Ich war in Barcelona und es hat wehgetan

Ein Tourist schildert seine Enttäuschung über Barcelona: Gestank, Dreck und Islamisierung. Das Forum Burbuja.info kocht mit 51 Antworten und Vergleichen mit Madrid.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Barcelona, der Schmerz eines Touristen und die Debatte, die nicht endet

"In manchen Straßen riecht es fürchterlich nach Scheiße, vermischt mit Rauch. Aber das Schlimmste ist die Sarracinisierung." So beginnt der Thread von Marty McFlyy auf Burbuja.info, und in 23 Tagen hat er 51 Antworten erzeugt, die seine Klage zum Stimmungsbarometer für die wahrgenommene Dekadenz Barcelonas gemacht haben. Zwischen Berichten von Anwohnern, gegenseitigen Anschuldigungen und Meldestatistiken destilliert der Thread eine kompromisslose Skepsis gegenüber der offiziellen Erzählung über die Stadt.

Der Bericht aus erster Hand

Der Nutzer Marty McFlyy erzählt, dass er in bestimmten Straßen Exkremente fand, die "glaube ich von Menschen und nicht von Hunden" stammen, und dass man dort mehr Marokkanisch oder Urdu hört als Spanisch. Mehrere Foristen bestätigen das: "Stellt euch die vor, die hier geboren wurden und immer noch hier leben", schreibt VesperX, der die Stadt als "einen Dreckshaufen voller Schrottsammler, Mohren, billiger Touristen und Separatisten" beschreibt. Ironische Sticheleien fehlen nicht: "Und hört man viel Katalanisch?", fragt la_trotona. "Ich habe es einmal unter ein paar jungen Leuten gehört. Kam mir malerisch vor", antwortet Profesor.Poopsnagle.

Aber nicht alle teilen die Diagnose. Manche Nutzer werfen dem Autor Übertreibung oder Unkenntnis der Stadt vor. "Pass auf, wo du hingehst", poltert jota1971, während Testazz spottet: "Sag beim nächsten Mal Bescheid, dann mache ich dir eine geführte Tour."

Madrid oder Barcelona? Der Datengefecht

Der Thread driftet in einen Vergleich mit Madrid ab. Manzanares veröffentlicht Grafiken der Meldestatistik: "Madrid ist die Stadt mit den meisten 'Segarros' und Afrikanern in Spanien." Laut seinen Zahlen hätte Madrid 32.000 Marokkaner (0,86 %) und Barcelona 19.353 (1,13 %). Doch Ricardo-Barcelona entgegnet, "Illegale melden sich nicht an", und im Raval oder Besós übersteige die ausländische Bevölkerung die einheimische. "Statistiken sind die Rechtfertigung für die Lügen der Politiker", urteilt er. Die Debatte zeigt die Kluft zwischen offiziellen Daten und Straßengefühl, ein Klassiker in dieser Community.

Die politische Diagnose

"Sie haben einen schwulen Bürgermeister gewählt und vorher einen pseudolesbischen Podemos-Typen. Dann sollen sie genießen, was sie gewählt haben", schreibt dcisneros. Andere gehen gegen die Unabhängigkeitsbewegung los: "Die rückständigen katalanischen Nationalisten und die Invasoren haben Barcelona in einen Misthaufen verwandelt", sagt Klapaucius. Der Schatten der Politik liegt über jeder Antwort, mit einer wiederkehrenden Botschaft: Die Bürger seien selbst schuld, weil sie keine Rechenschaft fordern.

Der Thread findet keinen Konsens, hinterlässt aber einen Eindruck: Barcelona ist für viele Foristen nicht mehr das, was es einmal war. Wahrnehmung oder Realität? Die Daten überzeugen niemanden, und die Wunde bleibt offen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (51 Antworten).

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