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Iran gewährt Spanien freie Passage durch Straße von Hormus trotz kaum vorhandener Flotte
Iran erlaubt spanischen Schiffen die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus, doch nur 5% des Öls und 2% des Gases für Spanien nutzen diese Route.
Spanien erhält zollfreie Passage durch Hormus mit fast nicht existenter Flotte
Iran hat Spanien die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Manche verkaufen dies als diplomatischen Erfolg. Das unbequeme Detail: Es gibt kaum Schiffe unter spanischer Flagge auf dieser Route. Die Maßnahme ist in der Praxis ein symbolischer Akt mit Verfallsdatum.
Die Ankündigung kommt mit zwei Zahlen, die alles entkräften. Nach den vorliegenden Daten transitieren nur 5% des Öls und 2% des Gases, das Spanien erreicht, durch Hormus. Und die in Spanien registrierte Handelsflotte ist ein verschwindend geringer Bruchteil der Gesamtzahl: Die meisten fahren unter Billigflaggen wie Panama, Liberia oder den Marshallinseln. Der zollfreie Zugang gilt für eine Geisterflotte.
Wie viele Tanker unter spanischer Flagge passieren Hormus?
Die kurze Antwort: praktisch keine. Eine im Umlauf befindliche Analyse beziffert die in Spanien registrierten Handelsschiffe auf 84. Von diesen wäre keines ein Gastanker, Öltanker oder großer Containerschiff im offenen internationalen Verkehr. Der relevante spanische Ölverkehr operiert unter Billigflaggen.
Der Grund ist rein wirtschaftlich. Ein Aframax-Tanker unter panamaischer Flagge zahlt zwischen 15.000 und 25.000 Dollar jährlich für Registrierung, eine vernachlässigbare Tonnagesteuer und philippinische oder ukrainische Crews. Mit spanischer Flagge explodiert die Rechnung: teurere Registrierung, Körperschaftsteuer und europäische Arbeitsvorschriften. Der Unterschied ist ein Abgrund, keine Ersparnis.
Das erklärt, warum die spanische Registrierung marginal ist. Die Frage, wie stark der Brent-Ölpreis steigen müsste, um einen Flaggenwechsel tragfähig zu machen, hat keine Antwort: Die Ausgangsprämisse existiert nicht. Es gibt keine spanische Ölflotte, die umregistriert werden könnte.
Algeriens Geschenk und Irans Kalkül
Der andere Akteur ist Algerien. Der 12%-Anstieg bei billigem Gas aus Algier wird als Schlag gegen Marokko und Geschenk an Sánchez interpretiert. Algerien nutzt die Gelegenheit, um im Konflikt mit Rabat einen Zug zu machen. Iran hingegen wendet eine rein symbolische Maßnahme an, die Zwietracht unter den Europäern säen soll, ohne echte Kosten.
Die geopolitische Lesart ist kälter. Iran hat eine allgemeine Politik für nicht-feindliche Länder. Spanien fällt in diese Kategorie nicht wegen diplomatischer Meisterschaft, sondern strategischer Bedeutungslosigkeit. Es ist der Trostpreis dafür, dass man nicht stört.
Die versteckten Kosten der Fototermin-Politik
Der Vorteil hat ein Verfallsdatum. Manche argumentieren, dass die Amerikaner nicht vergessen und dass, wenn Spanien wirklich etwas braucht – Geheimdienstinformationen, Unterstützung bei einer relevanten Angelegenheit –, die Tür möglicherweise verschlossen ist. Das heutige Foto ist morgen die Ohrfeige.
Währenddessen zahlt der Bürger, als gäbe es eine Blockade. Die Maut für die Straße von Gibraltar wird weiterhin entrichtet. Und die Kraftstoffpreise sinken nicht wegen einer Pressemitteilung. Die Maßnahme betrifft niemanden finanziell.
Das Kleingedruckte der Flaggenregistrierung
Das System der Billigflaggen ist ein globales Geschäft. Reeder wählen die Flagge nach Steuern, Vorschriften und Lohnkosten. Spanien konkurriert unter strukturellen Nachteilen. Eine Änderung würde Reformen erfordern, die niemand auf den Tisch gelegt hat.
Solange die tatsächliche spanische Flotte in Hormus marginal bleibt, ist der zollfreie Zugang eine Schlagzeile ohne Flotte. Eine diplomatische Geste, die wie ein Sieg klingt, aber eine Anekdote bleibt. Wenn das nächste Mal jemand mit einem internationalen Erfolg prahlt, sollte man fragen, wie viele eigene Schiffe dort durchfahren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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