Iberdrola-Wasserkraft: Virale Behauptung von 57 hm³ Wasserverbrauch pro Woche

Eine virale Nachricht behauptet, Iberdrola habe in einer Woche 57 hm³ Wasser verbraucht. Stauseedaten aus Cáceres und dem Guadiana-Becken relativieren diesen Vorwurf.

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Iberdrola-Wasserkraft: Virale Behauptung von 57 hm³ Wasserverbrauch pro Woche
Wasserkraft verschwendet kein Wasser: Die 57 hm³-Behauptung

Eine runde Zahl begann in den sozialen Medien zu kursieren: 57 Milliarden Liter Wasser – 57 Kubikkilometer – wurden von Iberdrola in nur einer Woche zur Stromerzeugung genutzt. Die Nachricht enthielt eine implizite Anschuldigung: Diese Energie sei unnötig und werde zu Gaspreisen verkauft. Eine zweite, noch gewaltigere Behauptung folgte: 500 Kubikkilometer in zwei Monaten, genug Wasser, um die Bevölkerung von Extremadura über sieben Jahre lang zu versorgen. Vor dem Hintergrund der Dürre und drohender Verbrauchseinschränkungen war die Kontroverse um die Wassernutzung durch Wasserkraft entfacht.

„Verschwindet“ das Wasser, das durch ein Wasserkraftwerk fließt?

Nicht im wörtlichen Sinne. Das Wasser, das die Turbinen passiert, verschwindet nicht: Es kehrt in das Flussbett zurück und fließt weiter zum nächsten Stausee oder ins Meer. Dies ist das am häufigsten wiederholte Gegenargument, das auf einer physikalischen Grundlage beruht, die schwer zu bestreiten ist. Der Durchfluss, den die spanischen Flüsse nach Portugal liefern müssen, ist durch das Abkommen von Albufeira festgelegt; das Wasser bleibt also nicht im Limbus und verdampft nicht per Dekret.

Die Nuance ist jedoch wichtig. Manche geben zu, dass die Ressource nicht verloren geht, behaupten aber dennoch, das Verfahren sei unsinnig: Man kann immer überschüssiges Wasser oberhalb ablassen, aber das bereits abgeflossene Wasser kann nicht zurückgeholt werden. Einfach ausgedrückt: Das Problem wäre nicht das Verschwinden des Wassers, sondern der genaue Zeitpunkt, an dem entschieden wird, das Schott zu öffnen.

Wer genehmigt die Entleerung von Stauseen zur Stromerzeugung?

Die Flussgebietsbehörden und letztlich die Regierung. Kein Energieunternehmen öffnet das Schott eigenmächtig, und dieses Detail entkräftet die halbe Kontroverse. Der als Präzedenzfall zitierte Fall ist Ricobayo, wo – laut der kursierenden Version – europäische Stellen bestätigten, dass die spanische Exekutive für die Entleerung verantwortlich war, nicht das Unternehmen. Ob das Detail genau ist oder nicht, die zugrunde liegende Logik wiederholt sich: Ohne behördliche Genehmigung gibt es keine massive Turbinennutzung.

Daraus ergibt sich eine unbequeme Schlussfolgerung für jene, die Schuldige nur im privaten Sektor suchen. Wenn die Entleerung eine Genehmigung erfordert, kann der Vorwurf nicht allein beim Unternehmen liegen. Behördliche Verantwortung macht die private Wassernutzung legal, und diesen Schlüssel hält die Verwaltung, die das Papier unterzeichnet.

Cáceres bei 74 % und Guadiana 19 % unter Durchschnitt

Die Daten zeigen in zwei gegensätzliche Richtungen und sollten nicht vermischt werden. Einerseits liegen die Stauseen in der Provinz Cáceres bei 74 %, verglichen mit 50 % vor einem Jahr: eine gesunde Situation für diese Jahreszeit. Andererseits verzeichnet die Reserve im Guadiana-Becken einen wöchentlichen Rückgang von 0,37 %, steigt im Vergleich zum Vorjahr um 1 % und liegt 19,36 % unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Mit beiden Zahlen gleichzeitig umzugehen, macht es leicht, eine hervorzuheben und die andere zu verstecken.

Der Vergleich mit dem häuslichen Verbrauch wurde ebenfalls intensiv ausgeschlachtet. Die 57 hm³ aus einer Woche wurden in den jährlichen Äquivalentverbrauch von 1,4 Millionen Menschen übersetzt, oder etwas mehr als fünf Zehn-Minuten-Duschen pro Spanier. Die vollständige Aufschlüsselung, Posten für Posten, liefert Zahlen, die überraschender sind als die Schlagzeile.

Zahlen, die die Erzählung vom Raubbau widerlegen

Gegen das Bild von willkürlich geleerten Stauseen sagen die verfügbaren Daten etwas anderes. Die Gesamtspeicherkapazität und die installierte Wasserkraftleistung haben sich in den letzten zehn Jahren nicht verringert. Stauseen, die ausschließlich der Wasserkraft dienen, liegen bei 74 % mit etwa 5.000 Kubikkilometern, und wer die wöchentlichen Reihen verfolgt, betrachtet sie als vernünftig bewirtschaftet. Wenn die Speichermenge nicht reduziert wurde, fehlt der These des systematischen Abbaus der feste Boden.

Echten Konflikt gibt es bei der Demontage kleiner Talsperren, die fast immer mit lokaler Bewässerung und Nachbarschaftswiderstand zusammenhängen. Dort wird nicht die nationale Menge diskutiert, sondern wer im August das Wasser seines Dorfes verliert.

Drehtüren, Gefängnisstrafen und andere Ausgänge

Das letzte Stadium der Kontroverse sinkt hinab in die Politik. Erwähnt werden Amtsträger, die in Aufsichtsräten mit hohen Gehältern landen, die Untätigkeit der Umweltstaatsanwaltschaft und der Verdacht, dass die Presse keinen Druck ausübt, weil das Unternehmen Inserent ist. Die Vorschläge schrauben sich höher: Gefängnis für Verantwortliche, Enteignung ohne Entschädigung oder die Denunziation, dass alles staatlich gebilligt sei.

Hinzu kommt ein verschwörerischer Hintergrund, der mit dem Rest vermischt wird: Klimawandel als Vorwand für Einschnitte, internationale Organisationen, religiöse Anspielungen und apokalyptische Vorhersagen. Dies sind Behauptungen ohne jeglichen Beweis, die im selben Paket wie überprüfbare Daten kursieren, und ihre Trennung ist das Mindeste, bevor man sich eine Meinung bildet.

Mit diesen Bausteinen lautet die Frage nicht, ob Wasser verloren geht oder nicht. Sie lautet, wer entscheidet, wann es freigelassen wird. Und dort bleibt die verwirrende Tatsache dieselbe: Die Speicherkapazität ist noch da, praktisch intakt, während alle über die Schotten streiten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (109 Antworten).

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