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Große spanische Baukonzerne stabil: Feuer steigert Auftragslage
Der Brand in Valencia bewegte die Börse kaum. Experten erwarten keine Insolvenzen bei Großbaufirmen, da Fassadenprüfungen neue Arbeitsplätze schaffen werden.
Große spanische Baukonzerne stabil: Feuer steigert Auftragslage
Ein Wohnungsbrand in Valencia hat den Fokus auf thermische Hüllen gelenkt: Dämmschichten, die an Tausenden älterer Fassaden angebracht wurden, um die Energieeffizienz zu verbessern. Die Börse reagierte kaum. Laut Forumsposts fielen die Kurse am Tag der Nachricht um 0,3 % und erholten sich am Folgetag. Im Kern der Debatte steht ein von Teilnehmern wiederholter Widerspruch: Es gibt keine Illegalität, nur legalisierte Materialien.
Welche Materialien werden bei sanierten Fassaden verwendet?
Polyurethan. Fast alle Gebäude nutzen es in irgendeiner Form, merkt ein Teilnehmer an: in Ziegelkammern alter Bauten sowie gespritzt oder als Platte bei neuen. Das am häufigsten genannte Sanierungssystem ist WDV (Wärmedämmverbundsystem), unter dem sehr unterschiedliche Lösungen zusammenfallen: expandiertes Polystyrol, extrudierter Schaum, Mineralwolle und Spritzschaum.
Technische Nuancen definieren das Problem. Ein Teilnehmer zitiert ein Datenblatt für graphithaltiges Polystyrol-Dämmmaterial mit einer Brandklasse E: brennbares Material mit hohem Brandbeitrag. Rechtlich sollte dies nicht an Fassaden verwendet werden, es sei denn, die Montage garantiert besseres Verhalten oder eine EI 30-Stabilitätsschicht schützt es. Dem gegenüber behauptet eine andere Nachricht, dass heutige WDV-Systeme selbstverlöschend seien und Polystyrol nicht so leicht brenne wie apokalyptische Erzählungen suggerieren. Starker Wind, Kamineffekt und hohe Umgebungstemperaturen, ebenfalls im Thread erwähnt, machen dieses Argument jedoch unbequem.
Werden Baukonzerne nach dem Brand insolvent?
Die Großen nein. Mehrere Nachrichten wiederholen diese Ansicht: Spaniens große Bauunternehmen sind diversifizierte Zivilbau-, Hochbau- und Dienstleistungskonzerne weltweit; ein einzelner Vorfall bewegt ihre Bilanz nicht. Die Börse spiegelte dies bisher kaum wider.
Anders sieht es bei kleinen Firmen aus. Tausende kleiner Unternehmen leben laut einem Teilnehmer von Fassadensanierungen. Allein in Navarra arbeiten 56 solcher Firmen am Limit, mit vollen Auftragsbüchern. Wenn Eigentümergemeinschaften genehmigte Arbeiten einfrieren, trifft die Lähmung nicht den Konzern, sondern den Selbstständigen mit drei Transportern. Der Sektor wuchs durch Subventionen für Energieeffizienz; nun weiß er nicht, ob er bremsen oder wachsen muss, denn die Prüfung Tausender Gebäude ist auch Arbeit.
Wer haftet, wenn die Fassade legal war?
Niemand oder fast niemand. Das häufigste Argument ist simpel: Wurde das Gebäude gemäß den damals geltenden Vorschriften errichtet, gibt es keine Haftung. Das Material war nicht nur legal, es wurde von den Normen sogar gefördert. Die Rechnung für den Austausch tragen die Eigentümer – genau dort schmerzt es.
Viele blicken auf das Vorbild Großbritannien, wo laut einem Teilnehmer der Verkauf – auch gebrauchter – Wohnungen mit bestimmten Fassadenverkleidungen verboten wurde. Eine unbequeme Frage bleibt: Wer haftet, wenn Regulierer, Zertifizierer und Installateure alle konform handeln und das Ergebnis dennoch brennt?
Das teure Geschäft mit Sonderumlagen
Hier geht es ums Geld. Ein Teilnehmer berichtet, dass seine Gemeinschaft eine Fassadendämmung über 600.000 Euro (ca. 12.000 Euro pro Bewohner) einstimmig ablehnte, nachdem zugesagte Zuschüsse mitten im Prozess verschwanden. Manche Gemeinschaften hatten Kredite basierend auf diesen Hilfen aufgenommen. Sonderumlagen kennen kein Erbarmen bei geplatzten Subventionen.
Physischer Verschleiß kommt hinzu. Eine weitere Nachricht behauptet, dass Verkleidungsplatten hinterlüfteter Fassaden nach 8 bis 10 Jahren abzufallen beginnen. Im Gebäude eines Bekannten lag die zweite Umlage zur Erneuerung bei rund zwei Millionen Euro, während die erste noch lief. Ein dritter Beitrag eines Brancheninsiders weist auf Varianten mit Keramikplatten statt Aluminium hin: schwerer, mit Winkeln befestigt und mit Vorgeschichte des Ablösens. Bei Bränden wird die Löscharbeit für Einsatzkräfte schwieriger.
Was werden die Nachbarn fordern?
Zu den Forderungen gehört der Austausch der Dämmung gegen Steinwolle, die als Favorit gilt, sowie Inspektionen. Vor allem müssen sie verstehen, dass Null-Gebühren eine Illusion waren. Hausverwaltern stehen turbulente Jahre bevor, mit Versammlungen, in denen nach Zertifikaten und Zusatzkosten gefragt wird.
Wie viele dieser Gemeinschaften werden tatsächlich handeln und wie viele beim Jammern bleiben? Dies ist die leise Frage des Sektors, auf die niemand eine Zahl hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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