IBEX schließt Oktober 2014 über 10.480 Punkten

Der IBEX stieg im Oktober 2014 von 9.370 auf über 10.480 Punkte, während der S&P 500 Rekorde markierte und Mapfre unter 2,7 Euro notierte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

IBEX schließt Oktober 2014 über 10.480 Punkten
Oktober 2014: Vom Bären-Panik zum Angriff auf die 10.500er-Marke

Am 1. Oktober 2014 startete der IBEX mit den Nachwehen eines verheerenden Septembers in den Monat, während ein halbes Dutzend Crash-Propheten bereitstanden. Die bärischen Ziele lagen bei 9.370 Punkten für den spanischen Index, der Eurostoxx fiel unter 3.130 und Mapfre notierte unter 2,7 Euro mit einem KGV von 9. Dreißig Tage später griff der Index die 10.480 Punkte an, während der S&P 500 historische Höchststände erreichte. Das versprach Heiterkeit.

September hinterließ Blutspuren, Oktober begann defensiv

Die ersten zwei Wochen blieben vorsichtig. Man sprach davon, sich aus dem Markt fernzuhalten, Liquidität zu halten und keine voreiligen Schritte zu tun, wobei der Boden des IBEX bei 9.370 Punkten gesehen wurde. Technische Referenzen wurden mit Uhrmacherpräzision diskutiert: Widerstand des Eurostoxx bei 3.130, europäisches mittelfristiges Ziel bei 2.750, Erholungen, die bestimmte Niveaus nicht durchbrechen sollten. Dieselbe Zahl, die am 13. als Beginn des Apokalypse galt, diente zwei Wochen später als Sprungbrett Richtung 12.000. Was sich änderte, war nicht das Chartbild, sondern die Stimmung.

Mapfre bei 2,7 Euro: Die Wertfalle des IBEX

Während der Index schwächelte, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die gebeutelten Werte. Mapfre unter 2,7 Euro mit einem KGV von 9 weckte gleichzeitig Interesse und Misstrauen. Die fundamentale Bewertung schien günstig, doch erfahrene Anleger warnten, dass dieses Label jahrelang auf eine reinigende Feuerprobe wartete, die nie kam. Kaufszenarien wurden mit konkreten Zahlen skizziert: Teilkauf im aktuellen Bereich, Aufstockung bei Fall auf 2,2-2,3 Euro und ein Langfristziel von 3,5 Euro. Auf der Liste der fundamental günstigen Werte standen Telefónica, Repsol, Iberdrola, BBVA und Santander. Die alte Garde des IBEX, stets im Discount, stets umstritten.

Der Tag, an dem das Heer der Bären kapitulierte

Im Laufe des Monats drehte sich die Erzählung. Der S&P 500 lag nur vier Punkte unter seinen historischen Höchstständen, und die europäischen Indizes folgten diesem Trend. Die letzten Meldungen hatten einen anderen Ton: Der Index drängte nach oben, drohte die 10.480 zu brechen und versprach ein spektakuläres Monatsende. Ein Teilnehmer parodierte mit seinem eigenen Kriegsbericht das letzte Communiqué der Nationalisten im Spanischen Bürgerkrieg: Das Heer der Bären ist gefangen und entwaffnet, die Truppen der Bullen haben ihre letzten Börsenziele erreicht. Datum: 31. Oktober 2014. Das Gemetzel war vorbei.

Das Makro-Puzzle: US-QE endet, Japan startet durch

Hinter der Erholung stand eine Geschichte der Liquidität. Die USA beendeten ihr Anleihekäufe-Programm, während Japan es ausweitete, und Europa blieb in der Mitte, beobachtete die Inflation, ohne den Geldhahn voll aufzudrehen. Die dominante Hypothese war, dass die Verbesserung in den USA und der japanische Stimulus den alten Kontinent über Exporte mit einem schwächeren Euro antreiben würden, was sich bereits in besser als erwartet ausgefallenen Unternehmensergebnissen abzeichnete. Der EUR/USD schoss in der letzten Woche nach oben, Rohöl brach ein und Gold fiel ins Bodenlose. Der S&P erreichte kurzzeitig die 2.000.

DAX, Optionsverfall und die Rechnung, die nie aufgeht

Die methodischsten Anleger setzten ihre Glaubwürdigkeit mit festen Prognosen aufs Spiel. Eine Vorhersage, die den DAX bei 9.300 Punkten sah, ging tatsächlich in Erfüllung, mit einer Abweichung von zwei Tagen und einer lehrbuchmäßigen Selbstkritik. Parallel dazu sorgte die Woche der Optionsverfälle für jene sanfte Landung, die Händler feiern, die aber andere nicht verstehen. Auch gab es Platz für das Gegenteil: Small-Cap-Aktien, die in einer einzigen Sitzung um 15% stiegen, während die Hälfte des Marktes wegschaute. Leicht verdientes Geld lässt immer jemanden außen vor.

Die Skeptiker

Nicht alle glaubten der Story. Die größten Skeptiker schlossen den Monat mit derselben Leier, mit der sie ihn begonnen hatten: Je höher wir steigen, desto steiler wird der Fall sein. Angesichts der Euphorie über Gewinne erinnerte eine andere Gruppe daran, dass das Geld, das die Märkte aufbläst, aus demselben System kommt, das Rekordarbeitslosigkeit meldet und Löhne kürzt. Die Prophezeiungen des großen Crashs kamen im Oktober nicht. Sie wurden wieder auf Oktober 2015 verschoben. Wer letztes Jahr recht hatte, wird es nächstes Jahr wieder behaupten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1957 Antworten).

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