaflügel-Drohne liegt bei rund 20.000 Euro. Bei dieser Differenz entspricht jede am Himmel abgefangene Rakete 325 ihrer billigen Nachfolger. Und der billige Nachfolger wird von der älteren Flugabwehr leicht erkannt; der teure auch, aber er wird nur einmal abgeschossen.
Einige behaupten, die Russen seien nicht mehr vom iranischen Lagerbestand abhängig: Sie würden diese in drei Fabriken in drei Schichten produzieren, wobei die Stückkosten in den optimistischsten Berichten auf etwa 1.000 US-Dollar geschätzt wurden. Die Zahl ist so niedrig, dass sie ohne Prüfung der Buchführung kaum glaubwürdig erscheint, aber die Richtung ist klar: Verbilligung statt Perfektionierung.
Warum ist der Mopedmotor der Schlüssel zum Design?
Das Herzstück der Geran-2 ist ein Mechanismus mit 550 ccm Hubraum und Zweitaktmotor, den jeder, der schon einmal ein altes Motorrad besessen hat, sofort erkennt. Er erreicht 200 km/h und hält etwa fünf Stunden Flugzeit durch. Der Vorteil liegt nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der Einfachheit: Standardschrauben, Kabelbinder, Schrumpfschläuche und eine Zündkerze, die jeder Soldat mit etwas Know-how wechseln kann.
Genau das faszinierte die Technikfans. Ein Motor, der mit einer billigen Werkzeugkiste und Plänen, die im Internet kursieren, gewartet werden kann, ist eine Waffe, die nicht von der westlichen Lieferkette abhängt. Vereinfacht man es noch weiter, kommt man fast beim Töpferware-Stil heraus. Der Witz erklärt sich von selbst, aber die militärische Tragweite ist ernst.
Sättigung schlägt Präzision bei der Flugabwehr
Die zweite Lehre ist taktischer Natur. Kein Flugabwehrsystem, egal wie teuer, kann gegen einen Regen von Geräten bestehen, die weniger kosten als das Ziel, das sie schützen sollen. Das ist die Arithmetik des Sättigungsangriffs: Den Verteidiger zwingen, Munition im sechsstelligen Bereich auszugeben, um ein Objekt im fünfstelligen Bereich abzuschießen.
Und das ist keine neue Idee. Im Zweiten Weltkrieg spannten die Briten Stahlseile zwischen Ballons, um deutsche Bomber aufzuhalten, und klassische Flak-Batterien waren wieder gefragt. Das Neue ist der Preis des Angreifers, der ins Bodenlose gefallen ist. Wenn ein Schwarm aus Plastik und Karton weniger kostet als die Rakete, die ihn stoppen soll, gerät die Flugabwehr in die roten Zahlen.
Vom Waffenkäufer zum globalen Lieferanten
Dieses Phänomen hat einen unerwarteten Gewinner. Nach den Zahlen, die im Zuge der Affäre kursierten, haben sich 22 Länder innerhalb einer Woche an Iran gewandt, um Interesse an seinen Drohnen zu bekunden. Das seit einem halben Jahrhundert sanktionierte Land wird zum Technologie-Lieferanten einer Macht, die einen Nachbarstaat invadiert. Not macht erfinderisch, heißt es.
Das andere Opfer dieses Narrativs ist der türkische Drohne, einst das Werbegesicht des Konflikts: Von einem Verband ukrainischer Rüstungsunternehmen wurde behauptet, die russische Armee habe sie in der ersten Woche der Operation alle abgeschossen. Eine Waffe mit mehr PR-Effekt als Kampfnutzen, laut dieser Darstellung. Man sollte dies vorsichtig betrachten, da die Quelle nicht neutral ist, aber die Wendung im Drehbuch ist aufschlussreich.
Militärische Revolution oder Spielzeug für Modellbauer?
Die Meinungen sind geteilt. Für manche ist es das moderne Äquivalent des T-34: ein billiges, in Serie produziertes Gerät mit einem Schaden-Kosten-Verhältnis, das Handbücher neu schreiben lässt. Für andere taugt es nur zur Zerstörung von Staudämmen und Strominfrastruktur, nicht dazu, die Frontlinie zu brechen. Beide Diagnosen koexistieren ungelöst.
Indes gingen die Bombardements weiter, diplomatische Forderungen nach einem Ausschluss Irans aus der G20 wurden archiviert, und Länder mit unbegrenzten Verteidigungsbudgets nahmen Kenntnis. Die entscheidende Frage ist nicht, ob die Drohne hübsch ist, sondern wie viele davon produziert werden können, bevor der Flugabwehr die teure Munition ausgeht.
Mit dieser Arithmetik auf dem Tisch ist es vorhersehbar, dass ein Rennen darum entbrennt, das Gerät zu kopieren und den Abfangjäger zu verbilligen, nicht umgekehrt. Ob dieses Rennen rechtzeitig abgeschlossen wird oder in Jahrmarkt-Propaganda endet, ist zum Zeitpunkt dieser Diskussion noch offen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (175 Antworten).
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Vaterschaft von Paqui Gento, die ein Inventar des Vermögens des Fußballers verlangt und die Anfechtung der Erbschaft vorbereitet.
Ein Kämpfer befestigt eine Ladung an der Kette eines über 60 Tonnen schweren israelischen Panzers. Das Video bricht ab, bevor klar ist, ob das Fahrzeug zerstört wurde.
Russland führt den Krieg mit einem Rubelkurs von knapp 82 pro Dollar und täglich 900 bis 1.000 Verlusten. Die Berechnungen zur Widerstandsfähigkeit sind widersprüchlich.
Selenskyj stellt der NATO ein Ultimatum: Ohne Beitritt droht die Ukraine mit dem Bau eigener Atombomben. Ein Beamter behauptet, das Land könnte in wenigen Wochen über Nuklearwaffen verfügen.