Cándido Méndez greift Spaniens PSOE an: Wendepunkt für die Gewerkschaften?

Cándido Méndez (UGT) kritisiert den spanischen PSOE bei Espejo Público. Echter Wandel oder Theater nach 368 Millionen an Subventionen seit 2021?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Cándido Méndez zerlegt den PSOE bei 'Espejo Público': Bruch oder Theater?

Der UGT-Generalsekretär Cándido Méndez trat diese Woche in der Morgensendung von Antena 3 auf, um gegen die Regierung von Pedro Sánchez zu wettern. Der Gewerkschafter, traditionell mit der spanischen Sozialistenpartei (PSOE) verbündet, nutzte seine Sendezeit, um den „Verrat an der Arbeiterklasse“ und die „neoliberale Abdrift“ der sozialistischen Politik anzuprangern. Eine Wende, die Wogen geglättet hat und bei denen, die in den Gewerkschaften einen Satelliten der Regierungspartei sehen, Misstrauen nährt.

368 Millionen Euro an Subventionen seit 2021

Die harten Zahlen erklären den Unmut. Nach verfügbaren Informationen haben UGT und CCOO seit 2021 insgesamt 368 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln erhalten. Eine Summe, die manche Analysten als Grund für das Schweigen der Gewerkschaften in den ersten Regierungsjahren deuten. Jetzt, mit dem Einfrieren bestimmter Regionalhaushaltsposten in Regionen, in denen Vox in Koalitionsregierungen eingetreten ist, geht die Rechnung nicht mehr auf. „Wenn man ihnen am Trog was wegnimmt, werden sie sauer“, fassen Quellen aus der Debatte zusammen.

Theater, um die Glaubwürdigkeit zu retten?

Die Frage, die in der Luft liegt: Ist das ein echter Wandel oder eine Show? Die jüngere Geschichte zeigt, dass die großen Gewerkschaften einen Generalstreik gegen Sánchez vermieden haben – ungewöhnlich für einen Ministerpräsidenten, der Arbeitsmarkt- und Rentenreformen verabschiedet hat. Méndez selbst weiß: Ohne den PSOE in La Moncloa, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten, dreht sich der Geldhahn zu. Deshalb sehen manche in dieser öffentlichen Kritik den Versuch, verlorene Mitglieder zurückzugewinnen, besonders unter Arbeitern, die von der Wirtschaftspolitik der Regierung enttäuscht sind.

Die Ironie gipfelt, wenn man sich erinnert, dass UGT und CCOO erst vor zwei Jahren die Arbeitsmarktreform mit der Regierung vereinbart haben. Jetzt wirft dieselbe Stimme, die das Abkommen lobte, dem PSOE „Verrat an den Arbeitern“ vor. Wie auch immer die Wahrheit aussieht: Das Schauspiel ist eröffnet. Wie ein altes Sprichwort sagt: Die Garnelen bezahlen sich nicht von selbst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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