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Spaniens digitales Zertifikat erneuern: Online-Verfahren scheitert in Chrome und Edge
Nutzer berichten, dass die Erneuerung des digitalen Zertifikats in Chrome und Edge fehlschlägt, nur eine Online-Verlängerung möglich ist und ein Termin vor Ort nötig wird.
Digitales Zertifikat erneuern: in Chrome unmöglich, in Firefox ein Leidensweg
Das digitale Zertifikat der FNMT ist für Tausende Menschen, die einfach nur Behördengänge in Spanien erledigen wollen, zu einem Labyrinth geworden. Die Online-Erneuerung, die eigentlich eine Sache von zwei Minuten sein sollte, hängt in den beiden am weitesten verbreiteten Browsern des Marktes —Chrome und Edge— fest und zwingt Nutzer je nach Fall dazu, auf Firefox oder den alten Internet Explorer auszuweichen, während sich die Beschwerden kurz vor dem Ablaufdatum häufen. Das Ergebnis: Leute, die aufgeben und zu Cl@ve PIN wechseln.
Für das Paradox gibt es eine technische Erklärung, die aber wenig tröstet. Chrome und Edge unterstützen die Komponenten der FNMT nicht, und dasselbe gilt für Flash oder Java. Es ist eine Frage der Browser-Sicherheit, keine Laune des Ministeriums. Wer die elektronische Geschäftsstelle aufruft, erhält jedoch nur die knappe Meldung: „Es existiert kein aktives Zertifikat, das der angeforderten Operation entspricht.“ Niemand sagt einem, dass man vielleicht den falschen Browser benutzt, dass das Programm Autofirma fehlt oder dass das Zertifikat bereits einmal erneuert wurde und keine weitere Erneuerung zulässt.
Der Fehler, den niemand erklärt: nur eine Online-Erneuerung möglich
Das ist eine der häufigsten Fallen. Das digitale Zertifikat kann nur einmal online verlängert werden; beim zweiten Mal muss man persönlich in einer Registrierungsstelle vorsprechen. Das System weist jedoch nicht darauf hin: Es liefert denselben generischen Fehler wie bei einem abgelaufenen oder falsch installierten Zertifikat. Mehrere Betroffene berichten übereinstimmend, dass sie Stunden verloren haben, bis sie merkten, dass das Problem nicht ihr Rechner war, sondern dass sie die Online-Erneuerung bereits ausgeschöpft hatten.
Der am häufigsten empfohlene Ausweg lautet: den FNMT-Konfigurator installieren und Internet Explorer verwenden, jenen Browser, den Windows standardmäßig mitliefert und den fast niemand für etwas anderes nutzt. Damit funktionieren Download und Installation des Zertifikats in den meisten Fällen automatisch. Anschließend lässt sich das Zertifikat für den täglichen Gebrauch nach Firefox oder Chrome exportieren. Manche greifen sogar auf eine 32-Bit-Portable-Version von Chrome zurück, um den Download abzuschließen, wenn alles andere fehlschlägt.
Der schnelle Weg: Termin vereinbaren und von vorn beginnen
Wenn die Online-Erneuerung sich querstellt, bleibt die Alternative, ein neues Zertifikat in einer zugelassenen Stelle zu beantragen. Der persönliche Gang annulliert das alte Zertifikat, und man erhält ein neues, das wie beim ersten Mal installiert wird. Die Registrierungsstellen —Regierungsunterbehörden, Gemeindebüros, Sitze der Steuerbehörde— akzeptieren Anträge vielfach ohne Termin, und der Vorgang geht schnell, wenn keine Schlange ist.
Das eigentliche Problem ist, dass die Verwaltung ein System gebaut hat, das funktioniert – aber nur, wenn der Bürger mit Browser, Hilfsprogramm, Rechner und der Anzahl vorheriger Erneuerungen alles richtig trifft. Cl@ve PIN und Cl@ve Permanente (alternative digitale Ausweisverfahren Spaniens) decken bereits einen Großteil der üblichen Vorgänge —Einkommensteuer, Erwerbsverlauf, Anfragen bei der Sozialversicherung— ohne Zertifikat ab. Für viele ist das der bessere Weg.
Eine Frage bleibt offen: Wenn das Online-Banking die Identifizierung mit einer PIN und einer SMS löst, warum besteht die Verwaltung weiter auf einem Ökosystem aus Programmen und Browsern, das öfter scheitert als funktioniert? Die plausibelste Prognose: Das Zertifikat bleibt mit seinen Flickschuren bestehen, während Cl@ve allein aus Bequemlichkeit Boden gewinnt. Nur darauf, dass die FNMT das zugibt, würde niemand wetten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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