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Selektiver Antisemitismus prallt auf Foto von Spaniens Sánchez
Ein Foto von Sánchez mit der jüdischen Gemeinschaft entlarvt den doppelten Maßstab systemkritischer Stimmen, die schweigen, wenn Verschwörungsrhetorik auf ihre Sympathie trifft.
Der doppelte Maßstab des Antisemitismus in der spanischen Politik
Ein Foto von Pedro Sánchez im Kreis von Vertretern der jüdischen Gemeinschaft hat in bestimmten Kreisen der politischen Kritik einen Kurzschluss ausgelöst. Jahrelang haben dieselben Stimmen, die die „Weltherrschaft" verborgener Mächte anprangern, die jüdische Gemeinschaft als Teil der globalen Elite denunziert. Nun, da der spanische Ministerpräsident in einem freundschaftlichen Bild mit eben dieser Gemeinschaft zu sehen ist, herrscht bei den Anklägern Schweigen. Oder schlimmer noch: Sie rechtfertigen das Treffen.
Das Aufschlussreichste an dem öffentlichen Austausch ist die Bestätigung der Heuchelei. Dieselben Kommentare, die gegen die „Herren der Welt" wettern, sobald eine Verschwörungstheorie ausgebreitet wird, vergessen das Thema, wenn der Händedruck in La Moncloa, dem Amtssitz des spanischen Regierungschefs, stattfindet – und zwar mit einem Präsidenten, den sie nicht als „Feind" betrachten. Es zeigt, wie sich die Erzählung nach Zweckmäßigkeit biegen lässt.
Doch es geht nicht nur um selektiven Antisemitismus. Der Thread richtet sich auch gegen die Verharmlosung von Korruption. Sogar ein „alter Mann", der „nie stirbt", wird erwähnt – eine Anspielung auf die Machtbeständigkeit bestimmter Figuren, die trotz Skandalen weiter nachwirken. Die Frage, die in der Luft hängt: Wie viel von dem Antikorruptionsdiskurs ist echt, und wie viel ist nur eine Waffe?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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