Der Gründonnerstag erinnert an die Einsetzung der Eucharistie und die Fußwaschung
Am 2. April 2025, dem Gründonnerstag, gedenkt die katholische Tradition des Letzten Abendmahls und des Gebots der brüderlichen Liebe. Die zentrale Lesung „Der Kelch des Segens ist die Gemeinschaft mit dem Blut Christi" unterstreicht das eucharistische Mysterium. Während Gläubige weltweit an den Gottesdiensten teilnehmen, hat eine besondere Initiative die Gläubigen zum Gebet des Heiligen Rosenkranzes um 22:00 Uhr zusammengeführt, geleitet von einer visuellen Anleitung und den der Marienerscheinung zugeschriebenen Versprechen.
Die Liturgie des Gründonnerstags: zwischen Dienst und Opfer
Das Johannesevangelium erzählt von der Fußwaschung, einer Geste, mit der Jesus Demut und Dienst am Nächsten vorlebt. Die Messe vom Letzten Abendmahl umfasst den Ritus der Fußwaschung und die Anbetung des Allerheiligsten. An diesem Tag erinnert die Kirche an die Einsetzung des Priestertums und der Eucharistie. Verschiedene vatikanische Medien und Pfarreien übertragen die Gottesdienste live, etwa die Messe aus Corvera (Asturien, Spanien) um 19:00 Uhr, der der Rosenkranz um 18:30 Uhr vorausgeht.
Der Rosenkranz als fromme und gemeinschaftliche Praxis
Die Tradition, den Rosenkranz täglich um 22:00 Uhr zu beten, hat eine feste Gruppe von Teilnehmern zusammengeführt. Es werden Gebetsintentionen angeboten, die von der Wiedergutmachung der Beleidigungen Gottes bis zum Schutz des Lebens und der Familien reichen. Visuelle Anleitungen und Videos aus Lourdes erleichtern das Gebet, und es wird an die der Jungfrau Maria zugeschriebenen Versprechen erinnert: Wer mit Glauben betet, wird besondere Gnaden empfangen, und der Rosenkranz wird „eine mächtige Waffe gegen das Böse" sein.
Die Predigt von Pater Santiago Martín (Franziskaner von Maria) verbindet das Evangelium des Tages mit dem Ruf zur Heiligkeit. Zwar gibt es im Diskurs keine Lehrabweichungen, wohl aber Bezüge zur aktuellen Politik, etwa die Erwähnung von Papst Franziskus und den Schutz des Kreuzes im Valle de los Caídos (ein spanisches Denkmal), die einige abschweifende Kommentare auslösen.
Ein Glaubensakt im digitalen Zeitalter
Die Verbreitung von Videos auf YouTube, Zitate von Heiligen (Augustinus von Hippo) und die offene Einladung zur Teilnahme zeigen eine Anpassung religiöser Praktiken an die modernen Medien. Die Initiative, die vor 55 Tagen startete, folgt einem festen Ablauf: Um 22:00 Uhr wird der Rosenkranz aus Lourdes gebetet, gefolgt von den Litaneien und dem Salve, danach die Heilige Stunde. Offen bleibt die Frage, ob sich dieses Format über die Karwoche hinaus etablieren kann.
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