Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Griso und Heteropessimismus: Dating-Apps, Sex und kostenlose Dinner
Susanna Griso fasst die Frustration bei Dating-Apps zusammen. Die Debatte um Heteropessimismus und wer wen ausnutzt, spaltet die Gemüter.
Dating-Apps: Sie wollen ein kostenloses Essen, er nur Sens
Warum geben Frauen frustriert auf, wenn sie Dating-Apps nutzen, während Männer ebenso genervt sind? Moderatorin Susanna Griso brachte es auf den Punkt und löste eine hitzige Diskussion aus: „Ich habe Freundinnen, die Dating-Apps nutzen und irgendwann die Nase voll haben, weil die Typen nur Sens wollen und sie etwas Ernsthaftiges suchen.“ Die Journalistin ergänzte, dass viele Frauen auf eine „Uberisierung des Sens“ stoßen. Das Thema ist nicht neu, aber die Diagnose von beiden Seiten hat es in sich.
Was ist Heteropessimismus und woher kommt er?
Der Begriff beschreibt eine präventive Ablehnung des anderen Geschlechts nach einer Häufung von Enttäuschungen. Ein Beispiel ist Victoria, eine junge Frau, die seit über anderthalb Jahren freiwillig zölibatär lebt und diese Zeit als „die glücklichste und strengste Phase ihres Lebens“ bezeichnet. Ihre Entscheidung basiert auf zwei Säulen: angesammelte Enttäuschungen und Selbstliebe. „Freiwilliger Zölibat war das Beste, was mir passieren konnte“, sagt sie.
Victoria betont, dass man erst an sich selbst arbeiten muss, bevor man eine Partnerschaft eingeht, und stieß oft auf Männer, die dies nicht taten. „Ich habe viele Männer getroffen, die nicht mit ihren Emotionen verbunden sind und nicht wissen, was sie im Leben wollen oder nicht wollen“, erklärt sie. Der Journalist Juan Diego Madueño widerspricht vehement: Er hält Victoria für eine „Narzisstin aus dem Lehrbuch“ und warnt ironisch: „Du wirst dich am Ende selbst heiraten, Victoria.“
Die Rechnung, die niemand offenlegt: Wer bezahlt das Dinner?
Die symmetrische Beschwerde taucht immer wieder auf: Manche behaupten, viele Frauen nutzten Apps, um kostenlose Essens einzusacken und ihr Ego zu pushen, während Männer nur Sens suchten. Die gängigste Formulierung betrifft den „Simp“, der als Taxifahrer dient, Restaurants bezahlt und Ausflüge organisiert. Die vollständige Aufstellung dieser Kosten – Essen, Drinks, Transport, Aktivitäten – ergibt eine überraschende Summe, die jede Seite zu ihrem Vorteil interpretiert.
Von der anderen Seite lautet der Vorwurf genau umgekehrt: Apps seien zu Katalogen geworden, in denen Frauen hunderte Kandidaten filtern, während Männer um Aufmerksamkeit konkurrieren. Die Asymmetrie der Erwartungen – schneller Sens versus stabile Beziehung – erklärt, warum beide Geschlechter gleichzeitig frustriert sind. Es geht nicht darum, wer recht hat, sondern darum, dass beide verschiedene Spiele auf demselben Brett spielen.
Die wirtschaftliche Belastung des Gefühlsmarktes
Ein Aspekt, den kaum jemand erwähnt, ordnet jedoch alles andere: die Kosten. Ausgehen, teure Drinks bezahlen und immer aufwendigere Pläne finanzieren verwandelt die Partnersuche in eine laufende Ausgabe. Wenn die Inflation steigt und die Löhne stagnieren, werden diese Ausgaben überprüft. Und was früher selbstverständlich war – dass er zahlt – wird nun infrage gestellt.
Dieses Hinterfragen ist nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern auch erwartungsbezogen: Wenn die Beziehung nirgendwohin führt, warum dann die Balzphase finanzieren? Diese laut ausgesprochene Frage beleidigt jene, die anderes erwartet hatten. So ähnelt der Dating-Markt zwischen Rechnungen und Enttäuschungen zunehmend jedem anderen Markt: mit Angebot, Nachfrage, Preisen und vor allem viel asymmetrischer Information.
Die Generationenkluft: Von 18 bis 50
Die Diagnose variiert je nach Alter. Ein Teil der Analyse besagt, dass jüngere Frauen diese Probleme nicht haben, weil das Spiel anders läuft: weniger Dinner, mehr direkte Nachrichten. Eine andere Strömung weist darauf hin, dass ab einem bestimmten Alter die Verhandlungsposition schwächer wird und die Erwartungen durcheinandergeraten. Die Konsequenz bleibt gleich: Missverständnis.
Im Grunde ist Heteropessimismus nichts anderes als die Feststellung, dass das traditionelle Modell der Balz – er zahlt, sie wählt – zerbrochen ist, ohne dass jemand einen Ersatz entworfen hat. Solange es keinen Ersatz gibt, wird jede Seite dem anderen die Schuld an dem Chaos geben.
Am Ende ist die ehrlichste Schlussfolgerung die, die niemand hören möchte: Wenn Dating-Apps so funktionieren würden wie beworben, würde niemand über ihre schlechte Performance schreiben. Und dennoch sind wir hier.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (249 Antworten).
Ada Lluch behauptete bei Espejo Público, Spanien sei unsicher, und wurde entfernt. Der Vorfall löst eine Debatte über Zensur, Daten und Glaubwürdigkeit aus.
Ein Forumsnutzer behauptet, ADIF fülle einen Teil seiner Belegschaft mit Personal von INECO und TRAGSA ohne Beamtenprüfung, und Projektaufträge würden unter der Hand vergeben, wodurch…
Ein Beitrag auf X behauptet, Israel bemächtige sich der Wasserversorgung in Texas. Dafür gibt es keine Belege, und die Nachricht stammt von einem anonymen Konto.